Dienstag, 18. August 2015

Die Linke ist auch nicht mehr das, was sie mal war!

In Kath info ist über das mehr als lesenswerte Buch von Vladimir Palko zu lesen (21.Juli
2014)
"Die ersten 120 Seiten von „Die Löwen kommen“ beschäftigen sich mit den Parallelen und Überschneidungen zwischen der kommunistischen Diktatur, die Vladimír Palko in der damaligen Tschechoslowakei aus nächster Nähe erleben musste, und der anschließenden Diktatur in Namen der Freiheit und der Toleranz, mit welcher der Westen im Prinzip alle ehemaligen kommunistischen Staaten Osteuropas mehr oder weniger infiziert hat. Die Definition von Freiheit und Toleranz ist dabei natürlich den linken Ideologen überlassen. Palko betrachtet in diesem Zusammenhang verschiedene Phänomene und Personen, so etwa Hollywood, Margaret Sanger, die „American Civil Liberties Union“, Daniel Cohn-Bendit und Elfriede Jelinek. Das Fazit: „Die Unterstützung der Rechtmäßigkeit von Abtreibungen ist ein Kitt, der die Linke in ganz Europa verbindet.“ Drei für Christen nicht verhandelbare Punkte stehen im Zentrum des gesamten Buches, um den Niedergang der abendländischen Zivilisation zu zeigen. Einerseits ist es das Thema Abtreibung, dann die Euthanasie, und schließlich die homosexuelle Kampfpropaganda."

Es soll hier nun nur ein Nebenaspekt dieses Buches erörtert werden! Wer sich auch nur noch dunkel an die Propaganda des "Real existierenden Sozialismus" wider die Dekadenz des westlichen Imperialismus in seiner höchsten Verfäulnisstufe erinnert, (man denke an Lenins diesbezügliche Schrift), der muß erstaunt konzedieren, daß all das, was einst als die Sumpfblüten der Fäulnis galten heuer den Linken Europas  die kulturellen Errungenschaften der Freiheit und der Emanzipation sind!
Palko konstatiert einen Paradigmenwechsel in der Linken Europas nach der Implosion der real existierenden Sozialismus- und das kann nun auch begriffen werden als die Einpassung der Linken in die Postmoderne. Denn dieser Paradigmenwechsel besteht nun im Verzicht auf die Idee einer Revolutionierung der gesellschaftlichen Verhältnisse, des "Unterbaues", wie man das früher nannte- nämlich der kapitalistischen Grundstuktur, zugunsten der Vorstellung einer Kulturrevolution, die die ökonomische Basis der Gesellschaft  unverändert läßt, aber die bürgerliche Kultur auflösen will. Und was orthodoxe Kommunisten als aus der materialen Basis der Gesellschaft grundgelegte Epiphänome ansahen , das soll nun ein kulturelles Fortschrittsprojekt sein.
So seltsam es klingt: die Linke gewann nach ihrer Totalniederlage 1989, indem sie sich radical den Konditionen  der Postmoderne einpaßte. Wir haben es sozusagen mit einer postmodernisierten Linken zu tun. Und das macht ihre eigene Differenz zur traditionellen Linken aus Sie will herrschen, und darum will sie auch alles Nichtlinke unterdrücken- das verbindet sie mit der alten Linken. Nur darf dies nicht die große Differenz zur früheren Linken verdecken. 
Statt von einer klassenlosen Gesellschaft zu schwärmen, träumt die neue Linke von einer multikulturellen und    multiethnischen Gesellschaft.  Volk und Kultur stehen so im Vordergrund und nicht mehr Begriffe aus der Kritik der politischen Ökonomie.Ein eigentümlicher Verdscht drängt sich uns da auf: könnte es sein, daß die neue Linke die bürgerliche Kultur (Ehe, Familie, Nationalstaat, Beruf) als der Weiterentwicklung des Kapitalismus Behinderndes jetzt auffaßt und so als Linke die Kultur modernisieren will für die Weiterentwicklung der Ökonomie? Das muß zuvörderst abwegig klingen- ist es aber gar nicht. Denn eine der Grundansichten des Marxismus war ja die These, daß die Weiterentwicklung der materiellen Basis der Gesellschaft- (der Produktivkräfte und der Produktionsverhältnisse) eine Veränderung,ja gar eine Revolutionierung der Kultur erheischt. Einfach gesagt: der sich entwickelnde Kapitalismus verlangte nach der bürgerlichen Demokratie, weil das  die dem Kapitalismus gemäße kulturelle und politische Ordnung sei. Also, die Kultur und Politik mußte angepaßt werden Und so paßt es in diese Denktradition, daß in der Zeit der Globalisierung, was erstmal ein ökonomisches Phänomen ist, die Kulturen, die noch national und bürgerlich gefaßt sind, auch globalisiert werden. Man könnte dann das linke Kulturprojekt als die Umformung der bisherigen Kulturen in eine globalisierte Einheitskultur verstehen, das so das Korrelat zur Globalisierung bildet.  Im Zentrum steht dabei die Reduction des Menschen auf sein Sein für die Wirtschaft als Produzent und Konsument- nichts anderes soll er mehr sein und ist er noch anderes, so soll das gleichgültig sein! Es wäre dann die Pointe der neuen Linken, die bürgerliche und christliche Kultur als Hemmnis für das erstmal ökonomische Projekt der Globalisierung zu begreifen.
Wenn das Projekt der Globalisierung sein Ideal in der Vorstellung eines einzigen freien Weltmarktes hat, auf dem jeder kaufen und verkaufen kann und dem alles andere subordiniert ist, von der Familie bis zum Nationalstaat, dann steht jede bürgerliche Kultur mit ihrer Liebe zu solch conservativen Ordnungen   dem gegenüber. 
Der  Kampf wider die traditionellen Ordnungen wäre so ein Kampf für eine neue Kultur gemäß der sich jetzt ereignenden Globalisierung! Die Linke Europas wäre somit zu einer reinen Fortschrittspartei geworden. die die Globalisierung bejaht und in ihrem Geiste kulturell anfüllen will. Und als solche ist sie dann um der Durchsetzung einer neuen Kultur für die globalisierte Weltgesellschaft intolerant gegen alles Globalisierungskritische! Denn die linke Globalisierungskritik sagt ja nicht Nein zur Globalisierung, nur Nein zu dem Wie der Umsetzung, daß da nicht eine linke Kultur in das Konzept der Globalisierung eingetragen wird, also daß die Anliegen des Feminismus, der Homosexuellen, der Minderheiten und und nicht gleichberechtigt zum Tragen kommen. 
So gesehen unterscheidet sich die kommunistische Herrschaft vor 1989 deutlich von der Kulturhegemonie der   neuen Linken jetzt. Die neue Linke herrscht nämlich auch dann und vielleicht gerade dann, wenn conservativ-liberale Regierungen das politische Sagen haben, aber selbst dann die sich der Kulturhegemonie der neuen Linken unterzuordnen haben- weil sie die Kultur bestimmt! Die Kontinuität, daß die Linke immer für eine Globalisierungskonzept stand, ist dabei aber auch nicht übersehbar!  Den Kampf der Linken gegen die traditionelle Ordnungen von Familie und Volk, Ehe und Nationalstaat ist so gesehen erst begriffen, wenn man diesen Kampf als ein Moment des  Globalosierungskonzeptes ansieht, der Vorstellung einer Einheitswelt. Papst Benedikt XV dazu sagte dazu in seinem Motu proprio vom 25. Juli 1920: " Hier reift nun die Vorstellung von einer universellen Republik heran, die auf der absoluten Gleichheit der Menschen und der Geister beruht, aus welcher jede Unterscheidung nach Nationalitäten verbannt würde...Falls diese Theorien in der Praxis umgesetzt werden, müssen sie unweigerlich eine noch nie dagewesene Schreckensherrschaft entfesseln." zitiert nach: Friedrich Romig, Die Rechte der Nation, in Romig, Rechte der Nation, 2002, S.15,Fußnote 6.     


Montag, 17. August 2015

Hurra- in Deutschland werden wieder Bücher verbrannt!

"Bücherverbrenung in Deutschland"- unter dieser Überschrift berichtet Kath net am 17.8: 

"In der Stadt Bad Dürrheim wurden 3200 Bücher der Stadtbibliothek vernichtet. Betroffen sind Bücher, die nicht in politisch-korrekter Sprache geschrieben sind, z.B. d. Bücher von Erich Kästner. Diese landeten bereits auf den Scheiterhaufen der Nazis
Bad Dürrheim (kath.net)
In der der deutschen Stadt Bad Dürrheim (Baden-Württemberg) wurden in den vergangenen Tagen 3200 Bücher der Stadtbibliothek vernichtet. Auf dies macht der bekannte Journalist und Kolumnist Roland Tichy in seinem Blog aufmerksam. Die Aktion richtete sich offensichtlich gegen Bücher mit „falscher“ Schreibweise. Das sind solche, die beispielsweise das Wort „Neger“ enthalten. Betroffen sind auch die Bücher von Erich Kästner, Autor so berühmter Kinderbücher wie „Das fliegende Klassenzimmer“, „Pünktchen und Anton“, „Das doppelte Lottchen“. 

Der politisch korrekt Sozialisierte weiß natürlich die "bösen" von den "guten" Bücherverbrennungen und Vernichtungen zu distinguieren, denn wenn zwei das selbe tun, ist das noch lange nicht das selbe. Wenn also Nationalsozialisten Bücher vernichten, ist das etwas Böses, sodaß man hier nun auch Heinrich Heine zitieren sollte, daß wer Bücher verbrennt, auch Menschen verbrennt. Wenn dann aber nach 1945 wir Deutschen von "bösen Büchern" befreit wurden, indem die Befreier , auch politisch  unkorrekt die Siegermächte genannt, ihnen suspekt vorkommende Bücher vernichten ließen, dann war das eine "gute" Büchervernichtung! Und hier gilt nun, daß die Bücher vernichtet werden, damit nicht ferner Menschen verbrannt werden! Die Grün-Rote Landesregierung dachte sich wohl, was die Befreier Deutschlands taten, um uns vor falschen Büchern zu bewahren, indem man sie vernichtet, das können wir dann auch. Und so wurden nun in Deutschland zum zweiten male die Bücher von Erich Kästner verbrannt. Aber als Adepten der Politischen Korrektheit wissen wir Bescheid! Wenn Nazis das tun ist das etwas Abscheuliches, wenn es Jünger der Politischen Korrektheit tuen, ist es ein Musterbeispiel an Civilcourage!   
Nun könnte mancher Leser sich fragen, ob denn nicht der Höchstwert der Politischen Korrektheit, der der Toleranz ein Vernichtung von Literatur verböte. Eigentlich schon, wenn man unberücksichtigt läßt, daß die Lieblingsparole der Toleranz heuer immer verbunden ist mit der Forderung, keine Toleranz den "Intoleranten" und intolerant sind nun alle, die nicht politisch korrekt denken! So gibt es hervorragende, mutige Pfarrer, die, wenn eine politische Kundgebung in der Nähe ihrer Kirche stattfindet mit nicht politisch korrekten Inhalten, sie die Kirchenglocken läuten lassen, wenn möglichst so volltönend, daß die Kundgebung nicht mehr durchgeführt werden kann, weil die Glocken sie übertönen!  Couragierte Pfarrer limitieren sich dabei nicht darauf, ihre politisch korrekte Meinung durch die Kirchglocken zu verkünden, nein, sie sind mutiger: wer nicht richtig denkt, (so wie ich), der darf hier seine Meinung nicht öffentlich kundgeben- denn die Meinungsfreiheit gilt nicht für Jedermann! Und so dürfen eben auch Bücher vernichtet werden, wie man eben auch unliebsamen Querdenkern das Recht der Meinungsfreiheit abzusprechen hat- und das auch ganz tatkräftig durch das Geläut von Kirchenglocken! 
Der Kampf gegen die Meinungsfreiheit ist dabei schon so weit gesammtgesellschaftlich akzeptiert, daß auch eine "linke" Büchervernichtung kaum noch wen als anstößig erscheint- denn diesmal verbrennen ja die guten die bösen Bücher, und wenn Herr Kästner eben nicht politisch korrekt geschrieben hat, dann wird er eben verbrannt. 
Klugerweise haben die Kirchen da schon vorgesorgt: heimlich- wenig beachtet- hat man eine Bibel in politisch korrekter Sprache schon hervorbringen lassen, sodaß für den Fall der Vernichtung aller bisherigen Bibeln, dann diese korrekte weiter vertrieben und gelesen werden darf!    


Sonntag, 16. August 2015

Marx und Mariä Himmelfahrt

Marx: "Wir brauchen einen Ausgleich und große Solidarität", so betitelt Kath net die Predigt  von K(ardinal) Marx zu Himmelfahrt, und man frägt sich, ob hier nicht aus einem Manuskropt von Karl Marx vorgelesen war- aber nicht von ihm sondern von Heinrich Heine stammte die Parole, daß wir den Himmel den Spatzen überlassen, während wir auf Erden Zuckererbsen essen wollen! Traut man Kath net, hätte der Kardinal Marx, (wie sein berühmter Namensgeber) über das Thema "Himmelfahrt" nichts zu sagen und Maria? Auch nichts- stattdessen nimmt er sich-ganz staatspoltisch- des Themas: "Asylanten" an. So las man das dann in Kath net am 16.7. 2015:  


"Predigt zu Mariä Himmelfahrt: Kardinal Marx besorgt über Flüchtlingssituation und Ungleichheit in der Welt
„Wer deutschen Boden betritt, soll menschenwürdig und gerecht behandelt werden“
München (kath.net/pem) Nach Wahrnehmung von Kardinal Reinhard Marx (Foto) bewegt die anhaltende dramatische Flüchtlingssituation die Menschen trotz der vermeintlich heiteren Urlaubszeit sehr und lässt sie ratlos werden, wie es weitergehen soll: „Wir spüren, dass um Europa herum die Sorgen und Bedrängnisse groß und die Probleme nicht einfach zu lösen sind“, sagte der Erzbischof von München und Freising bei seiner Predigt zum Hochfest Mariä Himmelfahrt am Samstag, 15. August, im voll besetzten Münchner Liebfrauendom. Jenseits der Grenzen Europas gebe es „turbulente und schwierige Situationen, die Gefahr ist größer als in den vergangenen Jahrzehnten“, so Marx."

Was hier nun uns interessieren soll ist zuvörderst die Frage, ob dieser Kardinal zur Causa Mariä Himmelfahrt wirklich nichts zu sagen hatte oder warum, wenn er doch auch etwas dazu gepredigt haben sollte, warum dies dann von Kath net nicht berichtet wird?  Dies scheinbar so Bedeutungslose offenbart uns nämlich die ganze Misere des Deutschen Katholizismus! Egal, was an Theologischem der Kardinal auch gepredigt haben mag, als berichterstattungswürdig wird allein das "Politische" angesehen, hier der blauäugige Humanismus, daß wir Deutschen eben dazu verpflichtet wären als Sozialstaat für die Welt alle Elenden und Hungernden zu verköstigen!  Statt vom Himmel zu predigen oder uns zu berichten, was denn dieser Prediger dazu uns zu sagen hat, lesen wir nur was tagespolitisch Aktuelles! Ist Mariä Himmelfahrt nicht etwas wichtigeres als die pokitische Kontroverse um den rechten Umhang mit dem Problem der Asylanten?
Und was sagt denn nun dieser Hobbypolitiker zu dieser Causa? Nehmen wir mal den Kardinal ernst und tuen so, als wenn er das ehrlich so gemeint hat! In München ist der Unterschied zwischen Reich und Arm unübersehbar- Luxusvillen und viele, viele, die Woche für Woche ihr Essen sich von der "Tafel" abholen. Nun kommt ein armer "Tafelkunde" auf die Idee, daß der hochwürdigste Kardinal diese Predigt ehrlich gemeint hat- so steigt er des Nachts durch ein Fenster in das Bischofshaus ein, um dort durch tatkräftiges Umverteilen ein mehr an Gerechtigkeit zu schaffen! Als er da in flagranti vom Bischof erwischt wird, er suchte gerade das Bargeld- da sagt er -klug wie er ist: "Herr Kardinal, ich bin ein Armutsflüchtling- aus meinem Elends- und Armutsdasein flüchte ich in ihren Palast, um so auch einen Anteil an ihren Gütern zu bekommen- das ist Gerechtigkeit! 
Der Kardinal sagt darauf, daß wer seinen Boden betritt, ein Anrecht auf humanes Mitihmumgehen hat Nicht zeigt er ihn an wegen versuchten Raubes sondern lädt ihn ein zu einem guten Abendessen und gemeinsam konferieren sie dann, wie der Arme zu mehr Geld kommen kann, damit die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit in München zwischen Arm und Reich abgemildert wird! 
Oder meinte der Kardinal das Alles gar nicht so ernst? Was soll dann aber diese Humanistenpredigt? Ist es denn wirklich christlich, Menschen, die versuchen auf illegale Weise zu mehr Geld zu kommen, zu unterstützen? Wenn das Recht auf Asyl Menschen vor Verfolgung schützen sollte, so verstehen die Gutmenschen heuer darunter, daß jeder, der irgendwo in der Welt lebend, mit seinem Lebensstandard nicht zufrieden, nach Deutschland einreisen darf, um hier zu leben ,damit er es sich hier gut gehen läßt! Als wäre Deutschland der Sozialstaat für die ganze Welt! Aber am Deutschen (Sozialstaats)Wesen kann nun mal die ganze Welt nicht genesen! 
Aber kommen wir auf das Grundproblem zurück, daß das Proprium des Tages, daß Maria leiblich in den Himmel aufgenommen wurde entweder dem Kardinal oder Kath net keine Zeile wert war- es interessiert nur das sonntägliche Humanistengerede- das Religiöse spielt keine Rolle! Selbst angesichts der Himmelfahrt schaut diese Art von "Theologie" nur aufs Irdische und überläßt den Spatzen den Himmel! Und ein Katholischer Kardinal hält humanistisch-politische Ansprachen-und dazu taugt eben die Mutter Gottes nichts, schon gar nicht ihre Himmelfahrt! 
all

Samstag, 15. August 2015

Ein Beispiel der Selbstauflösung der Katholischen Kirche

Grundlagen und Ziele der Katholischen jungen Gemeinde
In der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) schließen sich junge Christinnen und Christen zusammen (Mitglied der KjG kann jede/r werden, die/der die Grundlagen und Ziele des Verbandes bejaht.) . Demokratisch und gleichberechtigt wählen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer die Leitungen und entscheiden über die Inhalte und Arbeitsformen des Verbandes.

Ihre jeweiligen Bedürfnisse und Interessen bestimmen das verbandliche Leben. Die Gruppen, Projekte und offenen Angebote der KjG bieten Raum für Begegnungen und Beziehungen, gemeinsame Erlebnisse und gemeinsames Handeln. In ihnen erfahren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, daß sie ernstgenommen werden und nicht allein stehen.

Die KjG unterstützt sie darin, ihr Leben verantwortlich zu gestalten und eigene Lebensperspektiven zu entwickeln. Sie begleitet sie bei der Suche nach tragfähigen Lebensentwürfen und nach Orientierung. Sie ermöglicht ihnen einen Zugang zum christlichen Glauben und ermutigt sie zu einem selbstverantworteten religiösen Leben.

Die KjG fördert auf vielfältige Weise, soziale, pädagogische und politische Verantwortung zu übernehmen und unterstützt die Entwicklung persönlicher Interessen und Fähigkeiten.

Die KjG greift die Fragen und Anliegen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und befähigt sie, sich in Kirche und Gesellschaft zu vertreten. Insbesondere setzt sie sich dafür ein, daß Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Pfarr- und Kommunalgemeinde gleichberechtigt mitgestalten können. Sie engagiert sich für Strukturen, die Mitbestimmung und Mitentscheidung ermöglichen.



Der Zusammenschluß in der KjG schafft Voraussetzungen für eine wirksame Interessenvertretung in der Öffentlichkeit. Die KJG arbeitet darüber hinaus mit den Mitgliedsverbänden im BDKJ sowie mit anderen Verbänden und Organisationen zusammen.
Mit ihrem Engagement steht die KjG ein für eine demokratische, gleichberechtigte und solidarische Gesellschaft und Kirche. Sie wendet sich gegen jede Art der Ausgrenzung und Unterdrückung von Menschen und gegen die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Die KjG setzt sich ein für eine Politik, die sich orientiert an der weltweiten Verwirklichung gleicher und gerechter Lebensbedingungen für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer und einer ökologisch verantworteten Lebensweise.

In diesem Anliegen erklären sich die Mitglieder der KjG solidarisch mit anderen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie suchen sowohl im eigenen Land als auch über Ländergrenzen hinweg die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Begegnung mit ihnen.

So versteht sich die KjG als Kirche in der Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.





Dieses Grundlagenpapier der "Katholischen Jungen Gemeinde" wird sicher einst in den Weg in die Standartliteratur  über die Kirche in der Postmoderne, ihren unaufhaltsamen Niedergang finden. Katholiken werden sich dann irritiert fragen, wie ein solches Maß der Selbstverleugnung des Katholischen möglich war? Ob vielleicht dies Papier in einer Zeit der Diktatur verfaßt wurde, wo der Mut zum Bekenntnis fehlte- oder wie sonst dieser Opportunismus und die Anbiederung an den säkularistischen Zeitgeist so möglich war- ob es denn keinem Bischof aufgefallen ist, daß in der KJG der christliche Glaube so klein geschrieben wird, daß er da fast gar nicht mehr vorkommt? Hier wird nur noch an Demokratie, Gleichberechtigung und Solidarität  geglaubt. Und man braucht kein Hellseher zu sein, um hinter dem schönen Begriff des "selbstverantworteten religiösen Lebens"   nur eine Chiffre zu sehen für, daß jeder sich frei auswähle, was  er wie glauben mag! 
Wenn jemand sich frägt, warum die Kirche heuer in der Aufgabe der Weitergabe des Glaubens an ihren eigenen Nachwuchses so versagt, dann ist eines unübersehbar: eine Kirche, die so geartete Jugendorganisationen unterhält wie die "Katholische Junge Gemeinde" oder den BDKJ, der verspielt seine Zukunft !  

Über die erkrankte Verkündigung

Bischof Stefan Oster verdanken wir eine brillante Diagnose des Krankenstandes der heutigen kirchlichen Verkündigung (Kath net 13.8. 2015 "Humanismus der Nettigkeit-oder woran krankt unsere Verkündigung?"

"Zur Diagnose: Ich halte es erstens für eine äußerlich recht sympathisch wirkende Irrlehre, wenn heute mit Hilfe des Schlagwortes „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“ das Christentum zu einer Art Humanismus der Nettigkeit nivelliert wird: Ja nichts von Sünde, nichts von Umkehr, nichts von Gericht, schon gar nicht von Hölle predigen! Passt nicht mehr in die Zeit. Und passt auch irgendwie nicht zur Kirche im Heute. Die „Botschaft“ des Evangeliums ist demnach vor allem ein nettes, ein wenig ethisch aufgeladenes Handlungsprogramm, das uns auffordert, gut zueinander zu sein, vor allem gut zu Minderheiten und Armen, gut zur Schöpfung, gut zu Flüchtlingen, gut zum Nachbarn..... Und wer das einigermaßen erfüllt, der ist schon Christ oder zumindest irgendwas Ähnliches. Der meint, es jedenfalls schon verstanden zu haben, was in der Kirche immer gepredigt wird, der ist irgendwie dabei. Aber freilich: regelmäßiger Gottesdienst, persönliches Gebetsleben, Fasten, Umkehr, persönliche Heiligung – alles ist dann nicht mehr wirklich nötig: „Hab ja eh kapiert, was gemeint ist – und bemüh mich dann auch ums Gutsein." 


Dogmatisch geurteilt ist dies- so treffend der Passauer Bischof eine zeitgenössische Erscheinungs-form des Pelagianismus. Diese Irrlehre bildet den Gegenpol zur katholischen Gnadenlehre, die der hl Augustin in Konfrontation mit Pelagius und seinen Schülern vertieft und weiterentwickelt hat. Wenn man diesen großen und tiefsinnigen Diskurs auf seine Kernkontroverse zurückführen will, dann heißt die Grundfrage, ob der Mensch-nach dem Sündenfall- allein aus seinem natürlichen Vermögen heraus so sein Leben führen kann, daß es entweder vor Gott als ihm hinreichend wohlgefällig ist, sodaß der Mensch dann ins Reich Gottes eingehen darf, bzw. ob, wenn er so gut lebt, wie es ihm sein natürliches Vermögen zum Guten ermöglicht, daß Gott dann ihm dies gnadenhaft als ausrechend anrechnet, sodaß er ins ewige Leben eingehen kann. So schließt der Pelagianismus nicht prinzipiell die Gnade Gottes aus, aber diese Lehre sagt eben, daß, wenn der Mensch nur wirke, wie es ihm seine gefallene Natur noch erlaubt, dies ausreicht, um ins Reich Gottes einzugehen, weil wenn der Mensch das zum Guten ihm Mögliche realisiert,Gott dann -gewiß- das Fehlende  gnadenhaft ergänzen wird. Was nun das Gute ist, das der Mensch auch nach dem Sündenfall noch leisten kann, um dann ins Reich Gottes eingehen zu können, darüber divergieren im Pelagianismus die Vorstellungen. Man kann aber sicher sein, daß es, hätte der heutige Pelagianismus recht, noch nie so leicht wie heute war, ins ewige Leben einzugehen! Es reiche, anständig zu leben, so die Kernbotschaft des heutigen Pelagianismus! 
Damit wird aber das ganze Heilswerk Jesu Christi und damit auch die Kirche für völlig überflüssig erklärt. Denn Niemand braucht die Offenbarung Jesu Christi oder die Lehre der Kirche, wenn es ausreicht, anständig zu leben und wenn darunter eben nur das verstanden wird, was der gesunde Menschenverstand immer schon als anständig empfunden hat. (Nebenbei selbstredend unterliegt auch der gesunde Menschenverstand dem Wandel der Zeit, so daß heuer es schon als unanständig empfunden wird, nimmt man an praktizierter Homosexualität Anstoß, während früher die Praktizierung als unanständig empfunden wurde- aber diesen Wandel reflektiert das unmittelbar Wissen um das, was anständig ist und was es nicht ist, schon nicht mehr, um in seiner Naivität zu verharren) 
Hinter dieser Konstruktion steht nun aber auch ein ernst zu nehmendes Anliegen des Pelagianimus. Diese Lehre geht aus von dem Gedanken, daß Gott Menschen gerecht beurteilt und so belohnt oder bestraft. Wenn Gott nun vom Menschen die Erfüllung von Einlaßbedingungen in das Reich Gottes einfordert, dann kann er als gerechter Gott nur Einlaßbedingungen fordern,die vom Menschen auch erfüllbar sind und erfüllbar ist nur das, was der Mensch aus seinen ihm eigenen Vermögen vermag- was seiner natürlichen Potenz entspricht. Wenn Gott Menschen Gnade zukommen läßt, dann dürfe das nur bedeuten, daß Gott dem Menschen eine übernatürliche Kraft gewährt, damit er das, was er eigentlich bloß aus seinen Kräften hätte wirken können, nun "leichter" realisieren kann. Oder Gnade meint, daß Gott das von einem Menschen geführte Leben, obwohl er das ihm an Gutem Mögliche nicht realisiert hat, so ansieht, als hätte er das ihm Mögliche realisiert und gewährt ihm so den Eintritt ins Reich Gottes. Das eine mal verändert die Gnade die Potenz des Menschen, sodaß er leichter das ihm Mögliche an Gutem realisieren kann, das andere mal wird das von ihm realisierte so angesehen-nämlich gnädig- als hätte er so gelebt, wie er gut hätte leben können. 
Ausschließen will der Pelagianismus, daß Gott sagt, daß nur der von ihm mit Gnade ausgestattete oder gnädig Beurteilte in das Reich Gottes eingehen kann, sodaß die Gnade eine Bedingung ist, die der Mensch zu erfüllen hat, die er aber nicht und nie erfüllen kann, weil Gnade ein Geschenk Gottes ist, das der Mensch nicht selbst erwirken kann. Einfacher gesagt: Gott fordert etwas vom Menschen, das aber nur Gott selbst erfüllen kann und das wäre ungerecht. Erasmus von Rotterdamm  ist dann wohl der humanistische Theologe, der den Pelagianismus am wirksamsten und überzeugendsten in der anbrechenden Moderne entfaltete und die Aufklärung erkannte dann in ihm den einzig akzeptablen Theologen! 
Bischof Stefan Oster charakterisiert so sehr treffend die heutige Erscheinungsform des erasmischen Pelagianismus! Für ihn ist die Religion so nichts anderes mehr als irgendwie an ein höheres Wesen (Gott) zu glauben und sich bemühen, anständig zu leben. Und das ist wohl auch das Konzentrat der modernen Predigten!   
Die andere Irrlehre ist, wie der Bischof treffend ausführt, der Heilsautomatismus- einfach gesagt: weil Gott die Liebe ist, liebt er jeden Menschen und so wird auch jeder als von Gott Geliebter ins Reich Gottes eingehen!    
Der Kollateralschaden: Jesu Christi Heilswerk  wird zu etwas völlig Überflüssigem und selbstverständlich auch die Kirche mit ihren Sakramenten und ihrer Lehre vom Wege des Heiles. Eigentlich hätte Jesus nur verkünden brauchen: "Ihr seid alle gesund  und bedürft keines Arztes und Heilandes- tut einfach das jedem  von euch an Gutem Mögliche und Gott wird euch aufnehmen in sein ewiges Reich. Und was das Gute ist, da braucht euch auch niemand zu belehren, denn das sagt euch euer gesunder Menschenverstand und der reicht für ein Gott wohlgefälliges Leben!  Ich, Jesus Christus bin so für euch völlig überflüssig!      
  

Freitag, 14. August 2015

BDKJ- ein Offenbarungseid

"1. In unserer Kirche arbeiten Priester und Laien, junge und alte Menschen partnerschaftlich zusammen. In unserer Kirche können alle Menschen ihre Berufung leben: Männer und Frauen, als Laie, als Priester, als Priesterin. In unserer Kirche reden wir mit: Wir sind getauft, viele von uns sind gefirmt – und deshalb sind wir auch dazu berufen, uns einzubringen. Wir wollen Verantwortung übernehmen – und das bedeutet mitzuarbeiten, aber auch mitzuentscheiden und das zu kritisieren, was wir anders sehen.Junge Menschen sind bereit, sich in der Kirche einzubringen. Sie wissen, dass sie einen wichtigen Beitrag leisten können, und sie
erwarten dafür auch Anerkennung und Respekt. Für junge Menschen ist es selbstverständlich, dass alle Menschen gleichberechtigt miteinander umgehen. In der Kirche gibt es viele Berufungen – aber kein Mensch ist mehr wert als andere, weil er oder sie eine besondere Berufung oder Weihe hat. Für Kinder und Jugendliche ist es unverständlich, warum Gleichberechtigung und Demokratie so wenig Platz in der Kirche haben. Verweise auf die Tradition, mit denen Frauen und Laien allgemein von Leitungsverantwortung ausgeschlossen werden, überzeugen sie nicht. Darüber hinaus verstehen sie nicht, , warum der Zölibat zwingende Voraussetzung für das Priesteramt ist.
Viele Menschen schätzen den Papst als Oberhaupt und Vorbild. Die, die dabei waren, denken gerne an die Vigil mit dem Papst in Freiburg zurück und haben daraus Impulse für ihren Glauben ziehen können. Sie hinterfragen aber auch Strukturen und Macht, sie fordern Veränderungen und Mitbestimmung."

So tönt das Positionspapier "Unsere Kirche" des BDKJ aus dem Jahre 2012. Das Wort "Gott" kommt in dem Positionspapier nur einmal vor, als "Gottesdienst"!, Jesus Christus auch nur einmal in der Bezeichnung der Kirche als der Jesu Christi. Sonst findet sich da nichts Religiöses oder gar Christliches, außer der hausbackenen Litanei nach mehr Demokratie und mehr Mitbestimmung und das alle gleich sein sollen! Wozu dient die Taufe und die Firmung? Der BDKJ weiß da eben bescheid: daß so alle gleichberechtigt mitbestimmen können! Und was hat es dann mit dem Weihesakrament auf sich? Das vergaß der BDKJ eben einfach- nur, daß er eben auch Priesterin haben will! Und das Zölibat mag er auch nicht! Sie verstünden es nicht. Aber dieses Eingeständnis defizitären Verstehens ermuntert nun die Verfasser des Papieres nicht, das bisher Unverstandene zu begreifen zu versuchen-mitnichten. Getreu der Maxime, was ich nicht versteh, kann nicht in Ordnung sein, denn sonst verstünde ich es ja, wird einfach das Unverstandende abgelehnt.   
Demokratie und Gleichberechtigung- dieser bloßer Formalismus bildet den ganzen Inhalt des BDKJ- mehr hat er eben nicht zu sagen! Erschreckend ist dabei die völlige Leere und Gehaltlosigkeit dieses Positionspapieres. In früheren Zeiten gab es ja auch häretische und ketzerische Bewegungen, aber die trugen wenigstens noch "Theologien" vor, wenn auch Irrtheologien. Unsere modernistischen BDKJler verzichten einfach auf jede Theologie und theologische Reflexion.  Trotzköpfig verlangen sie einfach nur, daß sie mitbestimmen wollen. Aber darin ist dann doch mehr Theologie enthalten, als das erste Überlesen erkennen kann! "Unsere Kirche", das ist nämlich der Kriegsbanner, unter dem sich diese Feinde der Kirche versammeln, um sie zu destruieren. Aus der Kirche, die dem Herrn gehört, der ihr seine Wahrheit als ihr offenbarte vorgibt und sie in ihr auch lebendig erhält, soll nun eine Organisation mit unverbindlichen Traditionen und Lehren werden, wo dann ganz demokratisch das den Mitgliedern jetzt Gefallende herausgesucht oder ganz neu kreiert wird. Demokratie meint hier nämlich, daß die Vereinsmitglieder der Organisation Kirche den Kurs und den Inhalt der Kirche bestimmen sollen. Und Jesus Christus und Gott sind da eben Optionen neben anderen Optionen. die zur unverbindlichen Auswahl da bereit stehen, wie in einem gut sortierten Buchgeschäft Klassiker neben Bestsellern angeboten werden. Und die Bestseller werden halt mehr gekauft!

Und so verblüfft es uns auch nicht, vom BDKJ dies vorgesetzt zu bekommen:

"Gegen Homophobie und Ablehung von Homosexualität in der katholischen Kirche

-
Wir müssen es schaffen, das Denken der katholischen Kirche von innen heraus zu ändern. Das heißt so viel, das vor allem auch Katholiken diese Petition unterschreiben sollten um ein Statement zu setzten!

Gegen Homophobie in der katholischen Kirche.
Für mehr Nächstenliebe und Achtung vor Homosexuellen.
Für eine Kirche die von Liebe dominiert wird!

Erster Erfolg:
„Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute“, eine Erklärung des ZdK (Zentralkomitee deutscher Katholiken)
Begründung:
Begründung des BDKJ Ludwigsburg Mühlacker:

„Ein wichtiges Zeichen von ZdK und BDKJ“
BDKJ-Dekanatsleitung Ludwigsburg stellt sich gegen Aussagen von Bischof Dr. Stefan Oster auf Facebook
Ludwigsburg, den 13.05.2015: Die Dekanatsleitung des Bundes der deutschen katholischen Jugend, BDKJ, in Ludwigsburg begrüßt, dass die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, ZdK, mit der Erklärung „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute“ ein starkes Signal für familiengerechte Politik gesetzt hat.
Besonders positiv steche hervor, dass in dem am Wochenende in Würzburg einstimmig verabschiedeten Papier „eine Weiterentwicklung von liturgischen Formen“ befürwortet werde. Dies gelte insbesondere für „Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“.
Den Antrag zur Aufnahme dieser Passage hatte die Bundesebene des BDKJ eingebracht. „Dieser Punkt ist wie viele andere wichtige Aussagen in diesem Papier ein Zeichen des ZdK an alle, die sich von der katholischen Kirche vernachlässigt oder sogar verstoßen fühlen“, so die jungen Ehrenamtlichen aus Ludwigsburg und Umgebung. Eine solche Positionierung zeige, dass Kirche sich auch dem Wandel der Zeit anpassen und Zeichen der Zeit erkennen könne. " 

Die größte Tugend der Kirche ist es, für den BDKJ, daß sich die Kirche dem Wandel der Zeit anpaßt! Und darum lesen wir dann dort auch:
Jedoch: „Für junge Katholikinnen und Katholiken auch in Ludwigsburg ist die Berufung auf Heilige Schrift, Offenbarung und Tradition nicht mehr ausreichend“, so die jungen kirchlich Aktiven. 

Nein, wo die wichtigste Quelle für die Kirche, der Zeitgeist, dem sich die Jungkatholiken bedingungslos unterwerfen möchten, fehlt, da kann dieser Verein nicht Ja sagen! 
Hier triumphiert der Säkularismus so unübersehbar, daß angesichts dieses Papieres man sich fragen muß, ob es denn wohl irgendetwas anderes als das Kirchengeld gibt, das den BDKJ an die Kirche bindet? Wenn man sich aber vor Augen hält, daß dieser BDKJ die Organisation der Katholischen Jugendarbeit ist, weiß man, warum die kirchliche Jugendarbeit fruchtlos bleiben muß! Wo nicht gesät wird, kann auch nichts geerntet werden!  

Supplement
Was mag wohl dies Positionspapier unter "Glaube" verstehen? Auf dem ersten Blick sagt das Papier dazu einfach nichts- ein leerer und inhaltsloser Glaube, dem wohl nur eines zu eigen ist, daß er ganz subjektivistisch das meint, was Ich glaube. Auf den zweiten Blick drängt sich aber der Eindruck auf, daß dieser Glaube doch nicht so ganz inhaltsleer ist- ja er hat etwas, woran geglaubt wird, nämlich an die Demokratie!

Corollarium 1
Wer Jugend mit Nonkonformismus, dem Willen zum Anderen, mit kritischem Oppositionsgeist und der Attitüde des :"So nicht weiter", assoziert, wird von diesem BDKJ eines besseren belehrt. Hier artikuliert sich eine Jugend, dessen höchste Tugend die Einordnung in den herrschenden Zeitgeist ist, der unbedingte Wille, zum Etablissement zu gehören, das nachzusingen, was die Stimme der Massenmedien Tag und Nacht vorsingt. Eigenständigkeit, selbstständiges Denken- das sei ferne...Wir wollen nur zur Herde gehören und einstimmen in das, was man heuer so  denkt!          


Donnerstag, 13. August 2015

Wo der Antikatholizismus zu Hause ist-der Katholische Frauenbund

Da sage mal wer, daß die Katholische Kirche sich nicht nach der Botschaft Jesu ausrichte! Ach, diese blindwütigen Kirchenkritiker! Gerade das Gebot Jesu. liebet eure Feinde! wird doch auf das vortrefflichste von ihr praktiziert! Denn welche andere Großorganisation  erlaubt die Bildung von Vereinigungen, die sie dann gar tatkräftig unterstützt, damit die dann in unermüdlicher Arbeit Tag und Nacht den Kampf gegen ihre Mutterorganisation führen! Ganz am Geldnabel der Mutterkirche hängend proben sie permanent den Kirchenkampf; in postpubertären Zickereien leben sie auf. Den Musterknaben dieses Kampfes wider Rom und wider alle Vernunft und Wahrheit spielt dabei der Katholische Frauenbund neben dem BDKJ. Es fängt schon bei der rechten Wahl der Presse an: wem gebe ich ein Interview. Frau Flachsbarth, gerade gewählt in den Vorstand des Frauenbundes wußte, daß die linke TAZ die richtige Adresse ist. Diesem Flaggschiff der Politischen Korrektheit gab sie gern ihr Interview. (Daß niemand sie deswegen rügt, verblüfft keinen Kenner, der eben weiß, daß nur Interviews mit der der Kirche positiv eingestellten Jungen Freiheit eine moralische Unerlaubtheit darstellt)
Und so konnte man am 13.3. 2014 in der TAZ lesen:      
Die Frage:"Die katholische Kirche ist vor Jahren aus der Schwangerschaftskonfliktberatung ausgestiegen. Was wiegt schwerer: die katholische Lehre oder die Nöte von Frauen?Die Frage ist eher: Wie gehen wir um mit der Tatsache, dass es in unserer Gesellschaft Abtreibung gibt. In der katholischen Kirche wird das kontrovers diskutiert. Viele sagen: Wir können ein Nein zum ungeborenen Kind nicht akzeptieren. Dann gibt es aber auch katholische Laien und wir als katholischer Frauenbund, die das differenzierter sehen: Es sollte alles getan werden, damit sich Eltern, insbesondere Frauen, für ihr Kind entscheiden. Und wenn sie das nicht können, dann müsen wir mit Bedauern akzeptieren, dass sie nach einer ausführlichen Beratung nach deutschem Recht abtreiben dürfen."
Schauen wir auf dies Musterbeispiel an rhetorischer Verblendung: nicht "viele sagen: Wir können ein Nein zum ungeborenen Kind nicht akzeptieren", sondern das ist die verbindliche Lehre der Katholischen Kirche. Für Frau Flachsbarth ist das eben nur eine Meinung! Sie sehen das "differenzierter"! Und worin besteht diese Differenziertheit? Daß der Frauenbund es akzeptiert, wenn Mütter ihre eigenen noch nicht geborenen Kinder töten lassen! Und warum? Weil sie ein  Recht dazu hätten, nach Deutschem Recht. Das stimmt so aber nicht- das muß "differenzierter" betrachtet werden. Jede Abreibung ist eine unerlaubte Handlung, aber unter bestimmten Umständen verzichtet der Staat auf eine Bestrafung. Das Nähere regelt dann das Gesetz- aber klar ist, daß es kein Recht auf Abtreibung in Deutschland gibt, auch wenn das Feministin gern anders sehen! 
Zurück zum Kern des Problemes! Der Frauenbund sagt hier Ja zu der Abtreibungspraxis in Deutschland, daß unschuldige Kinder in Massen von ihren eigenen Müttern getötet werden! Daß das eine antikatholische Position ist, ist unbestreitbar. Die Selbstverständlichkeit, mit der dieser Antikatholizismus in der TAZ offenbart wird, spricht für sich- Frau weiß eben, daß ihr nichts passieren kann. Daß dabei mit keinem Wort auf die Lehre der Kirche eingegangen wird, ist für diesen "katholischen" Verein ebenfalls eine Selbstverständlichkeit- mit den Feministin aller Welt zu rufen, "mein Bauch gehört mir" ist eben ihnen wichtiger als das, was die Kirche, der auch sie angehören, lehrt! Und das Leben der unschuldigen Kinder?
Kindermord- warum nicht, wenn es der Mutter nützt!

Daß der Katholische Frauenbund jetzt lautstark Beifall klatscht, weil das Betreuungsgeld vom Tisch ist, verblüfft ebenso wenig. Der Frauenbund weiß eben, im Einvernehmen mit der Wirtschaft, daß die Frau wie der Mann in erster Linie für die Wirtschaft da zu sein hat und es eine unzumutbare moralisch unanständige Fahnenflucht darstellt, wenn Frauen, statt der Wirtschaft nützlich zu sein, indem sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sich zuvörderst oder gar ganz und gar der Familie und den eigenen Kindern widmen wollen! Das sei ferne!  Die Frau soll nur noch Kinder bekommen, wenn dadurch ihre Berufstätigkeit in keinster Weise beeinträchtigt wird.  In offiziellen Stellungnahmen wird dann zwar gern von dem Selbstbestimmungsrecht der Frau gesprochen, faktisch reduziert sich das aber darauf, daß sie alles darf, wenn sie nur durch eine Erwerbstätigkeit Geld verdient- wehe, wenn sie aber Mutter sein will! 
Dem Nein! zum Kinde, das seinen manifesten Ausdruck im Ja zum Töten der eigenen Kinder, wenn sie noch nicht geboren sind, korreliert so dies Nein! zur Familie. Die Frau soll nur oder nur in erster Linie eine Arbeitskraft für die Wirtschaft sein  und darf nur eine Familie gründen, wenn das ihrem Abeitskraftdasein zuträglich ist. 

Aber auch der jüngsten Mißgeburt des Feminismus widmet der Frauenbund seine liebende Aufmerksamkeit. Das Ja! zur "Genderideologie" war zu erwarten, denn alles Antikatholische findet in diesem Bund ungeteilten Beifall!   In der eigens dem Ja zur Genderideologie gewidmeten Broschüre des Frauenbundes kann man gar den Versuch entnehmen, diese antikatholische Ideologie theologisch zu rechtfertigen! Das liest sich dann so: 

"Gender in der Theologie Das Zweite Vatikanische Konzil orientiert sich an der Gottebenbildlichkeit und gemeinsamen Würde von Mann und Frau und kritisiert so jegliche Diskriminierung – sei es aufgrund von Geschlecht, sozialer Stellung oder ethnischer Zugehörigkeit. Damit bietet es das Fundament für eine an der Gender-Kategorie neu zu erarbeitende Theologie der Geschlechterbeziehungen. Mit seinem an den biblischen Traditionen orientierten Menschenbild setzt es auf Personenwürde und Freiheit, auf in Liebe und Achtung gegründete Beziehung und Kommunikation. Der Glaube an den Gott des Lebens befreit in Jesus Christus zur Freiheit – gerade auch von falschen Fixierungen und Polarisierungen im Blick auf das Geschlechterverhältnis. Das Aufgreifen der Gender-Kategorie muss also eine Selbstverständlichkeit in der katholischen Theologie sein. Die zentralen Debatten um das Geschlechterverhältnis, um das Austarieren der Rollen zwischen Männern und Frauen und die Suche nach neuen Orientierungen sind aus theologischer Perspektive nicht nur Resultat kulturwissenschaftlicher Diskussionen. In den biblischen Traditionen und ihrer Gerechtigkeitsperspektive ist das Widerstandspotential enthalten, um polarisierende und hierarchische Rollenzuschreibungen zu hinterfragen und zu überwinden. "

Gottebenbildlichkeit und Freiheit wären so die Begriffe, die das Ja zur Genderideologie rechtfertige! Daß Gott den Menschen in der Verschiedenheit und Aufeinanderbezogenheit geschaffen hat, wird dabei tunlichst überlesen. Und daß Freiheit nicht Willkür meint, ebenso.  Daß es nicht dem Wesen der Gerechtigkeit entspricht, Ungleiches gleich zu behandeln, ist hier ebenso terra incognita. Es ist immer wieder geradezu erschreckend, "Theologisches" von "katholischen" Laienverbänden zu lesen. An Dürftigkeit unüberbietbar, ohne Elementarkenntnisse des Katechismus wird da drauflos schwadroniert!  Aber wozu auch Theologie! Man schwimmt einfach  im Frauenbund ganz im Zeitgeiststrom und läßt sich von ihm die Vokabel vorsagen, die Frau dann artig nachplärt!

Ist es nicht ein Akt wahrer Feindesliebe, daß die Katholische Kirche diesen Frauenbund gewähren läßt, statt die Verantwortlichen zu exkommunizieren? Oder hat die Bischofskonferenz einfach Angst vor diesen Zeitgeistpowerfrauen, denen die geballte Macht der öffentlichen Meinung und alle Antikatholiken Gewehr bei Fuß zur Seite stehen? 
Und wie schön muß es doch für den Frauenbund sein, so ganz im Einklang mit seiner Zeit und den Mächten der Welt zu leben, immer auf der Siegerseite-und nun auch den Dolch in die blutende Brust der Kirche zu stoßen...  
Eines darf dabei nicht vergessen werden: noch nie wurden im Namen einer Ideologie so viele unschuldige Menschen getötet wie im Namen des Feminismus! Feminismus ist kein harmloses Kaffeekranzgeschwätz sondern Wille zum Blutvergießen!   Die Frau, die von ihrem Wesen her die Geberin und Hüterin des Lebens ist, wird in und durch diese Ideologie zur Neinsagerin und Verneinerin des Lebens!