Mittwoch, 9. September 2020

Ein kleines Wunder des „Synodalen Irrweges“

Eigentlich wird zuerst ein Problem wahrgenommen und dann eine Lösung für das Problem gefunden.Ganz anders geht da der „Synodale Irrweg“ vor, denn schon bevor er ins Leben gerufen wurde,um bestimmte Kirchenprobleme zu lösen, stand das Therapiekonzept fest. Die antikatholische Bewegung „Wir sind Kirche“ popularisierte (die zigfachste Neuauflage der Rotte Korachparole: Kampf der Hierarchie 4. Mose 16): das Reformprogramm: Kampf dem Zölibat, Demokratisierung der Kirche, Modernisierung der Sexualmorallehre der Kirche und die Einführung des Frauenpriestertumes. Das geistert nun in der Kirche herum, bis es nun richtig Fleisch annehmen soll im „Synodalen Irrweg“.

Was hat nun dies ursprüngliche Verprotestantisierungskonzept mit dem Skandal der sexuellen Mißbräuchsfälle zu tuen? Nichts, denn dies Programm stand schon fest lange bevor die Mißbräuche publik wurden. Aber die Mißbräuchsfälle sollen nun zur Legitimierung dieser Alt68er Reformanliegen instrumentalisiert werden.

Wie passen denn nun diese „Wir sind Kirche“ Deformvorhaben zu dem Problem der Mißbräuchsfälle. Gar nicht, solange diese Vorkommnisse nicht im Sinne dieser Deformvorhaben interpretiert werden. Dazu war es einerseits notwendig, den Zusammenhang zwischen der homosexuellen Ausrichtung der Täter und dem Faktum, daß die Mehrheit der Opfer männlichen Geschlechtes sind, zu tabuisieren und andererseits ein Täterbild zu entwerfen, das diesem Deformvorhaben nützlich ist.Einfach gesagt: Man fand im Priesterzölibat und der kirchlichen Hierarchie die Schuldigen,und natürlich in der Sexualmoralehre. Warum nun aber gerade heterosexuelle unter dem Zölibat leidende Priester mit einem eher conservativen, also klerikalen Amtsverständnis sich an Jungen und Männern sexuell vergreifen sollen, ist dabei eines der großen Geheimnisse dieses Irrweges. Mädchen und Frauen wären dann doch wohl deren Präferenzopfer.

Aber da das Therapieprogramm schon feststand, bevor die Mißbräuche bekannt wurden, mußten die eben so umgeschrieben werden, daß sie zur Therapie paßten. Das führt nun aber zu einem sehr unglaubwürdigem Narrativ, ähnlich unglaubwürdig als wenn erzählt würde, daß hungrige Vegetarier enthusiastisch Schweinsbraten äßen, wenn sie längere Zeit gefaßtet hätten. Daß nun gar die conservative bzw reaktionäre Morallehre der Kirche diese Mißbräuche mitverschuldet hätten, mag auch nicht recht zu überzeugen, oder wollte wer ernsthaft behaupten, daß das Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“ schuld sei am Fremdgehen, daß die Kirche also das Gebot der ehelichen Treue aufheben sollte, damit die Ehegatten nicht mehr so häufig fremdgehen? Solche Abstrusitäten mutet der „Synodale Irrweg“ uns zu, nur um endlich die sattsam bekannte Alt68er Deformen der Kirche jetzt durchzusetzen.

 

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