Donnerstag, 25. Juli 2019

Zum interreligiösen Dialog- oder daß es keine erkannte Wahrheit geben darf!

"Ja, es ist wahr.Meine Religion unterscheidet sich in vielen Punkten von Ihrer, allerdings stehen wir allen anderen Religionen sehr tolerant gegenüber.Jede von ihnen befindet sich auf dem Weg zur Wahrheit.Solange die Menschen glauben,ist die Welt nicht ganz verloren." 
Die Reaktion darauf: "Es klang gut, was er sagte, und es war etwas Wahres an seinen Worten."
Anne Alexander, Der Tempel der Nacht, Reihe: Irrlicht, Nr, 1405. Drückt sich hierin nicht das Basiscrdo des interreligiösen Dialoges aus? Alle Religionen sind gleich wahr und gleich unwahr zugleich,zwar auf dem Wege zur Wahrheit, aber nicht in ihrem Besitz.
Wie ist denn dann aber erkennbar, daß sich jede Religion auf dem Wege zur Wahrheit ist, wenn die Wahrheit nicht erkannt ist.  Sagte ich, daß drei Autofahrer auf dem Wege nach Rom sich befänden, ich aber nicht wüßte, wo Rom ist,wie könnte ich dann von allen drei aussagen, daß sie dahin unterwegs sind. Ich wüßte ja nur, wo sie sind, in welche Richtung fahrend. Setzt nicht die Aussage, daß eine Religion auf dem Wege zur Wahrheit ist, voraus, daß der so Urteilende selbst die Wahrheit erkannt hat?
So kann das nicht gemeint sein. Wie dann? Um auf gleicher Augenhöhe zwischen den Religionen dialogisieren zu können, muß eben präsumiert werden, daß alle gleich wahr sind. Es ist einfach eine Spielregel des interreligiösen Dialoges, daß angenommen wird daß es so sei. Um der Toleranz willen wird die Frage nach der Wahrheit suspendiert, also ersetzt durch das Axiom, daß alle gleich wahr seien. 
Was hat das dann für die einzelnen Religionen zur Folge? Den jeweiligen Gläubigen wird erklärt, daß faktisch ihre Religion gleichgültig sei. Denn wo der Anspruch erhoben würde,eine der Religionen sei wahrer als die anderer, da könne nicht mehr die Toleranz gelebt werden, denn eine erkannte Wahrheit duldet nicht neben sich die Unwahreit. Darum muß Jesus Christus: Ich bin die Wahrheit! aus diesem Dialog ausgeschlossen werden.       
   

Keine Kommentare:

Kommentar posten