Freitag, 7. September 2018

Zeitgeistopportunismus in der Kirche?

Leicht und manchmal zu eilfertig wird gegenüber der Kirche der Vorwurf des Zeitgeistopportunismus erhoben (und auch der Autor selbst kann sich davon nicht ganz frei sprechen), denn es liegt doch so nahe, a) die wahre Lehre der Kirche vor Augen, b) wahrzunehmen, was heute Theologen und selbst Bischöfe und der Papst sagen und dies c) als Akkommodation an den Zeitgeist zu beurteilen.
So ist es schon mehr als augenfällig, wie nun angesichts des Mißbrauchsskandales in der Kirche und dem Faktum, daß circa 80% der Opfer männlichen Geschlechtes sind (nirgends sonst, wo sexueller Mißbrauch sich ereignet sind die Opfer mehrheitlich männlichen Geschlechtes)  und der eindeutigen Verurteilung der ausgelebten Homosexualität als naturwidriges Verhalten, also als Sünde) Kirchenvertreter und Theologen sich die größte Mühe geben, den Zusammenhang zwischen der homosexuellen Orientierung und den Sexualmißbäuchen zu verschleiern.
Papst Franziskus erklärte so den "Klerikalismus" zum Grund der Mißbrauchsfälle- nicht ungeschickt, da er  so die wahre Tätergruppe aus dem Schußfeld nahm und er darauf setzt, daß mit dem Begriff des "Klerikalismus" eher das Negativbild von conservativ, gar traditionalistsch orientierter Priester assoziert wird, sodaß auch so das linksliberale Milieu mit ihrem Ideal auszulebender Sexualität verdrängt wird.
Vorausgesetzt wird dabei aber, daß die so opportunistisch Agierenden, die wissen daß für die politische Korrektheit Homosexuelle "heilige Kühe" sind, die traditionelle Lehre der Kirche auch in dieser Causa bejahen und trotzdem wider besseres Wissen öffentlich die Unwahrheit sagen. Wie nun aber, wenn so ein unzutreffendes Verständnis vom herrschenden Zeitgeist appliziert werden würde?Es wird dabei doch einfach vorausgesetzt, daß der herrschende Zeitgeist den Akteuren nur etwas rein Äußerliches ist, dem sie sich aber unterwerfen- trotz der Erkenntnis der Unwahrheit dieses Geistes- weil sie sich dadurch Vorteile versprechen, wenn auch nur den, nicht in der Öffentlichkeit angegriffen zu werden, wenn sie die wahre Lehre der Kirche verträten.
Ein einfaches Beispiel im Bereich der Vorbereitung auf theologische Prüfungen. Da sagt der Student, daß der Professor A  dies vertritt zur Erbsündenlehre, der Professor B etwas ganz anderes zur Erbsündenlehre und man so Prüfungen zum Thema der Erbsündenlehre nur gut bestehen könne, wenn man weiß, was der jeweilige Prüfungsprofessor dazu lehrt. Was die Wahrheit dieser Lehre ist, interessiert den Prüfungskandidaten dabei überhaupt nicht, denn er lernt den Stoff nur für die Prüfung. Hierbei bleiben ihm die Lehrmeinung der Prüfer rein äußerlich; er darf nur die Professoren nicht verwechseln und dem Professor A sagen, was Professor B hätte hören wollen als richtige Antwort.
Hier ist der Opportunismus leicht zu leben, weil er gar keiner ist: Ich antworte immer nur so, wie es jeweils der Prüfer hören möchte und kann das auch, weil ich weder eine eigene Meinung zu dem Prüfungsstoff habe noch daß ich wüßte, was denn die wahre Lehre der Kirche dazu ist. Ja, die wahre Lehre kommt hört der Theologiestudent nie, weil er stattdessen nur noch Privatlehren der Professoren doziert bekommt.  Das so aber Angelernte kann dann auch jederzeit reproduziert  werden, wenn es darauf ankommt, in der Öffentlichkeit gut anzukommen. Hierbei übernimmt dann die Öffentlichkeit die Rolle des Prüfers: Was habe ich zu sagen, wenn ich hier gut ankommen will?
Aber ist der herrschende Zeitgeist wirklich so etwas den Einzelnen äußerlich Bleibendes? Ist es nicht vielmehr so, daß, um es in psychologischer Begrifflichkeit zu formulieren, die Gehalte des Zeitgeistes unser Überich, unser Gewissen erfüllen und daß nur so ein Zeitgeist zu dem herrschenden Zeitgeist wird? Der Zeitgeist in uns bestimmt dann, wie wir das, was wir als Realität bezeichnen, sehen. Das Wahrnehmen der Realität ist nicht ein objektives Wahrnehmen, wie die Realität ist, sondern ein Produkt unser interpretierenden Wahrnehmung. Unsere Realität ist immer ein vom Subjekt ausgelegte Realität.
Das heißt für die wahre Lehre der Kirche, daß sie von den Heutigen im Geiste des herrschenden Zeitgeistes rezipiert wird, daß  sie nur so noch wahrgenommen wird. Beliebte Phrasen erleichtern das: Das kann man heute so nicht mehr sagen! Das muß heute anders, in einer zeit(geist)gemäßen Sprache neu formuliert werden! Die Tradition ist auch nur in ihrer damaligen Zeitgeistsprache formuliert worden- jetzt muß das neu übersetzt werden....beliebig erweiterbar.
Daraus entsteht dann der Dogmatismus der vom herrschenden Zeitgeist Erfüllten, denn für sie kann nur daß Realität sein, was diesem Geiste entspricht. Nicht wird so eine erkannte und bejahte Wahrheit opportunistisch nicht ausgesprochen, sondern der herrschende Zeitgeist spricht ganz authentisch aus diesen Akteuren. Sie sind reine Medien des herrschenden Zeitgeistes.
Diese Akteure bilden nun geradezu die Antipole zum Klerikalismus, weil für sie die Gleichförmigkeit mit der Welt mit ihrem Meinen das Wichtigstes ist. Hier triumphiert der jedem Menschen eigene Herdentrieb, der Wille in und mit der Herde zu sein, weil das der beste Schutz füt das eigene Überleben ist. Die Steppenwolfexistenz (vgl dazu Hermann Hesse, Der Steppenwolf) ist dagegen die immer gefährdete Existenz, das Dissidentendasein des Intellektuellen, der selbstständig denkend sich vom Man-Gerede, so denkt man darüber Entfremdete. Diese Fremdenfeindlichkeit ist so für den Hordentriebmenschen das selbstverständliche Reagieren auf Andersdenkende- aber nicht aus einem Opportunismus heraus, sondern weil dieser Mensch eben immer nur so denkt, wie man denkt.Die Untertänigkeit dem herrschenden Zeitgeist gegenüber ist so verinnerlicht, daß der moderne "Untertan" (Heinrich Mann), nur jeden Opportunismus verachtet, den Splitter im Augen anderer sehend, den  Balken im eigenen Auge aber nicht wahrnehmend!
Die Existenz dissidentischer Steppenwölfe ist das Erstaunliche, nicht das Denken der Herdentriebexistenz.  

Donnerstag, 6. September 2018

Hintergründe zum Kampf gegen Rechts und zur Causa "Chemnitz"

"Gehen wir davon aus, daß es um die Weitergabe deutschen Erbgutes nach der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nicht mehr gehen kann. Was wäre eigentlich so schlimm daran, wenn die Deutschen aussterben sollten  [...] Das Territorium, auf dem sich derzeit Deutschland befindet, könnte der Natur zurückgegeben oder (das ist wahrscheinlicher) von anderen Menschen besiedelt werden." Ute Sacksofsky, Juraprofessorin SPD, zitiert nach: Jürgen Graf, Der geplante Volkstod, 3.Auflage, 2016, S.413f.
Das Besondere dieser "antifaschistischen" Erklärung zeigt sich in dem Wechsel von der marxistischen zur völkischen Deutung des Nationalsozialismus. Galt fast allen Linken bis 1989 die These von einem Zusammenhang von dem Kapitalismus und dem Faschismus im allgemeinen als Grundsatz des Antifaschismus- versimplizifiert, daß die reaktionärsten Kreise der Bourgeosie in letzter Minute den Sieg des Sozialismus durch das Foulspiel der Machtergreifung durch die Nazis verhindert hätten (so Dimitroff auf der Kommunistischen Internationale 1935), so wandten sich Linke nun dem biologistischen Denken zu: Der Deutsche neige von seiner Natur zum Nationalsozialistischen; es gäbe Nazi-Gene. Schon in den 40 Jahren wurde das so in den USA gesehen, als dort gefragt wurde, wie Deutschland nach der militärischen Besiegung endgültig besiegt werden könne, sodaß keine Gefahr mehr von uns Deutschen ausginge. 
1989 gründeten so Linksradicale die "Antideutsche Bewegung" - Eigenbezeichnung!- mit dem Ziel, Deutschland und  den Deutschen Staat durch eine konsquente Multikulivierung aufzulösen. (Vgl: Michael Steffen, Geschichten vom Trüffelschwein. Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991, erschienen 2002). Jetzt galt: "Antifaschist" ist nur, wer "antideutsch " ist. In diesen Neulinkentraditionsstrang ist dies Zitat der SPDlerin einzuzeichnen, um es zu verstehen:
Da die nationalsozialistische Gesinnung per Erbgut der Deutsche an seine Kinder weitergibt, ist es erstrebenswert, daß das Deutsche Volk aufhört, zu existieren! Schon 1989  sahen Kommunisten in der Multiethnisierung Deutschlands das geeignete politische Mittel. "Von anderen Menschen"soll Deutschand besiedelt werden, schlägt so die SPDlerin vor, damit so Deutschland ausgelöscht wird. Es soll ausgelöscht werden, weil wir Deutsche ja nur Nazigesinnte sein können ob unserer Gene.
(Es sei an die Ex-EKD-Vorsitzende Frau Margot Käßmann erinnert, die ja auf einem evangelischen Kirchentag diese politisch korrekte Rassenlehre vertrat, daß deutsche Eltern von deutschen Eltern stammend die braune Gesinnung weitervererbten an ihre Kinder!) So avancierte dieser Rassismus zum Fundament des heutigen "Kampfes gegen Rechts", daß antirechts sein heißt, antideutsch zu sein. So ist es auch ganz konsequent, daß "Feine Sahne Fischfilet" auf dem nicht nur vom Bundespräsidenten bejubelten Antirechtskonzert in Chemnitz auftrat: „Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!“  Das ist die Zentralbotschaft des Kampfes gegen Rechts, daß man nur ein Gutmensch ist, wenn man antideutsch ist.
Der Dresdener Politologe Patzelt formuliert das so: "Der Deutsche an sich neigt zum Faschismus."Jürgen Graf, Der geplante Volkstod, S.590). Deshalb muß "das Deutsche in Deutschland durch Aufnahme anderer Kulturen" verdünnt werden. (S.590)  
Nun ist es auch klar, warum alle Gutmenschen so vehementer Bejubeler der Politik der offenen Grenzen sind: Einig sind sie sich mit ihren Kritikern, daß diese Politik dem Deutschen Volke schadet, aber gerade deshalb wird von ihnen diese Regierungspolitik so sehr begrüßt!

 

Mittwoch, 5. September 2018

Ein erzconservativer Katholik und der politsch korrekte Kampf gegen ihn, Franco

"Franco war ein erzkonservativer Katholik und er wollte, dass das ganze Land so glaubte er. Es war ein Totalitarismus, der sich indes im Laufe der Jahrzehnte abschwächte". So urteilt die Süddeutsche Zeitung in dem Artikel: Francos Geister von Thomas Urban am 27.8.2018 S.4.über "die Diktatur des Francisco Franco, die von 1939 bis 1975 dauerte". Erzconservative Katholiken neigen eben zum Totalitarismus, weil sie wünschen, daß alle so glauben wie sie. Selbstredend ist ein linksliberaler Katholik, der wünscht daß es in der Kirche nur noch Linksliberale gibt, kein Totalitarist, sondern ein glaubwürdiger Zeuge für das Ideal der Pluralität, der Vielfalt und der Toleranz. Aber dieser erzconservative Franco! 
Nun kann selbst dieser Kommentar nicht abstreiten, daß Franco "gegenüber der drohenden Herrschaft der von Moskau bewaffneten Kommunisten" "das kleinere Übel" gewesen sei, aber diese Einsicht wird gleich dadurch relativiert, daß geschrieben wird, daß es Stimmen gäbe, die das so sähen. Man kann das also auch anders sehen. Zudem betont der Artikel dann, daß Franco von Hitler unterstützt wurde und Hitler ist doch eindeutig gegenüber Stalin das größere Übel. 
Was nun? Der Kommentar weiß einen Ausweg: Spanien hat noch nicht wie wir in Deutschland angefangen, ihre Vergangen aufzuarbeiten; ja ihnen fehlt noch die deutsche Schuldkultur. Auch muß hier die Katholische Kirche ihre Schuld noch aufarbeiten, denn die "katholische Kirche segnete in ihrer Furcht vor den gottlosen Bolschewiken die Verbrechen des Regimes ab."  
Man beachte das "in ihrer Furcht": Hier soll suggeriert werden, daß aus einer rein subjektivistischen überspannten Furcht vor den Kommunisten die Kirche Franco unterstützte! Das widerspricht nun aber der anfänglichen Qualifizierung Francos als "erzkonservativen Katholiken", denn aus Sicht der Süddeutschen war doch die ganze Katholische Kirche vor dem 2.Vaticanum erzconservativ, sodaß hier doch nur Gleichgesinnte zueinander fanden!  Denn der "Totalitarismus" Francos entsprang doch seinem katholischen Erzconservatismus,ist eigentlich gar mit ihm identisch.

Franco war also, sagen wir es ohne die Polemik der Süddeutschen ein glaübiger Katholik, der für den katholischen Glauben gegen den kommunistischen Atheismus erfolgreich gekämpft hat und der so Spanien vom Bolschewismus rettete. Daß Franco kämpfte gegen die Feinde der Kirche (und Spaniens, dürfen wir ergänzen), und siegte, das war also sein Verbrechen. Er hätte doch milder mit den Feinden umgehen sollen! Aber hätte er mit Milde stalinistische Kommunisten besiegen können, die doch selbst ihre Erfolge ihrer Gnadenlosigkeit im Kampfe wider ihre Feinde verdankten? 
Zeigt nicht die heutige antikatholische Linksregierung in Spanien, wie stark die Linke in Spanien trotz Francos Sieg geblieben ist, die jetzt ihrem Kampf gegen die Kirche revitalisiert? Es ist zwar nur Symbolpolitik, daß nun die Regierung den erfolgreichen Verteidiger der Katholischen Kirche aus dem Ehrengrab des Tales der Gefallenen entfernen will, um so den Kampf der Linken gegen ihn postmortem fortzusetzen, es ist aber auch eine Manifestation des Willens zum Kampfe gegen die Katholische Kirche, dessen weltlicher Beschützer  dieser "erzkonservative Katholik" war.  

Es sei hier an diese Meldung von Kath net am 18.Juli 2018 erinnert:
"Die neue spanische Links-Regerung möchte in Spanien das Pflichtfach Religionsunterricht durch ein Pflichtfach ersetzen.[...]  Die spanische Regierung möchte außerdem die halbstaatlichen Schulen, die meistens von der katholischen Kirche betrieben werden, aber vom Staat finanziell unterstützt werden, überprüfen."

Dienstag, 4. September 2018

Die Lüge im Dienst des Guten oder was Medien alles dürfen!

So sehr hat man sich schon an die kleinen "Höflichkeitslügen" gewöhnt, daß sie schon gar nicht mehr als Problem ins Auge fallen: Statt zu sagen, daß ich nicht zu der Einladung kommen möchte,sage ich, daß es mir leid täte, aber ich hätte zu dem Zeitpunkt keine Zeit. Einem Einladenden zu antworten, man möchte seine Einladung nicht annehmen, wäre ja auch ein so unhöflicher Akt, daß er wohl auch nicht mehr mit der zu lebenden Nächstenliebe zu vereinbaren wäre. Und: "Keine Zeit" ist nun mal ein von allen zu akzeptierender Grund. 
Seit dem Kanzler Bismarck  wissen wir, daß nie so viel gelogen wird, als vor der Wahl, während des Krieges und nach der Wahl. Diese Einsicht ruft heute fast nur noch auf ein gleichgültiges Achselzucken hervor: Ein desillusioniertes daß das doch jedem längst bekannt ist, ist dann so die Standartreaktion. 
Aber gibt es denn noch Grenzen des Akzeptablen? Als die USA ihren Krieg gegen Sadam Hussein plante und konstatieren mußte, daß die Zustimmung unter den Wählern nicht sehr groß war, erfand man dies Märchen: Irakische Soldaten seien nach der Besetzung Kuwaits in Frühgeburtsstationen kuwaitischer Spitäler eingedrungen, hätten die winzigen Babyleins aus den Brutkästen herausgerissen, um sie dann mit ihren Stiefeln, am Boden liegend zu zertreten. Das kam an: Die Welt rief Ja zum Krieg gegen den "Diktator". Als dann später es amtlich wurde, bekam die Public Relation Firma, die Erfinderin dieser Greuelgeschichte höchstes Lob für ihre Kreativität und die Auftragsbücher sollen seit dem prall gefüllt sein.
Zum 2.Krieg gegen den Irak erfand man dann Massenvernichtungswaffen in der Hand des Diktators, vor der wir uns nur durch einen beherzten Verteidigungskrieg schützen könnten. Na ja, der Diktator war doch ein ganz Übler, und wenn in einer Demokratie die Mehrheiten nicht spontan für einen Krieg gegen "Böse" sind, dann muß da eben propagandistisch nachgeholfen werden: Greuelnachrichten werden sehr kreativ erfunden und schon klappt es mit der Kriegszustimmung. 
Es hält sich ja so auch hartnäckig der Verdacht, daß die USA den islamistischen Terrorangriff auf das World Trade Center selbst inszeniert habe, um den großen Krieg gegen die arabisch-islamische Welt zu legitimieren. Gegenüber Bismarck hat sich etwas geändert: In demokratischen Staaten wird die Kriegspropaganda vor den Kriegen schon eingesetzt, um Zustimmungen im Volke und in der Welt für den geplanten Krieg zu gewinnen. 
Im Kampfe gegen den Feind hat sich so das Recht zur Unwahrheit schon so fest eingebürgert, daß diese Propagandapraxis kaum noch einen Anstoß erregt. 
Gilt das nun auch schon für den Kampf gegen den "inneren Feind"? So wie die Herrschenden "äußere Feinde" haben, Staaten, die sich ihren Machtinteressen widersetzen- auf der aktuellen Ranking -Liste ganz oben: Rußland und ein bißchen ins Hintertreffen geraten der Iran neben dem Dauerbrenner: Nordvietnam, so erklären die Eurokraten alles "Rechte" zum "inneren Feind".  Wie sieht es hier mit der Propagandalüge im Dienste im Kampf gegen die Bösen aus? 
Erinnern wir uns an eine sehr effektvolle Propagandalüge, als aus der Aussage eines PEGIDA-Redners, die Regierung würde uns Demonstranten gern in Konzentrationslager einsperren, hätte sie welche zur Verfügung, wurde: Redner fordert KZ für Asylanten. Der Schriftsteller war danach ruiniert, auch wenn dann im Kleingedruckten diese Fehlinformation bedauert wurde. 
Jetzt standen die "Tagesthemen" vor der Aufgabe, die Trauerkundgebungen in Chemniz für die 2 ermordeten Deutschen zu diffamieren, weil da ja die "Bösen" demonstrierten. Da das Bildmaterial nicht gut genug war für diesen Zweck wurden Bilder aus einer Hooligandemonstration reingeschnitten: Wir sind die Fans! Adolf Hitler Hooligans!“ (Junge Freiheit 3.9.2018). Das reichte zur Diffamierung von Pegida und der AFD. Nachträglich bedauert man dies Versehen, aber erfolgreich war diese Propagandalüge schon. 
Dann erfanden Propagandisten noch "Hetzjagden" von Rechten auf Ausländer in Chemnitz: So böse waren die Trauerkundgebungen! 
Die "Freie Welt" enthüllt dazu am 3.9.
"Auf Anfrage der Zeitschrift »Publico« erklärte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen, Wolfgang Klein: »Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben«.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Regierungssprecher Steffen Seibert hatten angegeben, es gebe mehrere Videos, die beweisen würden, dass es in Chemnitz Hetzjagden von Rechten gegen Ausländer gegeben habe.
Die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen widerspricht also dem Kanzleramt. Die Generalstaatsanwalt muss es wissen, denn sie verfolgt penibel alle Hinweise auf Zwischenfälle rund um die Demonstrationen in Chemnitz." Bis heute konnten diese  Beweisvideos nicht der Öffentlichkeit gezeigt werden- dafür findet sich kaum eine Zeitung, die auf die "Hetzenjagden auf Ausländer" verzichtet hat, um so alles "Rechte" zu verteufeln. Wie gegen den "äußeren Feind" jede Propaganda erlaubt ist, wenn sie nur dem Feind schadet, so wird es auch gegen den "inneren Feind" praktiziert. 
Auch hier herrscht ein breiter Konsens unter den Gutmenschen, den politisch Korrekten und den Mächtigen,daß die Lüge ein angemessenes Instrumentarium im Kampfe gegen die "Bösen" ist, besonders wenn die sich in "Dunkeldeutschland" zusammenrotten.  
Naive denken, daß in Medien berichtet wird, was wie war. Aber da verkennen sie den volkspädagogischen Auftrag dieser Medien, die Bürger zu loyalen Untertanen zu formen, die ganz demokratisch gesonnen einst am Karfreitag: "Kreuzigt, kreuzigt ihn, diesen Jesus riefen und jetzt auch jederzeit mobilisierbar sind zum Kampf gegen die "Bösen". Heinrich Manns "Untertan" wird so erst in der demokratischen Massenmediengesellschaft zum Durchschnittsmenschen, zum Gutmenschen der Medien.

Montag, 3. September 2018

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“


Sonntag, 2. September 2018

„Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!“ Chemnitz und die Gutmenschen und ein Zusatz 3.9.

So singt die politisch hundertprozentig korrekte Musikgruppe "Feine Sahne Fischfilet. Wo wird sie das und vieles andere ,etwa:  „Die Bullenhelme, sie sollen fliegen / Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein!“ singen? Natürlich in Chemnitz auf einem Musikfestival gegen Rechts. Da sind zwei Deutsche von Asylanten getötet worden, da demonstrieren Deutsche gegen Gewalt gegen Deutsche und schon mobilisiert das ganze Gutmenschdeutschland gegeen Dunkeldeutshland; Chemnitz, überhaupt Sachsen gehört wohl dem Reich des Bösen an und nun müssen die Lichtgestalten der Politischen Korrektheit dort auftreten: Fiat Lux (Es werde Licht!)
„Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck!“  ist eben die richtige Einstellung zu unserem Vaterland und zu in ihm von Ausländern getöteten Deutschen. "Dreck" und "Scheiße" ist da ermordet worden, verkündet uns so "Feine Sahne Fischfilet"  
Die "Junge Freiheit" meldete dazu am 1.9. des Jahres:  "Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Georg Pazderski hat Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier (SPD) scharf kritisiert. Der Sozialdemokrat hatte via Facebook für den Auftritt der linksradikalen Gruppe Feine Sahne Fischfilet am Montag in Chemnitz geworben. " Bei einer Partei, die schon Bismarck und Kaiser Wilhelm  als "vaterlandslose Gesellen" charakterisierte, verblüfft uns das aber nicht. Jetzt verachtet der Sozialdemokrat nur nicht mehr im Namen der Utopie einer universalen klassenlosen Weltrepublik sein eigenes Vaterland sondern dem herrschenden Zeitgeist gemäß im Namen von Multikulti und der Neuen Weltordnung (um es mit John Lennon zu singen: Imagine): ohne Nationen und Religionen und ohne alle Grenzen natürlich.
Und daß Deutsche Polizisten dann gar "rechte Aufmärsche" vor militanten Gutmenschen schützen, sie daran hindern, Dunkeldeutsche zu steinigen, läßt Polizisten eben zu Haßobjekten werden. Was ist das nur für ein fürchterlicher Staat, in dem die Grundrechte der Versammlungs- und Meinungsfreiheit auch politisch Unkorrekten gewährt werden! In der mustergültigen sozialistischen Volksdemokratie der DDR gab es solche Mißbräuche der Grundrechte nicht, wird nicht nur mancher "Linken"-Politiker wehmutsvoll sich erinnern- auch wohl mancher SPDler- hatten doch Kommunisten und Sozialdemokraten gemeinsam die SED gegründet (auch wenn in der westdeutschen Geschichtsschreibung bestritten wird, daß Sozialdemokraten freiwillig diesem Zusammenschluß beigetreten seien.)
Und so protestiert das Gutdeutschland auch noch am Montag gegen Deutsche, denen 2 getötete Deutsche 2 Getötete zu viel sind mit der Parole: "Deutschland ist Scheiße, Deutschland ist Dreck!"

Zusatz:
Am 3.9. berichtete die FAZ (Tote Hosen,Kraftklub und K.I.Z. rocken gegen Rechts)  über diese politisch korrekte Musikband: "Auf ihrer Internetseite hatte „Feine Sahne Fischfilet“ damals ein Plakat verlinkt, das die Anleitung zum Bau eines Molotow-Cocktails zeigt und das in dieser Zeit in der Szene kursierte. Die Band nannte diesen Flirt mit der militanten Linken eine satirische Auseinandersetzung."    


Samstag, 1. September 2018

Pluralität- prinzipiell etwas Gutes?

Nicht soll jetzt das Augenmerk auf die Paradoxie gelegt werden, daß die Liebhaber der Pluralität im Namen der Pluralität die Ausgrenzung aller Kritiker des Ideales der Pluralität fordern, sodaß schlußendlich unter dem Banner dieses Ideales sich ein uniformer Block von "Nazi raus!" Schreiern formiert, sondern es soll gefragt werden, ob denn wirklich Pluralität immer etwas Positives ist.
Spurensuche
1. Fall: Eine Rechenunterrichtsstunde. Die Lehrerin frägt, was 3 und 2 ist, das schwierige Wort "plus" vermeidend, denn sie unterrichtet Tafelerstkläßler. Die Schüler antworten:4, 7, 5,und einer meint gar:32. Ruft jetzt die Rechenlehrerin aus: "Wie wunderbar, eine solche Pluralität von Antworten! Wie kreativ sich doch die Kinder ins Unterrichtgespräch einbringen!" Wird sie nicht stattdessen ganz antipluralistisch gesonnen 5 als die einzig wahre Antwort loben und somit alle anderen Antworten als falsch gegeben diskriminieren? In all den Diskursen, wo es erkannte Wahrheiten gibt, verhalten sich diese Wahrheiten zu Unwahrheiten antipluralistisch diskriminierend. Auch die noch so eloquent vorgetragene Begründung, warum Friedrich Schiller den "Faust" verfaßt hat, wird einen Deutschlehrer im Abitur nicht davon abhalten, diese Darlegung ganz intolerant als falsch zu beurteilen.
2. Fall: Die Frage: "Wird Papst Franziskus ob der Anschuldigungen zurücktreten?". Hier kann niemand es wissen, wie sich zukünftig der Papst verhalten wird- außer vielleicht ihm selber. Hier kann es eine Pluralität von Meinungen, gut oder weniger gut begründet geben, weil die Wahrheit unerkannt ist und die Zukunft erst erweisen wird, was wahr ist, daß er zurücktritt oder daß er nicht zurücktritt. Es gibt also Bereiche, wo eine Frage noch nicht beantwortbar ist, weil noch nicht erkannt ist, was die wahre Antwort auf die gestellte Frage ist. Die Pluralität des Meinens ist hier legitimiert durch das Nichtwissen der Wahrheit. 
3. Fall: Kann es unbeantwortbare Fragen geben in dem Sinne, daß sie nach etwas fragen, was für das menschliche Erkenntnisvermögen nicht erkennbar ist? Dann könnte es für solche Fragen nur eine legitime Pluralität von Meinungen geben mit dem Vermerk, daß die Wahrheit bezüglich dieser Fragen unerkennbar ist. Die meisten würden wohl fast alle Fragen der Religion und alle metaphysischen Philosophien darunter subsumieren: Gibt es Gott, gibt es ein ewiges Leben, gibt es von Gott gebotene Gesetze? Dann ist die Anerkenntnis der Pluralität der Religionen und der verschiedenen Metaphysiken nur die Folge der Einsicht in die Nichtbeantwortbarkeit dieser Fragen. Wie Pontius Pilatus könnten auch wir nur hilflos fragen: Was ist Wahrheit?, und müßten dann in einem Meer von möglichen Antworten auf diese Frage leben, wissend, daß wir nicht erkennen können, was denn wahr ist. Der Pluralismus der Meinungen wäre so das Eingeständnis unseres Unvermögens, die Wahrheit zu erkennen. Das ist selbstredend nichts Gutes sondern die Einsicht in unsere Blindheit für die Fragen der Religion und der Metaphysik. 
4. Fall: Kann es Bereiche geben, in denen die Pluralität etwas Positives ist, wo die Pluralität nicht Folge eines Mangels an Erkenntnis ist? Hierfür könnte  der Bereich der  Kunst ein Kandidat sein. (Nebenbei: Der Philosoph Wolfgang Welsch widmet dem Lob des ästheischen Pluralismus eine ganze, sehr lesenswert Essaysammlung: Ästheisches Denken.)
Nun könnte eingewandt werden, daß diese Pluraliät in der Kunst auch nur eine Folge des Nichterkennens oder der Nichterkennbarkeit des wahren Kunstwerkes ist. Könnte es eine Erkenntnis der wahren Musik gäben, gäbe es keine Pluralität in der Musik. Gäbe es dann nur ein wahres Musikwerk oder viele, die aber dann alle dem Begriff des wahren Musikwerkes entsprächen und darin eins wären? Oder gehört es zur Schöhnheit der Musik, daß es eine unlimitierte Mannigfaltigkeit an Musikwerken gibt, daß es etwa neben der Klassik und moderne Musik gibt, daß es neben dem Operngesang auch die Marschmusik  gibt? Einem würde wohl jeder Liebhaber der Musik zustimmen: Gäbe es nur eine bestimmte Musik als die wahre, wäre das ein Verlust der Lebendigkeit der Musik.Und das gilt wohl für alle Kunstarten. Wenn das Ziel jedes wissenschaftlichen Denkens ist, eine Pluralität von Theorien, warum ist etwas so? aufzuheben in einer Theorie, die etwas Erfragtes vollständig wahr beantwortet, so ist die Kunst ein Raum, in dem um des Lebens der Kunst willen diese Pluralität existiert.  Das evoziert die Frage, ob dort, wo es um das Leben geht, eine Pluralität als lebensbereichernd zu beurteilen ist, wohingegen, wo es um Erkenntnis geht, die Pluralität immer nur ein Mangel  an Erkenntnis ist.
5. Fall: Ist das Leben, damit es reiches Leben ist, pluralistisch verfaßt?  Wenden wir uns der Kultur zu, denken wir an einen der konsequentesten Vertreter der Pluralität der Kulturen, nämlich an Oswald Spengler, dann fällt uns hier die Antwort leicht: Die Pluralität der  Kulturen ist gerade der Reichtum und die Lebendigkeit der Menschheit.Diese Lebendigkeit der Kulturen in ihrem ihnen eigenen Werden und Vergehen ist nun aber bedroht durch die progessierende Globalisierung, durch die alles Differente in eine uniforme Einheitskultur synthetisiert werden soll.  Hier ist die Einheit, das Ideal einer Kultur als der einzig wahren  geradezu der Tod der Kultur. Wir erleiden jetzt ja schon die Verwischung der kulturellen Pluralität durch die Europäisierung der Völker Europas: Gibt es noch eine spezifisch deutsche Kultur in ihrer Differenz etwa zur französischen oder engländischen? Wird Rußland sich zukünftig so verwestlichen, daß es sein Eigenes aufgibt, auch wenn jetzt die russische Staatsführung (Putin) um die Verlebendigung des Ureigenen in Cooperation mit der Russischen Kirche kämpft. Hier müßte also geurteilt werden, daß jede Kultur ihre eigene Wahrheit ist und das ein Zusammenschmelzen aller zu einer Einheitsweltkultur ein Verlust an kulturellem Leben darstellte. 
So muß also das Urteil, daß die Pluralität ein positiver Wert an sich ist, selbst noch einmal pluralisiert werden, denn nicht gilt das für alle Bereiche, nicht für die, wo nach der Wahrheit gefragt wird, wo sie als erkannte präsent ist, oder wo nach ihr gesucht wird. Selbst dort, wo die Wahrheit als nicht erkennbar behauptet wird (ob das wirklich für den Raum der Religionen gilt, soll hier jetzt nicht erörtert werden), ist die Pluralität die Anerkenntnis eines die Wahrheit Nichterkennenkönnes und so etwas Negatives. Es gilt nur für solche Bereiche des Lebens, der Kultur, wo die Pluralität als Lebenssteigerung wahrgenommen wird: daß die Pluralität der Kulturen den Reichtum der Menschheit ausmacht, daß sie eben nicht uniform einheitlich lebt. Wie arm wäre Europa, gäbe es nur die griechische Kultur, und nicht auch die französische, die russische und unsere deutsche.  

Zusätze:
Das Denken ist in sich pluralistisch,indem indikativisch (was ist?), konjunktivisch (was könnte sein) und optativisch (was möge es sein?) und imperativisch (was soll sein!) gedacht wird. Das ist der metaphaysische Grund der Unaufhebbarkeit des Pluralismus im Leben. Gerade die Kunst ist so präfiguriert für einen inneren Pluralismus, weil in ihr das Konjunktivische, Optativische und Imperativische vorherrscht, während das Indikativische in der Wissenschaft vorherrscht. Das Begreifen der in sich pluralistisch strukturierten postmodernen Gesellschaft verlangt so nicht eine Pluralität von Theorien, sofern sie nicht einfach sich ergänzend das Ganze begreifen sollen,sondern nach einer, die Ganze gänzlich begreift. Eventuell könnte die Systemtheorie Niklas Luhmann hier einen Anfangsgrund bilden.