Donnerstag, 28. Mai 2020

Totalitärer Relativismus- oder der Krieg gegen die Kirche


Was im ersten Augenblick wie ein Widerspruch in sich selbst erscheinen muß, ist die Wahrheit über den postmodernen Relativismus. Wer urteit, daß er nichts wüsse, der weiß, daß sein ganzes vermeintliches Wissen ein Irrtum ist und das ist selbst ein vollkommenes totalitäres Wissen, denn hier wird das ganze Wissen als Unwissen erkannt. Kardinal Ratzinger warnte so vor der Diktatur des Relativismus: Er sprach von der gegenwärtigen "Diktatur des Relativismus", die nichts als endgültig anerkennen wolle, die sogar einen "klaren Glauben nach dem Credo der Kirche" als Fundamentalismus abstempele.
Die Theologieprofessorin Rahner demonstriert nun mustergültig diesen totalitären Relativismus: Rahner: Die Kirche soll von der Wahrheit sprechen, aber auch wissen: Keiner besitzt sie. Wir sind alle auf der Suche. Es gibt in der katholischen Kirche verbindliche Lehrentscheidungen, den Versuch der Beschreibung der Wahrheit für eine jeweilige geschichtliche Stunde. Doch gilt auch die Erkenntnis Karl Rahners: "Jede Wahrheit kann eine Minute nach ihrer Verkündigung schon falsch sein." Johanna Rahner, Zeit online 10.Juli 2014 Zum Amen gehört das Amen
Daß die Wahrheit niemand besäße, das ist nun seit des freimauererischen Lessing-parabel vom verlorenen Ring die Kampfparole gegen die Katholische Kirche. Die Wahrheiten des Glaubens sind nur zeitbedingte Wahrheiten mit sehr geringer Haltbarkeit. Damit wird die ganze Wahrheit des Katholischen Glaubens in Frage gestellt, denn alles in ihr sei doch nur zeitbedingt.
In der Tagespost vom 26.5.2020 klingt das dann so: Die Theologin Johanna Rahner sprach sich gegen die Vorstellung von starren, unveränderlichen Glaubensinhalten und Kirchenlehren aus. Von „Ewigen Wahrheiten“ zu schwadronieren, ordnete die Dogmatikerin einer Ideologie der „Geschichtsenthobenheit“. Damit formuliert sie selbstredend eine ewige geschichtsenthobene Wahrheit, daß alles geschichtsbedingt sei und ob dieser kontextuellen Bedingtheit keine ewige Wahrheit sein kann. Entweder ist diese Aussage nun selbst wieder eine geschichtsbedingte, dann ist sie aber nur für den jetzigen Augenblick war, oder sie sagt die Wahrheit über alle Lehren der Kirche aus, dann ist diese Aussage selbst eine ewige Wahrheit. Frau Rahner vertritt offensichtlich die letztere Position: Nur sie, und nicht die Kirche lehrt ewige Wahrheiten.
Wörtlich sagte Rahner: „Ich möchte die klassische Dogmatik nach außen hin öffnen. Wir können nicht den Menschen an die Regeln anpassen, sondern müssen die Regeln menschlich verstehen.“ In diesem Zusammenhang meinte die Theologin zudem: „Wenn die Kirche die Welt scheut, wird sie esoterisch.“ Ihr Verständnis von der katholischen Kirche brachte Johanna Rahner auf den Punkt, indem sie die Kirche als „keusche Hure“ bezeichnete. Kath info 9.Juli 2014
Die Prostitution mit dem Zeitgeist, das meint diese Theologin, wenn sie von der Welt spricht, soll so die Tugend der Katholischen Kirche sein. Die offenbarten Wahrheiten der Katholilischen Kiche müssen menschlich verstanden werden, eben als rein menschliche Hervorbringungen, die eben so ihren Wert auch verlieren können, wenn sie nicht mehr gefragt sind. Dann sind sie eben durch neue Produkte zu ersetzen, die sich besser auf dem freien Markt durchsetzen können, weil sie marktkonformer produziert werden. Wichtig ist ihr, daß eben die Prostitution den Freier, hier die Welt als den Herrn der Kirche anerkennt, dem sie zu dienen hat, indem sie sich ihr subordiniert. Da die Wünsche der Welt sich wandeln können, ist es die Aufgabe der Kirche, hier flexibel sich nach den Konsumwünschen der Welt auszurichten.
Der synodale Irrweg sei dafür jetzt der richtige Ort, Denn: Johanna Rahner: Glaubensinhalte und Kirchenlehren nicht unveränderlich Kath de 26.52020. Das ist die totale Kriegserklärung gegen die Katholische Kirche..

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