Donnerstag, 17. Februar 2022

Die Kirche im Umbruch- die innerkirchliche „Sexuelle Revolution" des "Synodalen Irrweges"- praktische Konsequenzen?


Ein Priester, der mit seiner Geliebten oder seinem Geliebten zusammenlebend das Amt des Pfarrers ausübt- wird das in Bälde zu einer kirchlichen Realität zumindest in Deutschland? Nein, müßte respondiert werden, denn die Priester sind zu einem zölibatären Leben verpflichtet und zudem gilt, zumindest nach dem jetzt noch gültigen Katechismus, daß die Sexualität nur in der Ehe gelebt werden dürfe.

Aber gilt diese Antwort noch nach den Beschlüssen und Selbstverpflichtungen der Bischöfe des „Synodalen Irrweges“? Den Zölibat und die Verpflichtung zu einem enthaltsamen Leben vor der Ehe konnte diese Räubersynode nicht wegdekretieren, aber es sollen nun keine kirchlichen Mitarbeiter mir „diskriminiert“ werden ob ihrer sexuellen Orientierung. Das meint, daß es keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen mehr haben soll, wenn ein Geschiedener sich wiederverheiratet und wenn Homosexuelle wie ein Ehepaar zusammenleben oder sich gar standesamtlich verheiratet haben.

Eine restriktive Ausdeutung könnte besagen, daß niemand ob seiner sexuellen Orientierung arbeitsrechtliche Maßnahmen zu befürchten habe, lebte er unabhängig von seiner Orientierung gemäß der Morallehre der Kirche.Nur erstrebt die innerkirchliche Liberalisierung doch etwas anderes, daß die praktizierte Homosexualität nicht mehr als Sünde anzusehen sei und die vorehelich gelebte Sexualität auch als legitime von der Kirche zu bejahen ist. Das hätte zur Konsequenz, daß nun Homosexuelle mit ihrem Partner zusammen leben dürften und solche Beziehungen sollen dann gar von der Kirche (ab)gesegnet werden. Praktizierte also ein homosexueller Mitarbeiter dies so, verstieße er zwar weiterhin gegen die Morallehre der Kirche, aber deutsche Bischöfe erklärten dann ganz im Geiste dieses Irrweges, daß das keine Konsequenzen arbeitsrechtlicher Art für einen kirchlichen Mitarbeiter mehr haben solle.

Ergo könnten also jetzt die kirchlichen Mitarbeiter ihre Sexualität leben, wie es ihnen gefällt, auch wenn diese Praxis als Sünde noch von der Kirche beurteilt wird, weil sie mit keinerlei Sanktionen zu rechnen hätten. Könnte so auch praktisch der Zölibat in Deutschland zumindest beseitigt werden, indem die Kirche hier auf alle Sanktionen gegen Priester verzichtet, verstoßen sie einmalig oder gar regelmäßig gegen die Ordnung des Zölibates? 

Diese sexuelle Revolution könnte nun ganz undramatisch sich ereignen: So wie heute in der Kirche kein Mitarbeiter -es sei denn er ist ein Pfarrer - Probleme bekommt, wenn er unverheiratet wie ein Verheirateter mit einem Partner zusammenlebt, so könnte diese Realität einfach auch auf die Diakone, Priester und Bischöfe ausgeweitet werden: Die dürften dann faktisch das, was alle anderen Kirchenmitglieder auch dürfen. Der Zölibat bräuchte so gar nicht abgeschafft werden, die Kirchenoberen bräuchten nur auf jede Sanktionierung von Verstößen gegen die Ordnung des Zölibates verzichten. Schlußendlich lebten dann Pfarrer mit ihrer Geliebten oder mit ihrem Geliebten zusammen, auch wenn rein theoretisch noch der Zölibat in Kraft ist. Ist das die praktische Perspektive des „Synodalen Irrweges“?Auszuschließen ist das wenigstens nicht mehr.

 

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