Donnerstag, 11. Juli 2019

Eine neue Kirche! Was alles wegfällt- ein Beispiel von Erzischof Schick



"Bischof Overbeck: Die alte Zeit ist zu Ende!" (Katholisch de am 13.Jänner 2019.  So enthusiastisch proklamiert Bischof Overbeck die neue der Zeit eingepaßte Kirche. Er wolle deshalb über den Zölibat und das Frauenpriestertum reden.  "Gläubige und Öffentlichkeit erwarten eine ernsthafte Erneuerung der Kirche, sagt Essens Bischof Franz-Josef Overbeck. Und deshalb will er wirklich über alles sprechen: egal ob Weihe, Zölibat oder Frauenamt."

Aber die Kaprizierung auf diese Fragen verdeckt auch den Blick auf wesentlichere Modernisierungen in der Kirche, was alles schon ad acta gelegt worden ist, weil es nicht mehr in die Zeit paßt. Achten wir mal darauf, was ein amtierender Erzischof zur Frage nach dem Leben nach dem Tode uns heutzutage zu sagen weiß:"Das denkt Erzbischof Schick über den eigenen Tod." Katholisch de 9.7.2019: "Mit Blick auf die Vorstellung vom Leben nach dem Tod sagte Schick, alle seine nächsten Verwandten seien bereits verstorben. "Ich fühle nicht, dass sie weg sind, sondern die sind schon da." Nichts, was auf dieser Welt sei, verschwinde einfach. "Es wird in andere Energieformen, Lebensformen, Existenzformen umgewandelt." So spüre er etwa, immer noch eine Beziehung zu seinen verstorbenen Eltern zu haben. Wenn er an sie denke, komme er selbst oft auf neue Gedanken, erklärte der Erzbischof."

Also: Nichts auf der Welt verschwinde einfach. Denn es wird alles in eine andere Energieform, Lebensform und Existenzform umgewandelt. Was hat diese Vorstellung mit dem christlichen Glauben an das ewige Leben, an die Auferstehung der Toten und das Gericht Jesu Christi über die Lebenden und die Toten zu tuen? Nichts! Und Gott? Er spielt bei dieser Vorstellung des Erzbischofes auch keine Rolle! Es ist wohl eher an eine naturalistische Umformung des Irdischen zu denken.

So spricht der Apostelfürst Paulus, von dem der Erzischof ein Nachfolger ist,  über das Leben nach dem Tode: "Wir wissen: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird,dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel. Im gegenwärtigen Zustand seufzen wir und sehnen uns danach, mit dem himmlischen Haus überkleidet zu werden." 2.Korinther 5, 1f. Wir leben fern der Heimat (V.6) und sehnen uns nach ihr, das ist die Zentralaussage nicht nur des Apostels Paulus, sondern die der christlichen Religion! (Nebenbei: Paulus setzt sich hier, wie im 1.Korintherbrief, Kapitel 15) mit der gnostischen Vorstellung vom ewigen Leben auseinander: Nicht nur als bloße Seele, sondern auch ausgestattet mit einem  neuen himmlischen Leib werden wir postmortal ewig leben. Er betont aber auch die Gemeinsamkeit, die Sehnsucht nach der Erlösung aus diesem Leben.) 

Und was findet sich davon bei dem Erzbischof Schick noch wieder? Nichts mehr! Wichtig ist ihm, daß für ihn seine Verstorbenen nicht einfach weg sondern irgendwie noch nahe sind und daß auch sie irgendwie verwandelt noch sind, nicht sich in Nichts aufgelöst haben. Irgendwie verlöscht nichts Irdisches sondern existiert weiter in irgendeiner Form! Ist das nicht der völlige Ausverkauf des christlichen Glaubens an das ewige Leben als eines in der Gemeinschaft mit Gott? Soll das nun eine zeitgemäße Version des Glaubens an das ewige Leben sein? Zu befürchten ist es! Nicht irgendetwas wird so hier aufgegeben, sondern das Wesen der christlichen Religion, daß sie eine Erlösungsreligion ist.      

 

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