Samstag, 31. Januar 2026

Keine Probleme mit dem Sakrament der Taufe - oder seine Vergleichgültigung?

 

Keine Probleme mit dem Sakrament der Taufe - oder seine Vergleichgültigung?



Eine kleine Orientierungsskizze soll hier Klarheit bringen,ohne daß dabei schon die Theologie dieses Sakramentes expliziert wird.

Die relevanteste Frage zu diesem Sakrament: Bewirkt die Taufe etwas oder bezeichnet sie nur eine Realität, die unabhängig von der Spendung dem Getauften schon gilt?

Die Antwort der hl.Schrift ist hier eigentlich eindeutig, daß sie nach Jesu Belehrung heilsnotwendig sei, so nach Mk 16,16 und seinem Nachtgespräch mit Nikodemus, daß niemand in das Reich Gottes eingehen könne, der nicht durch die Taufe neugeboren worden sei, Das große Glaubensbekenntnis bezeichnet die Taufe als zur Sündenvergebung.Aber trotz dieser Eindeutigkeit wurden und werden theologische Bedenken angemeldet, die fragen, wie denn die Partikularität der Spendung der Kirche sich zur Universalität des Heilswillens Gottes verhielte, daß eben viele Menschen gar keine Möglichkeit gehabt haben und haben, getauft zu werden.

Entweder wird dann gelehrt, daß Gott für diese Menschen andere Wege zum Heil eingesetzt habe, oder es muß der universalistische Heilswille Gottes in Frage gestellt werden, daß das Heil nur für die dazu von Ewigkeit her Erwählten sei.Dann kann es aber von Gott zum Heil Erwählte geben, die ohne den Empfang des Taufsakramentes das Heil erlangen und Nichterwählte, die trotz des Empfanges des Taufsakramentes das Heil nicht erlangen. Diese Position ist der orthodoxe Lehrstandpunkt der reformierten Theologie, von der nicht ganz verfehlt gesagt wird, daß ihr die Prädestinationslehre, die Erwählungslehre das Zentrum der Theologie bildet.Damit stießen wir auf wohl die ursprünglichste Konzeption einer Tauflehre, die besagt, daß dies Sakrament selbst nichts wirke:Denn entweder sei jemand zum ewigen Heile prädestiniert, dann sei das der hinreichende Grund seines Heiles oder falls er nicht prädestiniert sei,nütze ihm sein Getauftsein nichts.

Wenn aber Surrogate für die heilsnotwendige Taufe konstruiert werden1,dann kann im pelaginistischen Sinne gesagt werden, daß für das Heil nur das notwendig sei, was jeder Mensch kraft seiner natürlichen Fähigkeiten realisieren könne: die natürliche Gotteserkenntnis und das Leben gemäß dem Gewissen.Die christliche Religion mit all ihren Sakramenten würde dann faktisch nur eine Erleichterung darstellen, ein gottgefälliges Leben zu führen.Das Taufsakrament ist dann nicht mehr heilsnotwendig, sondern erleichtert nur das Erreichen des Zieles.



Muß der Zutaufende glauben um die Taufe gültig zu empfangen oder nicht? Durch die reformatorische Theologie, daß es allein auf den vertrauenden Christusglauben ankäme, entstand hier faktisch ein Problem, das im Rahmen dieser Theologie unlösbar ist. Entweder lehrt man, daß das gespendete Taufsakrament auch hinreichend zum Heile wirke, auch wenn der Getaufte bei der Taufe nicht glauben konnte, und starb, bevor er zum Glauben kommen konnte altersbedingt, oder man meinte, daß die Taufe schon im Kleinkinde einen Glauben erwecke oder daß dann der Glaube der Eltern als Ersatz für den fehlenden Glauben des Täuflings wirke.Überzeugen kann keine dieser Antworten im Kontext der reformatorischen Theologie.

Die Alternative boten die Widertäufer, daß die Taufe nur wirke, wenn sie im Glauben empfangen werde.Was dann mit den Kindern ist, die sterben, bevor sie vom Alter her glauben können, ist eine von diesem reformatorischen Ansatz her unbeantwortbare Frage. Als Antwortmöglichkeit bietet sich konsequenterweise nur die an, daß die unmündigen Kinder sündlos seien, da ihnen ihr Tuen erst ab ihrer Mündigkeit als eine Schuld anrechenbar sei.Das zeitigt aber die Folge, daß Jesus Christus nicht für alle Menschen am Kreuze gestorben sei, sondern nur für die, denen ihr Tun ob ihrer Mündigkeit als eine Sünde zurechenbar sei.



Wenn gelehrt wird, daß es den Eltern freigestellt würde,ob sie ihr Kind im Kleinkindalter oder mündig taufen lassen wollen, dann impliziert das, daß entweder die Taufe nichts bewirkt, weil die Eltern sonst ja für eine längere Zeit ihrem Kinde das durch die Taufe Bewirkte vorenthalten würden,oder aber nur so Unwesentliches, daß dem Kinde durch diese Vorenthaltung nichts Bedeutsames vorenthalten wird,etwa daß es durch die Taufe zum Kirchenmitglied wird, das so wahlberechtigt wird, während es ansonsten wie jeder Getaufte am Gemeindeleben teilnehmen kann.



Wie kann nun aber theologisch begründet werden, daß die Taufe gar nichts bewirkt? Der Grundsatz dazu heißt, daß Gott jeden Menschen liebe und daß die Taufe nur dies Geliebtwerden anzeige. Es könne so das Taufsakrament wie auch jedes andere nicht heilsnotwendig sein, da diese Liebe Gottes allein der hinreichende Grund des Heiles sei. Diese Lehre könnte aus der reformierten Prädestinationslehre rekonstruiert werden, daß die Erwählung schon für sich allein der hinreichende Grund des Heiles sei,daß dann aber statt einer Partikularität,einige seien Erwählte, andere Nicherwählte, die Erwählung aller Menschen gelehrt wird im Sinne des Glaubens an die unverlierbare Menschenwürde jedes Menschen. Im christlichen Glauben wird dann nur noch erkannt und bekannt, was für jeden Menschen gälte, unabhängig davon, ob er glaube und getauft sei oder nicht. Damit wird das Taufsakrament unwichtig,zu einem bloßen Ritual einer Familienfeier.





1Die urchristliche Praxis der Taufe zugunsten von Verstorbenen, die selbst ungetauft verstorben sind,bejaht ja die Heilsnotwendigkeit der Taufe. Daß Jesus Christus den Verstorbenen in der Unterwelt das Evangelium gepredigt hatte nach seinem Kreuzestod, besagt aber, daß in diesem Falle der Glaube an das Evangelium zum Heile ausreiche.

Freitag, 30. Januar 2026

Ein überdrüssiges Thema: Schöpfung und Evolution - aus dem Üblichen- aber herausfallende Gedanken

 

Ein überdrüssiges Thema: Schöpfung und Evolution - aus dem Üblichen aber herausfallende Gedanken



Es ist wohl unmöglich,zu diesem Thema irgendetwas zu schreiben, was nicht schon zigfach gedacht und bedacht worden ist,daß sich die Frage wirklich stellt, wozu noch etwas dazu schreiben. Das ist aber auch die Not unserer Postmoderne, daß das für alles gilt,worüber geschrieben werden könnte: Zu jedem Gegenstand,über den etwas geschrieben werden könnte,ist schon so viel geschrieben worden, daß wollte man, bevor man Eigenes schreiben, so viel an Primär- und Sekundärliteratur zu dieser Causa lesen,wie es nötig ist,um sich in dieser Causa auszukennen,man nie zum Schreiben kommen kann,zumal man dann noch konstatieren muß, daß das vermeintlich Eigene schon längst zigfach publiziert worden ist.

Nun reizt mich dieses Thema trotzdem und so formuliere ich dazu ein paar Gedanken, die sicher nicht durch eine große Originalität sich auszeichnen werden, die aber hilfreich für dies Thema sind.

Die analogia entis Lehre berücksichtigend könnte gesagt werden:Ähnlich wie ein Architekt einen Hausbauplan erstellt, der dann Schritt für Schritt realisiert wird, so setzt Gott als Schöpfer zuerst die ideele Welt, das ist die Menge aller Ideen der Welt,die untereinander geordnet alle Elemente der zur realisierenden Welt bilden. Schöpfungstheologisch ist das die unsichtbare Welt als von Gott verschiedene,als die Welt von Gottes Ideen von allem, was dann realisiert werden sollen.

So ist die Idee des Menschen durch Gottes Denken und davon zu distinguieren ist nun die prozessuale Hervorbringung des Menschen als die Individuation der Idee des Menschen in seinen vielen Erscheinungen. Die Idee des Menschen ist so ante rem als die Idee,die dann in vielen Exemplaren individuiert realisiert wird: Das ist,daß ein Mensch ist,daß er also ein Fall des Menschseins ist.Die Idee des Menschen ist so in jedem Exemplar des Menschen, individuiert realisiert, aber doch als diese Idee recognizierbar. Das ist der Ermöglichungsgrund dafür, daß wir alle Menschen, so sehr sich jeder von den anderen Menschen unterscheidet, unter dem Begriff des Menschen subsumieren können. In dem Begriff des Menschen wird so die Idee des Menschen erfaßt. Der Begriff ist so die recognizierte Idee des Menschen, realisiert in dem Einzelmenschen in einer Individuieren Gestalt. Die Idee ist so das Erste und in seiner Realisierung das Letzte so wie der Bauplan für ein Haus das Erste und am Schluß der Realisierung erst das Haus erscheint als die Realisierung der Idee.

Die Naturwissenschaft kann nun nur den Prozeß der Entwickelung des Menschen untersuchen und seine Gesetzmäßigkeiten erkennen, aber nicht den Ursprung dieser Entwickelung, die Idee des Menschen. Denn die gehört nicht in die Welt sondern ist vor der Welthervorbringung als die Idee Gottes vom Menschen.Der biblische Schöpfungsbericht zeigt sozusagen Gottes Bauplan für die ganze Welt als in sich wohl geordnete, die dann auch realisiert wird, in dem die Idee von etwas nun individuierend realisiert wird:Die Urbilder erscheinen in einer Vielzahl ihrer Abbilder. Und diese Abbildungen werden nun gemäß den von Gott dekretierten Naturgesetze hervorgebracht.Der Erforschung dieser gesetzmäßig verlaufenden Entwickelung dient nun die Evolutionstheorie, ihre Grenze aber findet in den Ideen, den jenseitigen, die sich dann in ihrer Entwickelung realisieren.

So müßte auch strikt zwischen dem ersten Menschen als seiner Idee, wie Gott ihn gedacht hat und seinem ersten Erscheinen in der Entwickelung der Natur unterschieden werden. Adam und Eva im Paradies meinen nicht die ersten in der Naturentwickelung hervorgebrachten Menschen der Urzeit der Menschheitsgeschichte. Die reale,realisierte Welt ist eben strikt von der ideelen zu distinguieren.

Das Eigentümliche des Menschen ist nun, daß Gott ihn als zur Selbstbestimmung befähigtes Geschöpf wollte.Der Mensch konnte sich so in seiner Urwahl als seinem Gott gehorchen Wollender oder ihm widerstreiten Wollender hervorbringen.Indem das erste Menschenpaar sein Nein zu Gottes Willen sagte,brachte es das menschliche Geschlecht gemäß dieser Urentscheidung hervor. Die Idee des Menschen wäre ja nicht eine Idee des Menschen, wenn ihr,der Idee nicht die Möglichkeit zur Selbstbestimmung gegeben wäre. Zu ihr sagt ja Gott: „Vermehret Euch!“ Es ist also als gehorsamsfähig zu denken. Das erste Menschenpaar, das nur in seiner geschlechtlichen Polarität fortpflanzungsfähig ist, sollte eben kein Unikat bleiben, sondern das Urbildpaar, das sich dann in vielen Exemplifikationen des Urbildes des Menschen realisieren sollte. Aber die Abbilder der Idee des Menschen reproduzierten in sich das Menschsein so,wie es durch diese Urentscheidung geworden ist, als zum Sündigen Geneigte.

Deswegen existiert auch die Differenz zwischen dem Menschen, wie Gott ihn erdacht hat, der ideele Mensch und wie er sich dann in den vielen individuierten Abbildern des Menschen realisiert,als eben durch diese Urwahl bestimmte. So gehört zwar das Sterbenkönnen zur menschlichen Natur, nicht aber das Sterbenmüssen. Die Naturwissenschaft kann nur den in der Welt realisierten Menschen erforschen, und so urteilt sie, daß das Sterbenmüssen zur Natur des Menschen gehöre,aber verkennt so notwendig den Menschen als seiner Idee.

So wie die Wahrheit des Kreises seine mathematische idee ist und nicht die Kreise, wie sie im Rechenunterricht von den Schülern gezeichnet werden,so ist auch die Idee des Menschen seine Wahrheit und nicht seine durch den Sündenfall depravierte Erscheinungen!Es ist so der wirkliche Mensch von dem wahren, das ist seine Idee und die Wirklichkeit von ihrer Wahrheit zu unterscheiden. Das markiert eine Grenze der Naturwissenschaften.

Soweit meine vorläufigen Gedanken zu dieser Causa.





Donnerstag, 29. Januar 2026

Ist die christliche Religion privatistisch oder doch auch politisch?

 

Ist die christliche Religion privatistisch oder doch auch politisch?



Faktisch fällt die Antwort auf diese Frage einfach aus: Wem eine politische Position der Kirche zusagt,der fordert eiine politische Kirche, wem sie mißfällt, fordert eine auf eine ihre Kernaufgabe sich konzentrierende Kirche, die so unpolitisch sein solle. Statt politisch solle sie sich auf das Jenseitige kaprizieren, um der Politik die Weltgestaltung zu überlassen, oder sie soll sich auf den Einzelnen focussieren, auf den Privatmenschen mit seinen existenziellen Fragen. Der Glaube seie eben ein persönlicher und auch wenn dann sich auch Gläubige zu Gemeinschften zusammenschlössen, blieben es doch privatistische Gemeinschaften, die eben nur für sich ihr Glaubensleben führten.

Aber nun existiert zwischen dem Gäubigen, selbst wenn er ganz privat nur für sich glaubte, etwa das Leben eines Einsiedlers führte und dem Gott, an dem er so privat glaubt, eine gewaltige Differenz. Denn als Christen glauben wir an den Gott, der alles erschaffen hat. und der die ganze Welt auch regiert.Der Gehalt des Glaubens widerspricht zu dem privaten Glauben. Daraus resultiert auch der Missionsauftrag der Kirche, der Welt das Evangelium zu verkünden, um die Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren.

Daraufhin stößt die Theologie auf ein gravierendes Problem: Wie verhält sich die Glaubesaussage, daß Gott nicht nur einst, sondern jetzt auch die Welt regiere, zu dem Faktum, daß in der Welt täglich sehr vieles sich ereignet, was zumindest mit dem uns offenbarten Willen Gottes1 schwerlich als vereinbar beurteilt werden kann. Welche Aufgbe erwächst daraus der Kirche, daß ob der vielen Sünden, die sich in der Welt ereignen, sie nicht einfach sagen kann: „Immer ereignet sich nur das, was Gott will und so ist alles gut, wie es ist!“ Die Formel: „Gott läßt es zu“. Soll diese gewaltige Differenz erklären. Nicht ist damit nun aber gemeint, daß, da Gott all dies ihm Zuwidere zulasse,die Kirche ebenso alles zulassend hinzunehmen hätte. So verfehlte ein Christ seinen Glauben, kaprizierte er sich allein auf sein sittliches Leben, daß er zu sündigen zu vermeiden versucht, aber meint, daß halt die Welt im Argen läge und er sich darum nicht zu kümmern bräuchte, da er nur für sein eigenes Leben zuständig sei, so ein christlicher Individualimus gelebt wird.

Solange das Papstamt mit der Tiara gekrönt wurde, demonstrierte das Papstamt den Regierungsanspruch Gottes über die ganze Welt und daß Gott selbst seine Kirche den Staaten als Übergeordnetes eingesetzt hat, denn in ihr ist der Wille Gottes als erkannter offenbar in der Kraft des Heiligen Geistes. Aber es ist nun doch auch wahr, daß Gott nicht nur unmittelbar sondern auch mittelbar die Welt regiert, durch seine zwei Schwerter, das der Kirche als das geistliche und durch das des Staates als weltliches Schwert. Damit ist gesetzt, daß Gott auf zwiefache Weise mittelbar regiert, und daß so das Eigentümliche des staatlichen Regierens von der Kirche zu respektieren ist. Daraus resultiert nun ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen der Kirche und dem Staate, das aber auf keinen Fall eine unpolitische Kirche erlauben kann. Denn Gott selbst beschränkt sich ja auch nicht darauf, nur im Jenseits, in seinem Himmelreiche zu regieren oder nur zukünftig, am Ende der Geschichte sein Endgericht abzuhalten.

Gott hat den Menschen, als er ihn erschuf, mit einem Gestaltungsauftrag versehen, daß er sich die Welt untertan machen solle und deswegen wollte er auch, daß Adam und Eva Kinder und Enkelkinder und und bekämen, damit so dieser Auftrag erfüllbar wird, Erst in der Folge des Sündenfalles, daß durch ihn der Mensch ein Sterbenmüssender wurde erhielt die Fortpflanzung ja den Zusatzzweck der Gattungserhaltung. Dieser Weltgestaltungsauftrag kann nun nicht einfach als ein bedauerlicher Rest des Alten Testamentes angesehen werden, den man nun ob der Ausrichtung auf das eschatologische Reich Gottes ad acta zu legen hat. Die Konstantinische Epoche ist somit der christlichen Religion gerechter geworden als ein rein privatistisch sich verstehendes Christentum. Erst durch die Aufklärung mit ihrem Säkularismus wurde die Kirche und der christliche Glaube verprivatisiert.

So schwierig nun auch zu sagen ist, wie das Verhältnis der Kirche zur staatlichen Politik zu gestalten sei im Ganzen wie im Detail, so muß doch geurteilt werden, daß die bei uns praktizierte Subordination der Kirche unter die Regierungspolitik eine verkehrte Unterordnung ist. Eines kann aber doch gesagt werden: Da die Kirche weiß, wie der Mensch wirklich ist und weiß, daß er nicht so ist, wie er sein sollte, verfügt sie über einen gesunden Realismus, um Utopismen abzulehnen. In der Maskerade des mündigen Bürgers lebt eben doch nur der „Alte Adam“., dem man in seinen Neigungen zum Bösen bremsen muß eben gerade durch den Staat, und der stets hilfsbedürftig ist, weil er trotz alles Selbstbewußtseins doch stets auch ein schwacher Mensch ist. Daraus läßt sich nun nicht direkt eine politische Praxis ableiten, aber ein Spielfed möglicher poitischer Optionen einzeichnen lassen.Dabei ist die Politik eine Aufgabe der Kirche als Ganzer und nicht zuvörderst die des Einzelchristen.. 

Dies sind  aber nur Vorüberlegungen zu diesem komplexen Thema, so fehlt noch eine Erörterung der Schöpfungsordnungen Gottes, die der Familie mit der Institution der Ehe und die des Volkes mit der Institution des Staates,denn der Erhalt und die Pflege dieser Lebensordnungen gehören gerade zur Kernaufgabe des Staates.  



1Luther unterscheidet sehr stark zwischen dem sich uns offenbart habenden Gott und dem „verborgenen“, dem deus absconditus, der die Welt regiere, aber in dem wir den uns bejahenden Gott nicht recognizieren können.

Mittwoch, 28. Januar 2026

Was ein Unrechtsstaat ist, das ist klar, etwa Rußland, China, der Iran und früher „Nazi-Deutschland“, aber Gewißheit ohne Gott?

 

Was ein Unrechtsstaat ist, das ist klar, etwa Rußland, China, der Iran und früher „Nazi-Deutschland“, aber Gewißheit ohne Gott?


Divergierende Vorstellungen könnten mit diesem Begriff verbunden werden, etwa daß es in einem Staate überhaupt kein Recht gäbe und politisch nur Willkürentscheidungen getroffen werden oder daß das geltende Recht, das positive selbst Unrecht ist oder daß die Politik selbst sich nicht an das geltende Recht hält. Ein Staat ohne jegliches positives Recht ist eigentlich unvorstellbar, zumindest wenn der Staat komplexer aufgebaut ist als daß ein Regierer allein willkürlich alle politischen Entscheidungen treffen könnte.Auch so personalistisch betrachtete politische Systeme wie das Rußlands unter Stalin, China unter Mao und Deutschland unter Hitler werden dieser Vorstellung nicht gerecht, zumal so ideologisch bestimmte Parteien eine Ein-Personen- Willkürherrschaft nicht zulassen, da die Entscheidungsräume durch die jeweilige Staatsideologie limitiert werden.

Für den juristischen Diskurs ist das jeweils geltende Recht der Maßstab, Recht von Unrecht zu unterscheiden, aber ob das Recht auch recht ist,um es mit Kant zu formulieren,ist nach seiner Schrift über den „Streit der Fakultäten“ nicht in der Rechtswissenschaft sondern in der Rechtsphilosophie zu klären.

Wenn also in einem Staate die Entscheidungen gemäß dem dort in Geltung stehenden Recht getroffen würden, wäre dieser Staat ein Rechtsstaat.Das ist nun aber ein contraintuitiver Standpunkt: Ein Staat, der die Tötung jedes Geistigbehinderten forderte, kann nicht als ein Rechtsstaat angesehen werden, auch wenn er dieses Gesetz erlassen hätte und dann Ärzte das Gesetz praktisch umsetzten mit der Begründung, daß sie dem gegebenen Gesetz zu gehorchen hätten.

Es müßte also ein dem positiven Staatsrecht übergeordnetes Gesetz geben, von dem her zu beurteilen sei, ob das geltende Recht recht sei. Diese Funktion könnte das Naturrecht einnehmen, wenn es denn noch als so übergeordnet anerkannt würde und zwar allgemein anerkannt würde. Das ist heute nicht der Fall und selbst innerhalb der Katholischen Kirche wird es so nicht mehr bejaht, ja ist gar in den Ruf geraten, nur noch eine Meinung conservativ gesonnener Katholiken zu sein.

Es bleibt dann als ein Ausweg nur noch die Menschenrechte, daß also das positive Recht an dem Menschenrechten zu überprüfen sei, ob es denn auch wirklich recht sei. Das evoziert aber sofort die Kritik, was das für Staaten bedeute, die die Menschenrechte nicht als so übergeordnet anerkennen, etwa islamische Staaten oder evtl auch sich konfuzianisch verstehende Staaten, wie es jetzt wohl in China der Fall ist. Erstmal sind die Menschenrechte ja nur eine moralische Anforderung an einen Staat, dem gemäß sein positives Recht zu gestalten, aber selbst verbindlich werden die Menschenrechte ja erst für einen Staat, wenn er sie selbst in seiner Verfassung anerkennt als die oberste Norm seines Staatsrechtes.

Wenn das Gewissen die Stimme Gottes in uns Menschen wäre, was uns untrüglich sagte, was gut und was nichtgut ist, dann könnte das Gewissen die oberste Instanz sein, aber wenn man darauf schaut, was alles Menschen für mit ihrem Gewissen dann vereinbar ansehen, wird hier mehr als ein Fragezeichen setzen müssen.Faktisch ist das Gewissen ein Reservoir dessen,was man so für anständig und für nichtanständig hält. Die öffentliche Meinung erfüllt im Regelfall das Gewissen als von ihm verinnerlichte.

War anfänglich alles so klar, daß die Frage, was denn einen Unrechtsstaat ausmache, überflüssig erschien, so stehen wir nun vor einem Scherbenhaufen von vormaligen Gewißheiten. Man könnte geneigt sein, auch hier mit Heidegger auszurufen, daß uns da nur ein Gott noch retten könnte. Aber was nützte uns Gott, wenn die große Mehrheit der Staatsbürger nicht daran glaubt, daß für uns Gott so erkennbar wäre, daß wir wüßten, was Gottes Wille wirklich ist?





Dienstag, 27. Januar 2026

Ein deutscher Bischof klärt auf: Was ist die Aufgabe der Theologie?

 

Ein deutscher Bischof klärt auf: Was ist die Aufgabe der Theologie?



Die Jahresversammlung des Katholisch-Theologischen Fakultätentags war aus der Sicht des Bischofes Gerber aufklärungsbedürftig, daß hier ihr die Aufgabe der Theologie vor Augen gestellt wird.1 Der geneigte Leser möge bitte einen Augenblick jetzt innehalten, um zu überlegen, was wohl die Aufgabe der Theologie sei.

Die bischöfliche Antwort besticht nun in ihrer Klarheit: „Gerber verwies dabei auf die Würde des Menschen als unverfügbare Grundlage der universal geltenden Menschenrechte. "Wir befinden uns zu Beginn des Jahres 2026 weiter in einer Phase massiver Umbrüche", sagte der Bischof. Vor diesem Hintergrund stelle sich neu die Frage, auf welcher Grundlage Menschenrechte und Völkerrecht eingefordert werden können.“

Das Problem unserer Zeit sei also, wie die „Würde des Menschen“ und die“universal geltenden Menschenrechte“ in der aktuellen Krisenzeit begründet werden können. Diese Menschenwürde würde nicht überall anerkannt, bzw es würde in der politischen Praxis gegen sie verstoßen, auch wenn sie rhetorisch anerkannt würde.

Daraus resultiert nun die Aufgabe der Theologie! „Menschenrechte seien kein historisches Nebenprodukt. Sie seien vielmehr Ausdruck einer von Gott begründeten Menschenwürde“. Eigentlich gelten ja die Menschenrechte, bzw die Menschenwürde selbst als das Fundament der westlichen, bzw aufklärrischen Kultur und bedürfen als die Grundlage nun nicht selbst noch einmal einer Fundierung durch ein anderes Fundament.Allerdings wird der fundamentalistische Charakter der Menschenrechte und Menschenwürde auch energisch in Zweifel gezogen, man vergleiche dazu die sehr gediegene Studie Alain de Benoist: „Kritik der Menschenrechte. Warum Universalismus und Globalisierung die Freiheit bedrohen“ und so ruft dieser Bischof dem Fakultätentag zu: „Eure Aufgabe ist die Begründung der Menschenwürde als universal zu Bejahendes.“

Die Aufgabe der Kirche in Wort und Tat sei so die Verkündigung der Menschenwürde und der Menschenrechte, die Aufgabe der wissenschaftlichen Theologie die der Letztbegründung dieser Größen.Wie nun aber etwas universalistisch gelten Sollendes durch den Glauben an einen Gott, der die Welt und die Menschen erschuf, letztbegründet werden kann, da doch nicht alle diesen Gottglauben teilen und auch nicht alle Religionen und die Katholische Kirche erst seit dem 2.Vaticanum,bleibt hier völlig ungeklärt.Die französische Version verzichtet, lehnt sogar Gott als Letztbegründung ab, da für sie nur eine nur vernünftige Begründung eine universalisierbare ist.

Aber nun muß noch eine andere Frage gestellt werden: Wie verhält sich denn der Gott Jesu Christi selbst zu den Menschenrechten? Der Sohn Gottes belehrt uns über Gottes Endgericht so: Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet, wer nicht glaubt, wird verdammt werden!“ Diese Aussage ist nun unvereinbar mit den Menschenrechten, denn gemäß ihnen darf Gott in seinem Gericht keinen Menschen nach seinem Glauben bzw Unglauben be- oder gar verurteilen! Gott müßte die Religion des zu Beurteilenden gleichgültig sein,denn kein Mensch dürfe ob seiner Religion diskriminiert werden. Alle Aussagen der hl. Schrift über die Bedeutung des Glaubens in Hinsicht auf Gott selbst müßten gestrichen werden, da in ihnen Gott die Unläubigen diskriminiere.

Die Würde des Menschen muß als etwas rein Objektives gedacht werden und so kann auch Joh 1,10ff nicht mehr kritiklos zitiert werden: „Er (Jesus Christus) war in der Welt und die Welt ist durch ihn gemacht,aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum;und die Seinen nahmen ihn nicht auf.Wie viele ihn aber aufnahmen,denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinem Namen glauben.“ Hiermit wird ja eindeutig gesagt, daß nur die Christgläubigen „Gottes Kinder“ sind, ja sie werden erst durch ihren Glauben dazu.So eine Diskriminierung der Nichtgläubigen ist aber unvereinbar mit den Menschenrechten. Es hätte nämlich heißen müssen: Im Glauben erkennen die Gläubigen, daß jeder Mensch ein „Kind Gottes“ist!

Wendet man sich dem Kontext der Französischen Revolution zu, so ist klar, daß ob der innerchristlichen Religionskriege des 17. Jahrhundertes um des Friedens willen die christliche Religion verprivatisiert werden sollte, damit die Vernunft stattdessen das neue Fundament der modernen Gesellschaft bilden sollte, daß als die neuen Prinzipien die Emanzipation von der christlichen Religion und der Kirche sind.

Das Fundament der modernen Gesellschaft, in dem die Emanzipation von der Religion vollzogen worden ist, nun wieder theologisch letztbegründen zu wollen, kann man nur als eine Absurdität bezeichnen, sollten die Menschenrechte doch auch den Menschen von den Geboten Gottes und nicht nur von denen der Kirche befreien.


1 Kath de, 23.Jänner 2026: Bischof Gerber betont gesellschaftliche Relevanz der Theologie

Montag, 26. Januar 2026

Eine Verschwörungstheorie wider den US- Präsidenten aus dem Hause „Communio“ oder ein katholisches Märchen

 

Eine Verschwörungstheorie wider den US- Präsidenten aus dem Hause „Communio“ oder ein katholisches Märchen



Der „Communio“ - Artikel „Teile und herrsche: Darum fördern die USA Europas Nationalisten vom 21.Jänner 2026 beginnt wie ein Märchen, wie drei große Männer als Freunde des Friedens das friedliebende Europa gründeten. So ließt sich das: „Es waren nicht zufällig drei überzeugte Katholiken – Konrad Adenauer, Robert Schuman, Alcide de Gasperi – die vor 75 Jahren die Grundlagen für die europäische Einigung gelegt haben, weil sie verstanden dass von Kooperation und Gemeinwohlorientierung auf Dauer alle mehr profitieren als von Abschottung und Konfrontation.“

Ach, wie prosaisch nimmt sich da die Wirklichkeit aus: Deutschland kleinhalten, Russland rauszuhalten, Amerika reinzuhalten.Die Nato-hat die Aufgabe, die Russen aus Europa herauszuhalten, die Deutschen und die Amerikaner drinnen zu halten. Dieses Prinzip wurde von Lord Hasting Imay,dem ersten Generalsekretär der Nato formuliert und ist ein zentrales Konzept der Nato-Strategie.“ (Ki generiert)

Das Wunder der deutsch- französischen Aussöhnung war nicht das Resultat grenzüberschreitender katholischer Frömmigkeit, sondern Frankreich band damit Westdeutschland ein in die gemeinsame Gegnerschaft gegen Ost-europa, den sozialistischen Staaten. Die „Europäische Wirtschafts-gemeinschaft“ , später in die EU umfirmiert fungiert dabei als das ökonomische Fundament des Militärbündnisses der Nato. Diese Versöhnung war somit zugleich die Feindschaftserklärug gegen Ostdeutschland und somit keine Versöhnung mit Deutschland, sondern nur mit Westdeutschland, das zu einem Frontstaat gegen den Osten ausgebaut werden sollte.

Die EWG war nur von westeuropäischen Staaten gegründet worden, aber von Anfang an in der Intention, alle osteuropäischen Staaten in sie zu integrieren, sodaß deren eigene Wirtschaftsgemeinschaft dazu aufgelöst werden sollte. Nicht der Wille zu einer „Kooperation“ und eine „Gemeinwohlorientierung“ verhinderte so eine Neuauflage eines Versaier Diktatfriedens sondern die gemeinsame Feindschaft wider den Osten und gegen Rußland.

Erst durch diese NATO- Doktrin, Rußland herauszuhalten, entstand das Märchen von der Nichtzugehörigkeit Rußlands zu Europa. Zu den Zeiten der „Heiligen Allianz“ Preußens,Rußlands und Österreichs“ wider den französischen Revolutionsvirus wäre niemand auf den Gedanken gekommen, daß Rußland kein europäisches Land sei!

Der Kanzler Adenauer wurde ob seiner Außenpolitik als ein „Kanzler der Allierten“ kritisiert, zu recht.Daß er 1952 die Offerte Rußlands verwarf, daß wir Deutschen uns wiedervereinigen könnten unter der Bediingung einer außenpolitischen Neutrlität, muß wohl als eine der größten Fehlleistungen der westdeutschen Politik angesehen werden. Dem CDU Kanzler war aber die Westintegrtion und damit der Konfronttionskurs auch gegen Ostdeutschland wichtiger als unsere deutschen Interessen.

In der EWG hörten nun natürlich die Interesensgegensätze zwischen den einzelenen Staaten nicht auf, sie wurden nur zurückgestellt ob der gemeinsamen Feindschaft gegen den Osten. Jetzt, wo dieser Feind besiegt und die NÁTO direkt vor den Grenzen Rußlands stehen, ist dieser Feind entmachtet, auch wenn er in der Ukrine noch ein Rückzugsgefecht führt.Deswegen revitalisieren sich nun wieder die nationalen Interessengegensätze. So erzählt Bundeskanzler Kohl ja in seinen Memoaren, wie vehement Frankreich und England die Wiedervereinigung Deutschlands zu hintertreiben versuchten. Auch kann man sich darauf verlasen, daß von der EU beschlossene Boykotmaßnahmen zuvörderst die deutsche Exportindustrie schädigen.

Was für eine Verschwörungstheorie serviert uns dazu nun aber dieser „Communio“- Artikel? Ein zerstrittener Kontinent nützt der Trump-Regierung. Gerade Konservative müssen verstehen, dass es jetzt auf das Gemeinwohl ankommt.“ Wenn der katholische Kanzler Adenauer gemeinwohlorientiert gehandelt hätte, also für das Deutsche Volk Politik gemacht hätte, dann hätten wir schon in den 50 Jahren eine Wiedervereinigung erlebt und hätten keinen Krieg befürchten müssen, in dem wir Deutsche auf beiden Seiten der Front gestanden hätten.

Aber die Trumpregierung braucht gar keine Intrigen zu spinnen, denn jetzt, wo der Feind fast besiegt ist, revitalisieren sich nur die vordem zurückgestellten Interesengegensätze zwischen den einzelnen Völkern Europas. Jede Nation denkt jetzt wieder für sich selbst gemeinwohlorientiert, nur wir Deutschen spielen die Kosmopolitischen:

Gemäß der Ordnung der Liebe (Thomas von Aquin) heißt das, daß für unsere Politik die Ausrichtung an unseren Volksinteressen den Vorrang hat und dazu paßt ein Konfrontaionskurs wider Rußland überhaupt nicht. Der begabteste deutsche Politiker, Otto von Bismarck erfaßte es so: Wenn wir uns gegen Rußland stellen und Rußland gegen uns, dann hat das für unsere beiden Völker nur die schlimmsten Folgen! Kulturell paßt Deutschland nach dem Urteile Thomas Manns in seinem genialen Werk: „Betrachtungen eines Unpolitischen“ auch nicht in das Westeuropäische. Dies Werk ist sicher das Beste, was je über Deutschland verfaßt worden ist!

Den Antipol offeriert uns der Grünen Politiker J. Fischer in seinem antideutschen Opus: „Risiko Deutschland“: M.Sattler erfaßt so das Zentralanliegen dieses antideutschen Konzeptes der „Grünen“: „Wichtigster Mechanismus, um das außenpolitische >Risiko Deutschland< zu minimieren, ist nach Fischer die EU. Den Deutschen ihre Selbstbestimmung zu entziehen und die Macht in Deutschland auf eine von den Deutschen nur noch sehr indirekt kontrollierbare Institution zu verlagern, ist für ihn die wichtigste Voraussetzung, die vermeintliche Gefahr, die von den Deutschen für den Rest der Welt ausgeht, endgültig einzudämmen.“1 Dieser Grünenpolitiker hat eben klar die Intention auch der EU, nicht nur der Nato erkannt, uns Deutsche klein zu halten. Eine gemeinwohlorientierte Politik würde also unseren Austritt aus der NATO und der EU verlangen.





1Zitiert nach: https://www.pi-news.net/2012/10/die-fischer-doktrin-einhegen-und-verdunnen

Sonntag, 25. Januar 2026

Über einen nicht erörterten Zusammenhang zwischen dem Freitod und der Vorstellung vom Tod(sein)

 

Über einen nicht erörterten Zusammenhang zwischen dem Freitod und der Vorstellung vom Tod(sein)



Die These dazu:Der Entscheidung zum Freitod liegt ein expliziertes oder impliziertes Verständnis von dem, was es heißt, tot zu sein zugrunde,das eine gravierende Bedeutung für diese Entscheidung hat.

Der Begriff des Freitodes wird hier bewußt verwendet, da die Materie der Moraltheologie freiwillig gewollte und auch vollzogene Taten und Unterlassungen sind, wobei dann es der Einzelfallprüfung vorbehalten ist, zu prüfen, ob Gründe vorliegen, die die Verantwortlichkeit für die Tat einschränken oder gar aufheben können.

Ein Tableau:

Es gibt kein Leben nach dem Sterben, das heißt: Das Todsein ist ein Nichtzustand, sodaß er weder als etwas Gutes noch etwas Negatives erlebt werden kann.

Es gibt ein Leben nach dem Sterben, daß heißt: Das Todsein wird als etwas Positives oder Negatives erlebt.

Wenn es ein Leben nach dem Sterben gibt, dann kann entweder der gewählte Freitod auf das Wie des Lebens nach dem Tode einen Einfluß haben oder nicht, wobei es hier auf die Meinung dazu ankommt.



Wer sich das Leben nehmen will, erhofft sich, daß das Todsein, wie immer er sich es vorstellen mag, ein besserer Zustand für ihn bedeuten wird als ein Weiterleben.

Wenn es kein Weiterleben nach dem Sterben gibt, dann wird das Todsein als „Zustand“ gedacht, in dem weder Glück noch Leid erfahren werden kann. Für den, der für sein Leben nur noch oder fast nur noch Leid erlebt und der nicht mehr an eine Verbesserung glaubt, ist das Todsein so ein verbesserter „Zustand“,vergleichbar mit einem Geschäft, das zugesperrt wird, weil der Inhaber keine Gewinne mehr sondern immer nur noch mehr Schulden zu machen erwartet. Das Todsein erscheint als eine „schwarze Null“ zwischen der Option, nur noch „rote Zahlen“ zu schreiben und der,, schwarze Zahlen“, Gewinne zu schreiben.

Wenn es ein Leben nach dem Sterben gibt, wenn das geglaubt wird, aber gemeint wird, daß die Wahl des Freitodes auf die Qualität des Danachlebens keine Auswirkung hat, kann der Freitod gewählt werden, wenn geglaubt wird, daß das Todsein ein für den Menschen ein guter Zustand ist, etwa er in einem Paradiese leben wird.Wird dagegen der Zustand als ein Weiterleben wie in einer „Unterwelt“, als Hades geglaubt,dann wird eher ein Weiterleben der Selbsttötung gegenüber bevorzugt, da dies Weiterexistieren nach dem Sterben als negativer als das jetzige Leben erwartet wird.

Wird aber davon ausgegangen, daß der Freitod eine Auswirkung auf die Qualität des Danachlebens hat, dann in der Weise, daß dann das Danachleben durch diese Tat eine negative wird, christlich, das Fegefeuer oder die Hölle erhält, dann wird ein Freitod nicht vollzogen, da ja durch ihn eine deutliche Verschlechterung für den Täter eintreten würde, ewig in der Hölle zu sein.

Zu vermuten ist, daß der Freitod gewählt wird, wenn entweder geglaubt wird, daß es kein Danachleben mehr geben wird und ein Negativleben dann besser ist als ein Nullleben oder daß geglaubt wird, daß der Freitod keine Auswirkung auf die Qualität des Danachlebens haben wird und dies Danachleben als ein besseres dem jetzigen gegenüber bevorzugt wird.



Damit wird bestritten, daß die Option des Freitodes an sich immer eine irrationale,unüberlegte sei, denn erst der Vorstellungskomplex, wie er hier in diesem Tableau expliziert wird, macht die Qualität dieser Entscheidung aus,ob sie in dem jeweiligen Kontext sinnvoll oder irrational ist. Wer etwa glaubt, daß jeder Freitod eine schwere Sünde ist, sodaß er mit der ewigen Verdammnis rechnen muß,beginge er einen Freitod,handelte völlig irrational. Wer dagegen sein Leben beendet wie man ein Geschäft schließt, das nur noch rote Zahlen schreibt,handelt nicht irrational,wenn er den Tod sich vorstellt als eine schlichte Negation des Lebens.Das Aber wer an Gott glaubt, kann sich inmer noch für die Option des Freitodes entscheiden, wenn er meint, daß Gott ob seiner bedingungslosen Liebe zu ihm, diese Tat nicht als eine Sünde anrechnen wird,sodaß er auch dann noch in das ewige Leben eingehen wird.





Samstag, 24. Januar 2026

Eine ökomenische Selbstverständlichkeit, daß die Katholische Kirche die Taufen in allen evangelischen Kirchen anerkennt – eine Irritation

 

Eine ökomenische Selbstverständlichkeit, daß die Katholische Kirche die Taufen in allen evangelischen Kirchen anerkennt – eine Irritation



Die Internetseite der Evangelisch-Reformierten Gemeinde München I gibt eine klare und vielleicht doch nicht klare Antwort darauf, was sie unter der Taufe versteht. Hier der vollständige Text: „Unsere Kinder sind uns anvertraut, sie sind ein Geschenk Gottes!Gott liebt uns und schenkt uns unser Leben. Das feiern wir mit der Taufe – sie ist das sichtbare Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen.Wir taufen Kinder und Erwachsene –  im Sonntagsgottesdienst, auf einem Berg oder an einem See.“

Daß Gott uns Menschen, uns alle liebt, wird hier als eine objektive Tatsache verstanden.Weil Gott alle Menschen liebt,liebt er auch „unsere Kinder“.Die Taufe zeigt somit nur an, was dem Getauftwerdenden objektiv unabhängig von der Taufe gilt. Darum kann sie sowohl Kleinkindern gespendet werden wie auch Erwachsenen, da ein Mensch, solange er nicht getauft wird, nichts fehlt,das ihm dann erst durch die Taufe vermittelt wird. Jesus Christus braucht bei diesem Taufverständnis nicht erwähnt werden, da ja der Glaube, daß Gott jeden Menschen liebe, schöpfungstheologisch begründet wird. Jeder Mensch sei ein Geschenk Gottes.

Wenn also weder der Spender der Taufe noch im Falle der Getauftwerdende glaubt, daß die Taufe etwas vermittelt sondern nur bezeichnet, was jedem Menschen gälte,kann das dann noch als eine gültige Taufe angesehen werden? Es fehlt ja hier die Intention, die „unum baptisma in remissionem“ zu spenden, da von ihr nicht geglaubt wird, daß sie um der Vergebung der Sünden willen gespendet wird.

Auf der Internetsauftrittsseite der Evangelisch- Reformierten Gemeinde Erlangen heißt es zur Taufe:

Durch die Taufe wird ein Mensch unter den Segen Gottes gestellt und in die Gemeinschaft der christlichen Gemeinde aufgenommen. In unserer Kirche werden sowohl Kinder als auch Erwachsene getauft.Die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer (Matthäus 3,13-17; Markus 1,9-11; Lukas3,2lf.; Johannes 1,32-34) ist der historische Ausgangspunkt der christlichen Taufpraxis.“

Das Getauftwerden ist also eine pure Segenshandlung mit dem Zusatz, daß so der Getaufte in die Kirche aufgenommen wird. Das heißt, daß die Taufe kein Sakrament ist und auch nicht als solches gespendet wird.Auch hier gilt, daß einem Menschen kein Nachteil erwächst dadurch, daß er erst als Erwachsener und nicht schon als ein Kind getauft wird. Schließlich werden ja am Ende auch des reformierten Gottesdienstes die ganze Gemeinde gesegnet und abgesehen von dem Gewinn einer Kirchenmitgliedschaft vermittelt der Segen der Tauffeier nichts was nicht auch jeder Segen vermittelt. 

Es existiert heute faktisch in den reormierten Gemeinden kein einheitliches Taufverständnis, der Freiraum ist da für die Gemeinden beachtlich.

Man kann nicht umhin: Es muß erlaubt sein, hier die Gültigkeit der Taufe in Frage zu stellen.

Im Hintergrund steht die Theologie Karl Barths, der eine Umformung der Sakramentnlehre forderte, daß sie keine Gnadenmittel mehr sein sollen, sondern die Ethik als die Antwort des Menschen auf seine Annahme durch Gott.daß er nun als Christ leben wolle. Daraus ergab sich sein Nein zur Unmündingentaufe. Der Ausgang der innerreformierten Kontroerse: Man stellte es den Eltern frei, ob sie ihre Kinde als Kleinkind oder mündig taufen ließen. Das Taufsakrament wurde dazu entsakramentaliert, es ist ein bloßes Zeichen, das nichts mehr bewirkt, nur etwas anzeigt. was unbhängig von der Taufe schon Wirklichkeit isrt außer daß es ein Aufnahmeritual in die Kirche ist.    



Freitag, 23. Januar 2026

„Jeder weiß, was für sich selbst das Beste ist!“ Eine populäre Weisheit - und warum gibt es dann eine Offenbarung Gottes?

 

Jeder weiß, was für sich selbst das Beste ist!“ Eine populäre Weisheit - und warum gibt es dann eine Offenbarung Gottes?


Diese Weisheit ist dann noch zu ergänzen mit: „Wenn dann jedem der Freiraum eingeräumt wird,das zu realisieren und er dabei nicht die Entfaltung der Nächsten behindert, wird es allen gut gehen, weil jeder so für das ihm Gute realisiert. Das Gegenmodell dazu bezeichnet der Aufklärungsphilosoph alsDespotismus“. In seiner Schrift: „Über den Gemeinspruch:Das mag in der Theorie richtig sein“ schreibt er in dem 2.Kapitel: „Vom Verhältnis der Theorie zur Praxis im Staatsrecht:

Eine Regierung ,die auf dem Prinzip des Wohlwollens gegen das Volk als eines Vaters gegen seine Kinder errichtet wäre,d.i.eine väterliche Regierung (imperium paternale),wo also die Untertanen als unmündige Kinder,die nicht unterscheiden können,was ihnen wahrhaftig nützlich oder schädlich ist,bloß passiv zu verhalten genötigt sind,um,wie sie glücklich sein sollen,bloß von dem Urteile des Staatsoberhauptes und daß dieser es auch wolle,bloß von seiner Gütigkeit zu erwarten:ist der größte denkbare Despotismus.“

Wird nun diese Aussage Kants seiner polemischen Sprache entkleidet, heißt das,das der Despotismus in der Regierung besteht, die weiß,was das Gute für das Volk und seine Einzelbürger ist und die von den Regierten das Vertrauen erwartet, daß die Regierung weiß, was das Gute ist und es auch realisieren will. Der Bürger gesteht dabei ein, das selbst nicht zu wissen.

Aber mit Kant protestiert jeder aufgeklärte Bürger gegen solch einen paternalistischen Despotismus. Aber bevor nun jeder Leser Kant zumindest in diesem Punkte zustimmt, stelle ich dazu eine einfache Frage: Warum erlaubt dann nicht unser Staat einen uneingeschränkten Drogenkonsum, da doch jeder mündige Bürger selbst für sich entscheiden könne, ob für ihn Drogen etwas Gutes oder Nichtgutes sind? Das ist im Geiste der Aufklärung doch ein purster Despotismus! Oder daß der Staat ein Mindestlohngesetz verabschiedet hat, statt jedem Arbeitnehmer selbst entscheiden zu lassen, für wie wenig Geld pro Stunde er zu arbeiten bereit ist – ist das dann nicht auch purster Despoitsmus? Faktisch würden dann alle staatlichen Schutzbestimmungen despotische sein, selbst die Anschnallpflicht für Autofahrer.

Wenn nun aus theologischer Sicht nachgefragt wird, wozu wir Menschen den Gottes Offenbarung zu unserem Heile notwendig gehabt hätten, gibt uns Kant eine erfrischend klare Antwort: Sie ist nicht notwendig, denn kraft der Vernunft könne jeder Mensch das zu seinem Heile Notwendige selbst erkennen, sodaß eine Offenbarung entweder das nun schon durch die bloße Vernunfttätigkeit Erkannte wiederholen würde oder Überflüssiges, wenn nicht sogar Unwahres lehren würde. Die völlige Emanzipation des Menschen von der Kirche ist eben das Primärziel der Aufklärung. Wenn nun ein Staat im Geiste der Konstantinischen Epoche im Hören auf die Kirche weiß, was das Gute für das von ihm regierte Volk und jeden Einzelnen ist, ist dann im Sinne der Aufklärung eine besondere Unart des kirchlichen Despotismus. (Zu Kants Zeiten gab es ja noch keine politischen Ideologien, die wenn sie zur Staatsideologie avancierten, despotisch regierten.)

Wenn nun wirklich jeder wüßte, was für ihn selst das Gute sei, weiß er denn damit auch schon, was für das Ganze, das Volk, dem er angehört, die Gemeinschaft das Gute ist? Faktisch reduziert sich die parlamentarische Demokratie darauf, daß der Wähler von einer politischen Partei aufgestellte Kandidaten in Parlamente wählt, hoffend, daß sie dann da gut regieren oder opponieren werden,um dann die Gewählten in der Folgewahl zu bestätigen oder nicht wieder zu wählen. Dem Wahlvolk wird so nur die Kompetenz zugeschrieben, zu entscheiden, welcher Partei oder welchen Kandidaten er vertraut und wem nicht.

Das läßt nun den Verdacht aufkommen, daß die Kompetenz des mündigen Bürgers sich auf sein Privatleben limitiert und er nur Sorge tragen solle,daß die Politik diesen Freiraum möglichst wenig einschränkt. Damit wird die Idee, daß die Gemeinschaft selbst als Ganzes sich Ziele setzt und daraufhin sich entwickeln soll, aus. Es existieren da nur noch Einzelmenschen, die möglichst ungestört von den Anderen ihr eigenes Leben führen wollen. Der Mensch, als Zoon politicon angelegt, verprivatisiert sich so vollständig. Für die Institution der Kirche heißt das, daß sie auf jeden Anspruch, daß in ihr die Wahrheit präsent ist in der Kraft des Heiligen Geistes verzichten müsse,um zu gewährleisten, daß jedes Mitglied das ihm jeweils Genehme glaubt und praktiziert.


Donnerstag, 22. Januar 2026

War das Urchristentum ein Haufen von Fälschern, Betrügern und Werbefachleuten?

 

War das Urchristentum ein Haufen von Fälschern, Betrügern und Werbefachleuten?


Auf diese Frage kann es nur ein eindeutiges „Nein“als Antwort geben und doch ist dieses „Nein“ eines auf einem wackeligen Fundament fußendes.Man möge sich bitte dies Szenario einmal vorstellen:Irgendwo in Deutschland kommt es zu einer Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters zwischen Ludwig Müller und Peter Maier. Ich wäre fest davon überzeugt, daß für dieses Amt nur der Kandidat Maier in Frage käme. Kurz vor dem Wahltag lancierte ich diese Meldung in die Lokalpresse: Ein kleines Mädchen sei von der Brücke in den Rhein gestürzt, Herr Maier hätte seinen Wintermantel abgeworfen und wäre sofort hinterhergesprungen, um das Mädchen aus den eisigen Fluten zu retten. Am rettenden Ufer angekommen, das Mädchen in seinen Armen bergend, erklärte er: Das sei doch selbstverständlich, daß er da rettend eingegriffen hätte! Ich kommentierte dann: Kann es einen besseren Bürgermeister geben!!!


Nun frägt sich sicher jeder Leser, was diese erfundene Wahlkampfgeschichte mit dem Urchristentum gemein haben solle. Zu recht. Die heutige Bibelwissenschaft behauptet fast einmütig, daß Jesus von Nazareth nie ein Wunder gewirkt habe, es sei denn es sei naturwissenschaftlich oder psychologisch erklärbar als ein weltimmanentes Ereignis, daß es so kein Wunder gewesen sei.

Wie wird das nun wissenschaftlich bewiesen? Zwei dogmatische Setzungen werden dazu präsumiert: Erstens Jesus war nur ein Mensch, der so nur das vollbringen könne, was jedem Menschen möglich sei.Zweitens: Auch Gott könne oder wolle keine Wunder zugunsten von Jesus, daß er so legitimiert würde, wirken. Deswegen sind alle Wunder, von denen die Evangelien berichten, nachösterliche Erdichtungen. Man könnte nun diese Phantasietätigkeit im Urchristentum evtl so rekonstruieren:Bekannten die Gemeinden ursprünglich, daß Gott den Jesus am dritten Tage von den Toten auferweckt hätte, Jesus also passiv bei diesem Ereignis sich verhalten hätte, dann wandelte sich dies Bekenntnis zu dem, daß er am dritten Tage auferstanden sei, er also selbst aktiv seinen Tod überwand. Darauf sei sein Vermögen, dies Wunder des Auferstehens aus seinem Todsein in sein vorösterliches Leben zurückprojiziert worden: Er habe von Anfang an Wunder gewirkt.

Die Wunderschichten wurden dann um der Mission willen erdichtet,daß dieser Jesus nun wirklich durch seine Wunder sich hinreichend als der Gesalbte Gottes bzw der Sohn Gottes legitimiert habe. Als Mose Gott frug, wie er sich denn seinem Volke gegenüber und dem Pharao gegenüber als ein von Gott wirklich Gesandter legitimieren könne, da sagte Gott ihm zu, daß er das könne,indem er Wunder vollbringen werde, die kein Mensch ohne Gottes Hilfe bewirken könne.Die erzählten Wunder sollten so der Legitimation Jesu dienen, daß er wirklich der Sohn Gottes sei. Die Frage, warum dann nicht Gegner der christlichen Religion nachgeforscht haben, ob dieser Jesus denn tatsächlich an den angegebenen Orten diese Wunder getätigt habe, von denen dann alle in der Nähe des Tatortes erzählt haben sollen, wird jetzt nicht erörtert, auch wenn es offensichtlich ist, daß all diese Wundererzählungen leicht als pure Phantasieprodukte entlarvt worden wären,weil niemand an den angegebenen Orten von diesen erzählten Ereignissen etwas wissen konnte.

Sondern es wird nach der Moralität der Urgemeinden gefragt, in denen all diese Wundergeschichten nachösterlich erfunden worden seien.

Was soll man von Menschen halten, die Jesus von Nazareth als den Messias glaubten und die dann so viele Geschichten sich erphantasierten, um ihren Glauben anderen gegenüber glaubwürdig zu machen,die aber selbst ohne solche Wundererzählungen selbst zum Glauben gekommen sind?

So meinen die meisten Exegeten, daß die Jungfräulichkeit Mariae, ja alle Kindheitsgeschichten sich ebenso der Phantasietätigkeit der Urgemeinden verdanke, daß selbstverständlich das Protoevangelium des Jakobus fast nichts Wahres über die Mutter Gottes uns berichte, daß da ein Autor, da er nichts Gewisses über die Mutter Jesu wußte, all dies sich erdichtet habe!

Stand am Anfang dieser Entwickelung Luther mit seiner rabiaten Kirchenkritik, daß die Kirche das wahre Zeugnis der Bibel verfälsche, so wird nun auch die Bibel als das Fundament der christlichen Religion destruiert, da fast alles,was die Evangelien über Jesus erzählen fromme Erdichtungen sind.

Aber wie skrupellos müssen die dichterisch Talentierten in den Urgemeinden gewesen sein, wenn sie so vieles erdichteten, um diesen Jesus erfolgreich als den Sohn Gottes verkaufen zu können! Da könnte jeder Werbefachmann ja noch von ihnen lernen!

Aber wie unsolide ist das Fundament dieser Bibelkritik, daß Jesus keine Wunder habe wirken können, da er nur ein Mensch gewesen sei und daß auch Gott nicht ihn durch Wunder als den Messias beglaubigen hätte können!

Ist Gott denn nicht allmächtig und so auch sein Sohn!

Mittwoch, 21. Januar 2026

Kath de räumt auf mit: „Außerhalb der Kirche kein Heil“ - extra ecclesiam nullus salus

 

Kath de räumt auf mit: „Außerhalb der Kirche kein Heil“



In einem ein paar Minuten währenden Video :Kommen nur Katholiken in den Himmel? katholisch erklärt.“ vom 18.Jänner 2026 liquidiert Kath de (fast)die gesamte katholische Theologie. So wird dieses mit dieser Aussage des hl, Cyprian aufgeworfene Problem gleich drastisch verzeichnet: "Außerhalb der Kirche kein Heil": Dieser Satz sorgte in der Geschichte der katholischen Kirche für viele Fragen – und schwere Fehler. Kommen etwa nur Katholiken in den Himmel. Redakteurin Carina Adams erklärt, wie das Verständnis heute aussieht.“

Diese Aussage führte zu schweren Fehlern der Kirche. Im Video wird das dann konkretisiert: Es führte zu einem Missionseifer. Jeder Kath de Leser assoziiert mit der „Mission“ spontan eine Parole, die nur von den notwendigen innerkirchirchlichen Reformen ablenken soll und die mittelalterlich Nichtchristen oder gar schon Nichtkatholiken den einzig wahren Glauben aufzwängen wollte.Besonders verabscheuungswürdig sei die Praxis der Nottaufe gewesen, daß Kinder, die drohten, kurz nach der Geburt zu sterben, während ihrer Geburt, schon außerhalb der Mutterleibes zu taufen ob des (Irr-)Glaubens der Heilsnotwendigkeit der Taufe, (die aber leider Jesus selbst im 3,Kapitel des Johannesevangeliums im Gespräch mit Nikodemus lehrte). Diese Praxis sei unhygenisch und könne dem Kinde so sehr schaden.

Aber das 2.Vaticnum habe all dem ein Ende gesetzt, denn nun lehre die Kirche, daß jeder Mensch in den Himmel kommen könne, wenn er nur „guten Willens“ sei. Oder angebotsorientierter formuliert: Gott gewähre jedem Menschen die Mlglichkeit, in den Himmel zu kommen. Eine Verkündigung, gar eine Mission sei dazu aber völlig überflüssig! 1

Der Glaube sei also überflüsig, auch sei es überflüssig, gemäß den Geboten Gottes zu leben und die Sakramente der Taufe, der Eucharistie und der „Letzten Ölung“ ebenso. Die Kirche, die sich einst als Heilsvermittelungsinstitution verstand,ist selbstredend auch überflüssig, es reiche völlig aus nach dem Prinzip: Ich habe es doch gut gemeint“ zu leben. Alles, was dieser Jesus von Nazareth gelehrt hatte, war also ein einziger Irrtum, da er nicht erfaßt hatte, daß der „gute Wille“ allein genüge. Selbst Pelagius, der Feind der Gnadenlehre des hl. Augustins wäre da blaß geworden, wollte er doch sagen, daß jeder Mensch, wenn er wirklich moralisch lebte, Gott wohlgefällig lebte, daß das aber faktisch keiner zustande brächte,sodaß jeder doch auf die Gnade Gottes angewiesen sei. Stattdessen heißt es nun: Das natürliche Vermögen auch des Menschen nach dem Sündenfalle reiche aus, denn was ihm dann doch noch fehlen könnte, das gäbe Gott gratis ihm dazu, wenn er nur täte, was er als Mensch der Sünde an gutem Wollen vollbringen könne.

Nun gehört es doch zur Standardpolemik wider alle nichtliberale Theologie, daß sie durch maßlose Versimplifizierungen die Gehalte der christlichen Religion verunstalte und eben wie alle Rechtspopulisten, auf die hochkomplexen Fragen unserer Zeit nur primitive Antworten geben könne. Aber was für eine Vulgärtheologie offeriert uns denn nun dieses Kath de Video? Es käme allein auf den guten Willen des Menschen an, wohingegen die christliche Religion, die Kirche und alles, was der Herr seiner Kirche, ein gewisser Jesus gelehrt hatte, völlig bedeutungslos sei! Da müssen wir ja Gott sehr dankbar sein, daß er seiner Kirche nach fast 2000 jährigen Irrens im 2.Vaticanum aufgeklärt habe: Alles war ein einziger Irrtum: „ Lebet anständig, mehr wollte ich nie von euch Menschen, nein, es reiche schon der Wille, anständig zu leben“ , denn für Gott zähle der gute Wille allein schon als Tat.



Allerdings ist zu vermuten, daß Wähler der AfD, ganz zu schweigen von deren Parteimitgliedern keine Menschen guten Willens sind, sodaß dann doch die Hölle nicht ganz leer bleiben wird, jetzt circa 25 Prozent aller Wahlberechtigten Deutschlands, in den USA alle Tumpunterstützer und in Rußland, alle die es mit der Russisch-Orthodoxen Kirche halten, denn die stelle sich ja nicht gegen den „Diktator“ Putin. Die Kath de Leserschaft kann so doch aufatmen, denn wer wollte schon mit solchen in den Himmel kommen!!

Zusatz:

Die beste Antwort auf das Problem: „Außerhalb der Kirche kein Heil“ lehrt uns die Gottesmutter selbst in ihrer Bitte: Betet: O mein Jesus, verzeihe und´sere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle in den Himmel, besonders die, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen!

In den Anfängen der Kirche ließen sich Christen zugunsten ihrer ungläubig Gestorbenen taufen, um so für ihr Heil zu wirken. Vgl 1.Kor 15,29. Ob die spätere Entscheidung der Kirche, diese Taufpraxis zu verbieten, eine gute war, kann infrage gestellt werden, nicht aber daß es eine gültige Taufpraxis war, so wie die Beichte bei einem exkommunizierten Priester auch verboten aber nicht ungültig ist.

1Müßte dann die Kirche Deutsclands nicht den Germanenmissionar Bonifatius verurteilen, da er unserern Vorfahren den so ökologisch orientierten Glauben an den BaumgottDonar“ nahm, um uns zur Religion der Naturzertörng, des Baumfällens verführte, wären wir doch mit Odin und Wotan auch ganz gewiß in den Himmel gekommen!