Donnerstag, 20. September 2018

Ein neuer Angriff des Papstes auf die Kirche!

"Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor"- ein neuer päpstliche Angriff auf die Kirche. Zu offensichtlich ist hier die Intention dieser Reform für Synoden. Ganz realistisch geht Papst Franziskus davon aus, daß er für alle Punkte seines Deformprogrammes der Kirche "demokratische" Mehrheiten hinter sich hat. Es sei nur an die massenhafte Unterstützung durch Laien für das Kirchenvolksbegehren von: "Wir sind Kirche" erinnert, (Vgl dazu mein Buch: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott) das konsequent durchgeführt den Tod der Katholischen Kirche herbeiführte, wäre es denn eine Möglichkeit der Kirche, sich selbst zu nichten. 
Aber es ist noch mehr: Dieser Papsterlaß signalisiert selbst schon den Paradigmenwechsel der Kirche: Sie will eine Marktwirtschaftskirche werden. Die Filialen vor Ort stehen dabei im Ruf, besser als die römische Zentrale die Nachfrage, die Konsumbedürfnisse erfassen zu können. Die Befragungsaktion, vor Ort im regionalen Absatzmarkt durchgeführt, ist sozusagen eine kirchliche Marktanalyse, welche Produkte der Kirche wie verpackt auf einen Absatz hoffen können: Was wollen unsere potentiellen Kunden von uns, wenn sie denn noch was von der Kirche wollen? 
Der Papst der Medien, der sich so medienwirksam in Szene zu setzen weiß, wird eben nicht nur den Mißbrauchsskandal überstehen, weil ihn die Medien stützen- wäre Kardinal Ratzinger noch Papst, die Medienwelt  skandalierte jetzt Tag und Nacht: Kreuzigt den Papst!-sondern er wird sein Destruktionsprogramm prolongieren. 
Schlimmstes ist zu befürchten. Auf der Amazonassynode ist der große Angriff auf den Zölibat zu erwarten: Er soll wohl prinzipiell erhalten werden, nur wird es dann großzügig Ausnahmen in Einzelfällen geben, vielleicht gar für ganze Regionen- so wie jetzt der Papst den Empfang der heiligen Kommunion für Geschieden-Wiederverheiratete als Einzelfallzulassung zum Regelfall machen will.
Die Jugendsynode- wird sie ein anderes Thema haben als Sex für alle, daß die Kirche alles, was Spaß macht, sie zu bejahen hat?  Die Bejahung der Homosexualität ist wohl das 1.Thema dieser "Räubersynode", auch wenn jetzt die Homosexlobby in die Defensive geraten ist, da es zu offensichtlich ist, daß homosexuelle Kleriker den größten Anteil an den Sexualmißbrauchsfällen stellt.Aber sie kämpft:
"Einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Missbrauch herzustellen, wäre "unverantwortlich und würde alle homosexuell veranlagten Menschen in unerträglicher Weise stigmatisieren", sagte Zollner" Jesuit und Mitglied der Päpstlichen Kinderschutzorganisation . katholisch de am 20.9.2018. 
Der Angriff  aufs Zölibat, die Bejahung der Homosexualität, die Auflösung der kirchlichen Morallehre durch die Zauberformel, daß das individuelle Gewissen die Letztinstanz des Entscheidens in allen Moralfragen ist, das ist wohl das Herzstück der päpstlichen Deformagenda, für die er sicher demokratische Mehrheiten unter den (organisierten) Laien finden wird. Die sollen so per Meinungsbild auf den Synoden Druck machen, daß sie dann richtig entscheiden. 

Corollarium 1
Wesentlich ist der Punkt, daß die Frage, was ist wahr?, respondiert wird mit der These: Wahr ist, was die Mehrheit will.  Das ist genaugenommen gut jesuitisch. Denn wenn vorkonziliar galt, wahr ist das, was die oberste Autorität als wahr deklariert, und diese Autorität war Gott oder das kirchliche Lehramt so gilt jetzt für einen Jesuiten, daß die Mehrheit die höchste Autorität ist: Was die Mehrheit will, ist wahr, weil sie es will. Da nun das Meinen der Mehrheit das Produkt des in den Medien Veröffentlichten ist, herrscht so demokratisch in der Kirche die vorherrschende veröffentlichte Meinung.

Mittwoch, 19. September 2018

Das Nein zum Zölibat und das Ja zum Homosex, das Allheilmittel?

"Rektor Klaus Mertes vom Canisius-Kolleg stellte die These auf: „Meine Kirche leidet an Homophobie.“ Nach Schätzungen gelten etwa 20 Prozent der römisch-katholischen Priester als homosexuell. In der katholischen Kirche gibt es seit Jahren einen vorsichtigen Wandel in ihrer generellen Haltung gegenüber gleichgeschlechtlich Veranlagten." So konnte man es schon am 1.2.2010 auf der Internetseite der "Welt" lesen unter der uns nicht verblüffenden Überschrift: "Missbrauch-Skandal entfacht neue Zölibat-Debatte".
Das Erfrischende an dem Diskurs über die Lage der Kirche ist doch, daß unabhängig vom jeweiligen Problem der Kirche die Lösung immer lautet, daß der Zölibat aufzuheben ist. Stellt man sich dann aber die Frage, warum denn eine Ehe einen Priester davon abhalten soll, sich an Buben zu sexuell zu vergreifen, findet auch der Phantasiebegabteste darauf keine Antwort, denn schließlich finden nur Heterosexuelle in einer Ehe auch die Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse, aber ein Homosexueller eben nicht und schon gar keiner, dem es nach jungen Männern oder Buben gelüstet. 
Aber nun gesellt sich zur Lieblingsforderung aller Kirchenreformer, weg mit dem Zölibat ja noch die Begeisterung für die Homosexualität.Für den Gutmenschen ist dieser ja der "homo superior", der nur verächtlich auf den Mann mit natürlichem Sexualverlangen herabschaut. Wenn nun in 4 von 5 Mißbrauchsfällen die Opfer männlichen Geschlechtes sind, dann liegt es wohl auf der Hand, daß Homosexuelle mit besonderer Vorliebe für Knaben den Täterkreis stellen. Sollte es wahr sein, daß 20 Prozent der katholischen Priester homosexuell sind, dann erklärte sich eben auch daraus das Faktum, daß in keiner anderen Organisation, in der sexuelle Mißbräuche vorkommen, der männliche Anteil der Opfer so hoch ist. 
Aber was folgern unsere Reformer daraus? Richtig! Die Kirche soll endlich die Homosexualität trotz ihrer Naturwidrigkeit positiv werten und so Homosexuellen die Tore weit öffnen zum Priesteramt. Wer nun aber darauf respondierte, daß dann wohl die Anzahl der sexuellen Mißbräuche an Knaben zunähme, der wird sicher medial gesteinigt, denn das ist politisch unkorrekt. Nein, die Homophobie führt allein zu solchen sexuellen Mißbräuchen an Knaben! 
Nur, eines irritiert: Wer Marquise de Sade, diesen Radicalaufklärer liest, kommt vor Augen geführt, daß gerade Homosexuelle, die ihre Sexualität frei und ohne moralische Beeinträchtigung ausleben, gerade an der Unzucht mit Knaben besonders viel "Freude" haben! Die Befreiung von aller Moral, die dieser Aufklärer so vehement predigt, realisiert sich ja gerade im sexuellen Mißbrauch der Mitmenschen. Je mehr die christlich-bürgerliche Sexualmoral aufgeweicht und in Frage gestellt wird, desto mehr wird hier mit gutem Gewissen gesündigt! 

Ein großer Verschleierer:
"Der Churer Weihbischof Marian Eleganti hat letzte Woche sexuelle Übergriffe in der katholischen Kirche mit Homosexualität in Verbindung gebracht. Ihr Bistum hat sich distanziert. Es sei kontraproduktiv. Warum?
Wer diese Verbindung macht, lenkt vom Thema ab. Es geht hier um sexuelle Übergriffe in der katholischen Kirche, um Machtmissbrauch – und nicht um Homosexualität."  So tönt der Kanzler des Bistumes St.Gallen in einem Interview am 2.9.2018 in der "Berner Zeitung".  Wenn eine heterosexueller Mann eine Frau vergewaltigt, hat das selbstverständlich etwas mit seiner männlichen Sexualität zu üben: er übt sie so aus, aber wenn ein Homosexueller Knaben sexuell mißbraucht, dann soll das kein Akt seiner Homosexualität sein? Absurd! Sicher wird man in beiden Fällen der angewandten Gewalt gegen das Opfer nicht gerecht, wenn sie allein als Mittel zur Realisierung der praktizierten Gewalt gedeutet wird, sondern sie muß als Mittel zur Steigerung des Lustgewinnes begriffen werden, wovon gerade Marquise de Sade authentisch Auskunft gibt. Aber dieser Radicalaufklärer zeigt auch, wie gerade die Auflösung der traditionellen Sexualmorallehre den Menschen zur sadistisch genossenden Sexualität emanzipiert!
 


Dienstag, 18. September 2018

Propaganda- oder selbst hergestellte Wahrheiten

Eine Meldung, die alle Gutmenschen begeistert: Mehrheitlich beurteilen die Deutschen die Zuwanderung als positiv. So lautete das Ergebnis einer Befragung! Die "Welt" jubelt, und nicht nur sie. Nur, wehe wenn nachrecherchiert wird!
"Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie zufrieden die Deutschen mit der Integration und der Migrationsgesellschaft sind. Selbstverständlich erbrachte die Umfrage das vom Auftraggeber erwünschte Ergebnis: mehrheitlich glauben die Deutschen angeblich, so schreibt es die >Welt<, die aufgenommenen »Flüchtlinge« werden Deutschland kulturell bereichern. " (Freie Welt 18.9.2018)
Wie kommt man aber zu diesem Wunschergebnis? Glauben Sie, daß Alkoholkonsum in großen Mengen die Gesundheit gefährdet? 90% sagen Nein! Da 95% der Befragten in der Alkoholindustrie tätig sind, überrascht dies Ergebnis Niemanden. Und so kam dies Wunschergebnis zu stande:
"Von den erwählten 9.298 Personen waren lediglich 2.720 Personen (weniger als 30 Prozent) ohne Migrationshintergrund. Je 1.500 Menschen waren entweder Spätaussiedler, Türkischstämmige oder Ausländer aus der EU. Weitere 1.760 Befragte hatten einen Migrationshintergrund aus anderen Ländern und auch 369 Asylanten wurden befragt." (Freie Welt 18.9. 2018)
Aber was nützt dann so eine Befragung, wenn der Betrug so offensichtlich ist? Die Antwort fällt leicht: Das Wunschergebnis wird überall publiziert und was stört es dann, wenn auf einer Internetseite der Betrug aufgeklärt wird, die nur von wenigen-leider- gelesen wird. Der Erfolg dieser Falschmeldung legitimiert den Betrug.
Ganz groß herauskommen wollte nun ein Fernsehteam: " Die Szenerie war eindeutig: an einem [...]  AfD-Wahlkampfstand (das Logo war eindeutig zu erkennen) grölte ein [...]Wahlkämpfer in die Massen, einige kahlgeschorene Gestalten versammelt sich um den nachgestellten Wahlstand und wieder andere jagten einen dunkelhäutigen Mann medial wirksam quer durch das Kamerabild." (Freie Welt am 18.9. 2018). So ist die AfD wirklich! Endlich ist die Wahrheit enthüllt. Leider hat die Sache einen kleinen Harken: Hier traten nur Schauspieler auf, alles pure Fälschung. Wie peinlich aber, als das aufflog! Siehe dazu den Bericht der "Freien Welt". 
"So oder so ähnlich stellten sich die Möchtegern-Filmemacher offenbar die angeblichen Hetzjagden in Chemnitz vor - die sich allerdings gar nicht ereignet haben. Und weil sie sich nicht ereignet haben, wollte man möglicherweise mit diesem Filmchen der Wahrheit ein wenig nachhelfen. Finanziert übrigens durch Funk, einer Tochter von ARD und ZDF.
Wie traurig, da hätten ARD oder ZDF diese "Reportage" zur besten Sendezeit ausstrahlen können, ein Rechtsextremismusforscher hätte noch die Bilder kommentiert: Ja so sind die AfDler, die Nazis wirklich! und dann so ein Reinfall! Jetzt wird erklärt, das sei als Satire gemeint! Nein, hier versuchten Gutmenschen die Staatssicherheit der antifaschistischen  DDR  zu imitieren, die ja auch in Westdeutschland gerne mal Hakenkreuze anschmieren ließ, um so den präfaschitischen Charakter der BRD zu entlarven!
Eine Frage bewegt uns nun noch: Ob die Herren und Damen dieser Inszenierung wohl für ihre Zivilcourage im Kampf gegen Rechts mit antifaschistischen Orden geehrt werden, oder eine Extragratifikation erhalten für ihre Kreativität im Kampfe gegen Rechts?



Montag, 17. September 2018

Warum das Märchen vom nackten Kaiser in einer Demokratie eine Unmöglichkeit ist- oder:Die Lügenpresse

"Aber er hat ja nichts an!" sagte endlich ein kleines Kind. 'Herr Gott, hört des Unschuldigen Stimme!" sagte der Vater; und der Eine zischelte dem Andern zu, was das Kind gesagt hatte.
"Aber er hat ja nichts an!" rief zuletzt das ganze Volk. So lesen wir es in dem Märchen von Hans Christian Andersen, 1862: Des Kaisers neue Kleider. Aber das ist doch nur ein Märchen, das sich so in einem demokratischen Staat niemals könnte ereignen. Denn:
1. Gibt es in einer funktionierenden Demokratie die Massenmedien, die übereinstimend die schönen neuen Kleider des Regierungschefes preisen würden und jede gegenteilige Meinung, der Regierungschef sei doch nackt aufgetreten, als irrelevant verschwiegen.
2. Sollten in irgendwelchen Medien die Aussage getätigt werden, daß der Regierungschef nackt aufgetreten sei, ja, daß er wohl einem Betrüger zum Opfer gefallen sei, würde das umgehend als Falschnachricht oder als Haßrede gelöscht.
3. Wenn weiterhin ein Kind oder andere vor Ort behaupten, daß der Regierungschef nackt aufgetreten sei, so ist das völlig bedeutungslos, weil das ganze Volk rufen wird: Nie war unser Kanzler besser als jetzt gekleidet, denn die Medien berichteten ja so.
4. Wenn nun kritische Querulanten nach Bildern frügen, die den Regierungschef noch nie so gut gekleidet wie jetzt zeigen, werden die nachträglich produziert und dann auch gesendet. Das ganze Volk wird so den bestgekleideten Regierungschef sehen in allen Medien. 
5. Wer immer noch widerspricht, wird dann wegen Volksverhetzung angezeigt, denn wahr ist nur das, was die Medien vermitteln und wer dem widerspricht, der versucht nur, Menschen aufzuhetzen.  

In Monarchien konnten Monarchen noch durch ein Kind entlarvt werden; die Demokratie ist da stabiler, hier ersetzen die Medien die Stimme des Kindes, die nun aber nur noch jubliliert:Nie sah ich schönere Kleider!

Zusatz: 
"Merkel will, dass Maaßen gehen muss.
Wie »Welt-Online« berichtete, hat Merkel sich jetzt entschieden. Sie will, dass Maaßen gehen soll. Sie findet, er sei nicht mehr tragbar. Der Grund: Er habe sich in die Tagespolitik eingemischt." Freie Welt am 17.9. 2018. Maaßen entdeckte, daß die Kaisrerin nackt ist; jetzt wird er entlassen und alle Welt spricht von der Schönheit des neuen Kleides der Kanzlerin! 




Sonntag, 16. September 2018

Ist die Kirche ein Supermarkt?

Das sei ferne, dürfte wohl die spontane Reaktion auf das gesetzte Fragezeichen sein, aber die Frage lautet ja nicht, ob sie das sein soll (imperativisch), oder ob es wünschenswert wäre, daß sie so wäre (optativisch9, sondern es wird nach ihrem faktischen Sein (indikativisch) gefragt. Daraufhin ließe sich die These aufstellen, daß sich die Katholische Kirche seit dem 2.Vaticanum daraufhin entwickelt.
Als Indizien sprechen für diese These:
1) Die Abwendung vom Theozentrismus hin zum Anthropozetrismus. 
    Am anschaulichsten wird dies in der ausschließlichen Ausrichtung des Priesters zur 
    Gemeinde in der hl.Messe. Der einstige GottesDienst wird zur Gemeindeveranstaltung,
    sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Besucher orientierend.
2) Die Tendenz, daß die Menschenliebe (nicht mehr die Nächstenliebe) zu der Praxis der   
     Gottesliebe wird: Wir können Gott nur lieben, indem wir die Menschenliebe praktizieren.
     Die Religion wird zum praktizierten Humanitarismus. (Arnold Gehlen). 
3) Steht der Mensch im Mittelpunkt, dann steht er im (post)modernen Denken als 
     Konsument im Mittelpunkt: Was kann ihm verkauft werden? Die Religion wird dabei
     a) zum Unterhaltungsprodukt und b) als Angebot für besondere "religiöse" Interessen.
     Das Besondere der Kirche, daß sie zu den "Nicht-Profit-Organisationen" zählt, sodaß
     nicht das Wachstum und die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, sondern der
     Wille zum Selbsterhalt. 
4) Ein auf dem freien Markt agierendes Unternehmen braucht ein positives Image, um 
     dauerhaft auf dem Markt erfolgreich zu sein.Das Image ist das in der Öffentlichkeit
     präsente Bild von dem Unternehmen. Produziert wird es durch die Medien hinsicht-
     lich des Verkaufswertes dieses Bildes bei den Mediennutzern. Papst Franziskus an der
     Spitze der Kirchenmodernisierer versucht so, der Kirche ein positives Image zu ver-
     schaffen, indem er alles Negative, den Medien Störende wegreformieren möchte. 
     Daß er damit bisher aus Sicht der Medien zu wenig Erfolge hat, instrumentalisiert der
     Papst für sein Image, daß er eben durch Conservative, Klerikalisten und und...am 
     Reformieren gehindert würde.
5) Was wollen die Menschen? ersetzt so die Frage nach der, was den wahr ist. Muster-
     gültig wird so die Jugendsynode vorbereitet, daß die Kirche sich nach den Konsum-
     bedürfnissen ihres Klientels auszurichten hat. Merksatz: Der Kunde hat immer Recht.
     Die Kirche hat die Realität, so wie sie ist, zu akzeptieren, die Menschen da abzuholen,
     wo sie stehen usw meint deshalb nur noch: Die Kirche muß sich an der Nachfrage 
     orientieren, darauf ausgerichtet ihre Angebote produzieren: Was nicht mehr ankommt,
     ist zu streichen. 
6) Die gesamte Tradition der Kirche, selbst die hl.Schrift wird so zu einem großen Ange-
     botsarchiv, aus dem die Konsumenten das ihnen Zusagende wie in einem Supermarkt
     für sich auswählen. Der "persönliche" Glaube ist so mein mit beliebigen Angeboten 
     aufgefüllter Warenkorb. Die Supermärkte sortieren aber schon vor der Öffnung des 
     Marktes das Gutverkaufbare aus dem Großlager aller möglichen Angbote aus, um nur 
     mit ihnen die Regale anzufüllen. Das führt nicht nur in den Supermärkten dazu, daß
     statt der möglichen Vielfalt an Produkten man in allen auf die gleichen Verkaufspro-
     dukte stößt-wie sich auch zusehens die Angebote der Katholischen Kirche kaum noch
     von denen anderer religiöser Anbieter unterscheidet. So findet sich kaum noch ein
     Unterschied zwischen der katholischen und der evangelischen Jugend- Frauen-und
     Seniorenarbeit. Überall herrschen die selben Konsum- und Unterhaltungsbedürfnisse
     vor. 
7)  Die Marktideologie glaubt an den Konsumenten als dem freien Auswähler, der sich eben
      das ihm Gefällige in seinen Warenkorb legt- die Marketingabteilungen setzen aber auf
      den steuerbaren Konsumenten, der nur glaubt, frei zu wählen. Erst diese Ideologie
      produziert den gesteuerten Konsumenten: Die Illusion der freien Wahl ist so kon-
      stitutiv für das Marktgeschehen, daß massenhaft Produkte verkaufbar sind, obgleich 
      doch nach der Ideologie jeder frei etwas  individuierend sich erwählen könnte. Die
      faktische Gleichförmigkeit des Erwählens wird so nur umschleiert von der Idee des
      freien Erwählens im Supermarkt. Das gilt so auch in der Kirche: Überall, wo nach 
      Veränderungswünschen der Angebotspalette der Kirche nachgefragt wird, ertönen 
      die ewig gleichen Wunschlitaneien, (= das Deformpogramm von: "Wir sind Kirche",
      dem "Volksbegehren", das sein Urbild in der Rotte Korach hat. (4.Mose 16-vgl dazu
      Uwe C. Lay, Der zensierte Gott). In der postmodernen Medienwelt produzieren sie
      die Konsumwünsche des Königs= des freien Kunden. 
8)  Die Überwindung der sich durch die Theologie leiten lassenden Kirche durch eine
      Kirche der Marktorientierung läßt sich versinnbildlichen an der Differenz des
      "Theologen-Papstes" Benedikt zum popularistischen Papst Franziskus.Das meint 
      diese Charakterisirung des jetzigen Papstes:

    „Papst Franziskus bricht mit den katholischen Traditionen wann immer er will, weil er ‚frei von ungeordneten Bindungen‘ ist. Unsere Kirche ist tatsächlich in eine neue Phase eingetreten: Mit der Wahl dieses ersten jesuitischen Papstes wird sie offen von einem Individuum regiert, anstatt nur von der Autorität der Schrift allein oder sogar durch ihre eigenen Diktate der Tradition plus Schrift.“  (katholisch info am 15.9.2018) Diesem Papst ist die katholische
Tradition und selbst die hl. Schrift nur ein unverbindliches Archiv von potentiellen Angeboten, aus denen er nur noch marktkonform das Passende auswählt als zeitgemäßes Angebot. 

   9) Nur, warum klappt das marktgerechte Produzieren nicht recht und warum ist die EKD, 
        die schon viel marktgerechter produziert noch erfolgloser als die Katholische Kirche?
        Es gibt darauf wohl nur eine Antwort: daß die Religion sich nicht als Ware produzieren
        läßt, wie man auch die Liebe nicht als Ware kaufen kann, denn da wird sie zur Prostitu-
        tion. Nicht Alles kann, ohne sich zu deformieren, zur Ware werden. 

Zusatz:
Wie sieht den marktgerechtes Agieren der Kirche praktisch aus? Als Musterschüler kann wohl "missio" angesehen werden. Wer nun meint, daß "missio" irgendetwas mit dem Missionsauftrag der Kirche zu tuen habe, der irrt sich gewaltig.  "missio" betreibt nur noch Sozialdiakonie. In diesem Jahr  soll Äthiopien der Empfänger der großen Geldeinsammlung sein.  So beschreibt "missio" dabei ihre Arbeit: "Mit Blick auf Äthiopien, das eines der ärmsten Länder der Erde ist, betonte missio Präsident Klaus Krämer das starke Engagement der dortigen Kirche für Menschen in Not. Die Kirche in Äthiopien zeige beispielhaft, wie Christen in Afrika, Asien und Ozeanien durch nachhaltige Bildungsarbeit, Einsatz für Flüchtlinge und soziales Engagement "an der Seite der Armen und Benachteiligten" stünden." katholisch de 16.9.2018
Reine Sozialdiakonie, sonst nichts? Warum? Weil die Vorstellung, daß die Kirche Menschen zum wahren Glauben führen sollte, daß es um das Seelenheil ginge, nicht mehr auf dem freien Markt kommunizierbar sind. Die Kirche wird nur noch als organisierte Menschenliebe (=Humanitarismus) akzeptiert in der Zeit nach dem Tode Gottes (Nietzsche). Und so agiert eben auch "missio". Und sehr erfolgreich! Hier die Erfolgsbilanz:
"In Deutschland organisieren das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen und missio München den Weltmissionssonntag. 2017 erbrachte die Kollekte von missio Aachen rund 3,89 Millionen Euro, missio München sammelte rund 1,47 Millionen Euro. (stz) " katholisch de 16.9.2018 Da die Mission nicht mehr bei den Kunden ankommt, wer spendete auch nur eine müde Mark für die Verkündigung des christlichen Glaubens, ruft missio lieber auf zum Spenden für sozialdiakonisches Wirken. 
Dies zeigt aber auch, daß die Religion nicht als Ware verkaufbar ist, sodaß um des Erfolges willen auf die christliche Religion verzichtet und sie durch einen reinen Humanitarismus ersetzt wird.
      
     
   

Samstag, 15. September 2018

Rechte und Pflichten- ein paar Bemerkungen zur Organspendebatte

Es sei an die Zeiten erinnert, als wir in Deutschland noch eine Wehrpflicht hatten (die nicht ein linker Grünenpolitiker sondern eine C-Parteien Kanzlerin faktisch abschaffte),da galt es als eine Selbstverständlichkeit, daß junge Männer ihren Wehrdienst ableisteten, sofern sie nicht von der Ausnahmeregel Gebrauch machten, den Militärdienst aus Gewissensgründen zu verweigern. Eingedenk Reflexionen Ernst von Salomons darüber, was es heißt, ein Bürger eines Staates zu sein (Der Fragebogen), ist zu sagen, daß der Staat von den Wehrpflichtigen verlangte, im Ernstfalle, in einem Kriege also zu töten und sich töten zu lassen. "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist!" (Jesus Christus, Math, 20,21) limitiert sich so nicht einfach auf die Pflicht, seine Steuern zu bezahlen, sondern inkludiert zuvörderst die Anerkennung des Staates als Schwertgewalt, daß der Staat als Schwert Gott in den Dienst stellt nach Innen hin um der Gerechtigkeit willen (das Schwert als Strafinstrument) und nach Außen um des Friedens willen.
Jetzt stehen wir in Deutschland vor einer besonderen Problematik hinsichtlich der Organspenden: zu wenig Organspendewillige und ein großer Bedarf bei Schwersterkrankten. Dazu gibt es nun einen guten Vorschlag, daß die Organspende, wenn der Gehirntod diagnostiziert wurde und im Körper des Sterbenden noch spendbare Organe vorhanden sind, dann erlaubt ist, sofern der Sterbende nicht erklärt hat, dies nicht zu wollen. Die Organspende wäre damit gleichförmig zur einstigen Wehrpflicht geregelt: Jeder (jeder Mann im Falle der Bundeswehr) ist dazu verpflichtet, aber es gibt das Recht, diesen Dienst aus Gewissensgründen zu verweigern. So könnte auch jeder die Organspende aus Gewissensgründen verweigern.  
Wer nun erwartet hat, daß gerade Christen eingedenk der Lehre Jesu Christi, daß es keine größere Tat der Liebe gäbe als die, sein Leben für andere zu opfern,  hier zustimmten, wird aber enttäuscht. Plötzlich bemerkt man, daß dieses Liebeswerk doch nur für Freunde zu erbringen sei, nicht aber für Nächste, die für ihr Leben auf eine Organspende angewiesen sind! Früge man aber nach, ob dann die so Argumentierenden für Freunde bereit wären, Organe spenden zu lassen, wenn bei ihnen der Gehirntod diagnostiziert ist,würden sie aber auch Nein! sagen. 
Das Argument ist dann äußerst dürftig: Organe können nur entnommen und dann implantiert werden, wenn sie noch leben. Da so die Organe, die transplantiert werden können, leben, ist der Mensch trotz der Analyse des Gehirntodes noch nicht ganz tot und da nicht ausgeschlossen werden kann, daß dann der Tod nicht durch den Gehirntod eintritt sondern durch die Transplantation, müsse diese Organentnahme so abgelehnt werden. Aber es wäre ja das Recht eines jeden, mit diesem Argument für sich die Entnahme zu verweigern! 
Moraltheologisch geurteilt kann dies Argument aber nicht überzeugen, denn feststeht, daß der Körper des Patienten entweder an den Folgen des Gehirntodes ganz abstirbt oder daß durch die Organentnahme lebenswichtiger Organe der Tod infolge der Entnahme dem Ganzkörpertod durch den Gehirntod  zuvorkommt. 
Veranschaulichen wir uns das mal unter dem Aspekt der Lebenszeit: Das Gehirn ist tot und der behandelnde Arzt schätzt den Zeitraum, bis daß dann der ganze Körper tot ist, auf 1 bis 2 Stunden ein. Neben diesem noch nicht ganz Toten liegt ein anderer Mensch, der dringend auf eine Organtransplantation angewiesen ist und im Sterbenden sind genau diese Organe noch lebendig vorhanden, dann meinen so argumentierenden Christen, daß es moralisch richtig ist, um noch diese 1-2 Stunden bis zum Ganztod weiter "leben" zu wollen  den Tod des Anderen in Kauf zu nehmen. Die völlige Gleichgültigkeit dem Schicksal anderer gegenüber, nur um das Eintreten des Ganztodes hinauszögern zu wollen, ist so egozentrisch, daß es nicht mehr als moralisch vertretbar beurteilt werden kann. 
Dies Argument paßt aber aufs trefflichste in eine Welt des Egoismus, in der jeder nur sich selbst der Nächste sein will! Zudem:  Jesus Christus hätte dann nie sein Leben so jung für alle Menschen opfern dürfen, da er ja so auf sein Leben auf Erden verzichtete! 
Grundlegender ist aber für den moraltheologischen Diskurs der Verlust des Verständnisses von dem, was der Staat ist. Papst Franziskus ist dafür leider ein abschreckendes Beispiel, sowohl in seinem Nein! zur Legitimität der Todesstrafe wider die Lehre der Kirche als auch durch seinen Willen, die Staaten in Europa und den amerikanischen Staat durch von ihm gewünschte Masseneinwanderungen von Flüchtlingen zu destruieren. Das kann nur wollen, der nicht zu schätzen weiß, wie lebensnotwendig die Ordnung des Staates ist, dem der Christ so auch zu geben hat, was ihm geziehmt und das heißt in Extremfällen auch das Leben.      

Freitag, 14. September 2018

Der große Verschleierer: Papst Franziskus als Nebelwerfer

 "Papst: Spirituelle Leere an Kirchenskandalen schuld"  Mit dieser neuen Erkenntnis verblüfft Katholisch de am 13.8.2018 ihre Leserschaft. War bisher der "Klerikalismus" schuld an den Sexualmißbrauchsfällen, so jetzt die "Spirituelle Lehre". Das erinnert stark an den Umgang mit dem islamistischen Terrorismus: Denn auch hier verschweigt der Papst grundsätzlich die aus der islamischen Religion sich entwickelnde Motivation. Stattdessen spricht er lieber von einem in allen Religionen einwohnenden Fundamentalismus als Quelle des Terrorismus oder von sozio-ökonomische Mißständen, die Menschen zum Fanatismus verleiteten. Nur der Islam ist nie schuldig, die islamische Praxis des heiligen Krieges ignoriert er einfach bei seiner Liebe zum Islam.

Auch in dem Falle der Sexualmißbrauchsfälle praktiziert der Papst und sein Anhang es so. Was offensichtlich ist, daß wenn von 5 Fällen 4 die Opfer männlichen Geschlechtes sind, daß die Täter sich durch eine homosexuelle Orientierung auszeichnen, wird verschwiegen. Was politisch nicht korrekt ist, kann nicht wahr sein! Also können diese Untaten nichts mit der Homosexualität zu tuen haben! Nun stellt sich die Frage, was denn eine "spirituelle Lehre" mit den Mißbrauchsfällen zu tuen haben soll? Soll damit etwa gesagt werden, daß Atheisten ohne jegliche Spiritualität häufiger als Religiöse zu sexuellen Übergriffen neigen? Dafür gibt es keinerlei Indizien! Warum wird denn nicht mal eingeräumt, daß diese Mißbräuche sexuelle Praktiken sind, die zu recht moralisch und strafrechtlich verurteilt werden? Der Papst dagegen scheint an Mißbräuche ohne einen sexuelle Fundierung zu glauben, als geschähen solche Untaten aus einer klerikalistischen Gesinnung oder aus einem Mangel an Spiritualität. Auch das ist nur ein Ablenkungsmanöver, um von der homosexuellen Motivierung abzulenken. 

Eine Banalität: Menschen praktizieren ihre Sexualität um des Lustgewinnes, der mit der Praktizierung einhergeht als die natürliche Motivation zur gelebten Sexualität. Das ist die große List der Natur, daß die Menschen aus Lust so agieren, und daß sie so das tuen, was sie sollen, sich fortzupflanzen,um so das menschliche Leben zu erhalten. Eines wird dabei- aus verständlichen Gründen- gern übersehen, daß es für den Lustgewinn des Mannes nicht konstitutiv ist, daß die Frau auch dabei Lust empfindet. Der Grund dafür ist ganz einfach: Der Mann kann nicht ohne eine sexuelle Erregung den Geschlechtsverkehr vollziehen, die Frau aber wohl, denn sie kann auch gewaltsam dazu gezwungen werden. Der Mann ist so von Natur aus der Aktive. Von Natur aus ist dem Mann dabei ein "Beuteschema" eingegeben, die zur Fortpflanzung fähige Frau; nur sie erweckt bei ihm den Fortpflanzungstrieb, dem der Mann willig gehorcht, weil sein Ausleben hohen Lustgewinn verheißt. Das ist die natürliche Basis der Sexualität, auf der sich dann die kulturelle stützt, indem sie das Natürliche kulturell gestaltet: Wer darf mit wem wie sexuell verkehren? 

Offensichtlich kann es nun Störungen beim Beuteschema geben, daß Männer Frauen begehren, die noch nicht oder nicht mehr fortpflanzungsfähig sind. Letzters wird kulturell sogar gefördert durch das Konzept der ehelichen Treue, daß der Ehemann seiner Frau treu bleibt, auch wenn sie nicht mehr fortpfanzungsfähig ist. Die andere Seite, daß Mädchen begehrt werden, obzwar sie noch zu jung dazu sind, ist allseits bekannt geworden durch den Roman: "Lolita" von Vladimir Nabokov; zu fragen ist aber, ob damit auch das sexuelle Beehren von Kindern, sagen wir mal unter 10 Jahren erfaßt wird, oder ob solch ein Begehren anders zu erklären ist. Grundsätzlich: Männer behandeln dabei Mädchen oder nicht mehr gebärfähige Frauen, als wenn sie gebärfähig wären und daraus resultiert der männliche Lustgewinn. Zusatz: Es ist erst eine kulturelle Errungenschaft, wenn zur Sexualität ein beidseitiger Lustgewinn dazugehören soll.

Anders liegt es im Bereich der Homosexulität, denn hier wählt der Mann als Objekt seines Begehrens Menschen männlichen Geschlechtes, sodaß der Zweck der gelebten Sexualität nicht erreicht werden kann, aber trotzem der Akt mit Lustgewinn verbunden ist. Die Frage,wie es zu diesem deformierten Beuteschema im Manne kommen kann, ist in den Zeiten der poitischen Korrektheit tabuisiert . Es gibt nur zwei politisch korrekt akzeptierte sich widersprechende Antworten: a) Homosexualität wäre eine natürliche Veranlagung oder b) es gäbe ein Recht, sich seine Art der Sexualität frei zu wählen. A) soll  die Betonung der Natürlichkeit die Homosexualität von jeder Beurteilung als schuldhaft und unmoralisch freisprechen: Es ist natürlich, während B) freiheitstheoretisch die Homosexualität als frei gewählte Option legitimieren soll. Ein Sonderfall ist nun die Frage, warum als Objekt der Sexualität Kinder männlichen Geschlechtes gewählt werden, die selbst noch nicht reif zur Praktizierung von Sexualität sind. Eine Erklärung könnte sein, daß da der Lustgewinn sich beim Täter auch einstellt, wenn das Opfer keine empfindet,auch Unreife Objekte der männlichen Sexualität werden können. In Marquise de Sades Romanen wird gerade dies Phänomen ausgiebigst beschrieben.   

In der Kirche stößt diese Doppelbegründung auf weite Zustimmung trotz der geltenden Lehre der Kirche.Papst Franziskus scheint nun bemüht zu sein, mit vielen anderen Modernisten, auch hier die Lehre der Kirche dem anzupassen.Symptomatisch dafür war der "Starauftritt" des jesuitischen Homosexapologeten James Martin auf dem Familienfest der Kirche in diesem Jahr in Irland. Da diesem Unterfangen das Faktum, daß die große Mehrheit der sexuellen Übergriffe von Homosexuellen ausgeübt wurden,  nicht förderlich ist, wird es einfach verschwiegen: Alles und jedes darf hier Ursache für diese Mißbräuche sein, nur nicht die Homosexualität! 

Der immer hundertfünzigprozentig politisch korrekte BDKJ zeigt musterhaft, wie man die Realität der Mißbräuche verschleiern kann: Die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Lisi Maier, macht "Männerbünde" innerhalb der katholischen Kirche für fehlende Aufklärung von sexuellem Missbrauch verantwortlich. "Das sind etwa Karrierenetzwerke, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen. Diese Netzwerke verhindern Aufklärung, also muss man sie aufbrechen", sagte Maier" Katholisch de am 14.9.2018. Diese Männerbünde haben mit Sexualität nichts zu tuen, da wollen Männer einfach nur Karriere machen. Warum diese Bünde sich dann an Buben und jungen Männern sexuell vergreifen, dazu sagt die Vorsitzende  des BDKJ nichts, denn das wäre nicht politisch korrekt    

Im Standpunktkommentar auf Katholisch de am 14.9. stößt der Leser gleich auf den zweiten Verschleierungversuch: "Für die Kirchenleitung kommt es auch darauf an, die richtigen Konsequenzen zu ziehen, vor allem in der Kommunikation und im Umgang mit unreifer Sexualität. Wenn es dabei bleibt, Probleme nur hinter vorgehaltener Hand zu besprechen und ängstlich in eine Wagenburg-Mentalität zu verfallen, führt auch eine Studie nicht weiter. Eine falsche Konsequenz wäre eine pauschale Verteufelung von Homosexualität oder Zölibat." 

Also: Der Grund für die sexuellen Mißbräuche sei eine unreife Sexualität. Was immer das auch sein mag, es ist damit nicht die Homosexualität gemeint.Eine pauschale Verteufelung der Homosexualität dürfe es so nicht geben. Das ist nun offenkundig das Argumentationsziel dieses Standpunktes. Abstrus ist da der Terminus einer "pauschalen Verteufelung" daß  es sowas nicht geben dürfe ,denn die These, daß es einen Zusammenhang zwischen der Homosexualität und den sexuellen Übergriffen gäbe,  wird hier doch pauschal verteufelt . (Im Kampf gegen Rechts ist ja die pauschale Verteufelung alles Rechten die selbstverständliche Praxis auch und gerade in der Kirche geworden.) Daß der Zölibat ursächlich für die Mißbräuche verantwortbar sei,ließe sich dagegen nur behaupten, wenn ein großer Teil der Opfer weiblichen Geschlechtes wäre. Das weiß auch der Standpunktkommentar, aber er spricht hier extra vom Zölibat, um vergessen zu machen, daß 4 von 5 Opfern männlichen Geschlechtes sind und dafür sind nun wirklich nicht am Zölibat leidende Heterosexuelle schuld. Aber was tut man nicht alles,um hier die Täterschaft zu verdunkeln. Aufklärung darf nicht stattfinden- denn die Ergebnisse sind eben nicht politisch korrekt. Jetzt schlägt die Stunde der Vernebler! Und Papst Franziskus schreitet da voran.