Dienstag, 13. April 2021

Die Zerstörung des Sozialen: „Den Menschen es überlassen, wie sie sich selbst schützen möchten“

(Der Liberalismus als die größte Gefahr für das Sozialleben und dem Menschen)

So lautet die Zentralaussage von Dr. Krause in einem Artikel der „Freien Welt“ am 10.April 2021. Hier spricht ein wahrhaft Liberaler in dem Liberalismus nicht mehr so ganz zugeneigten Zeiten.Seit der Coronaepidemie und dem ziemlich erfolgreichen Maßnahmen der Chinesischen Regierung zur Eindämmung dieser Seuche orientieren sich selbst liberal regierte Staaten an diesem chinesischen Vorgehen, sind aber nicht so erfolgreich, weil die jeweiligen Bevölkerungen nicht mehr gewohnt sind, diszipliniert zu leben. Der der (post)modernen kapitalistischen Gesellschaft zu eigene Hedonismus als ideales Konsumentenverhalten kann eben nicht per Tagesbefehl in die Kaserne, in die Kultur des Gehorchens zurückbeordert werden.

Es soll also keine sozialen Regeln des sich - und andere Schützens geben, sondern jeder habe eben für sich allein zu sorgen. Das ist eine eindeutige Aufkündigung des Sozialstaates, denn dessen Anliegen ist ja der Schutz der Bürger vor der Willkür ihrer Mitmenschen. So darf eben ein Vermieter nicht unbegrenzt die Mieten zu Lasten der Vermieter erhöhen und ein Arbeitgeber muß den Mindestlohn zahlen. All das sind Regularien, die aus liberaler Sicht die Freiheit der Bürger beeinträchtigen: Jeder müsse eben selbst sehen, wie er sich vor für ihn unbezahlbaren Mieten oder Niedrigstlöhne schützt.

Auch ist der Jugendschutz (Kinderarbeit, das Verbot des Verkaufes von Alkohol und Tabak an Kinder und vieles mehr) ja genaugenommen auch eine unzumutbare Beeinträchtigung unternehmerischer Freiheit: Sie dürfen kein 13 jähriges Kind, auch wenn es das will, 40 Stunden arbeiten lassen. Genauso schlimm ist die Pflicht zur Mitgliedschaft in einer Krankenkasse, daß nicht jedem es freigestellt wird, wie er für den Krankheitsfall und für eine Erwerbsunfähigkeit vorsorgt. Nein, der Liberalismus kennt, wenn er konsequent ist und sich nicht verwässern läßt durch soziale Anliegen nur das atomisierte Individuum, das allein für sich sorgt ohne eine Rücksicht zu nehmen auf seine Mitmenschen. Dazu paßt es eben, daß auch die Pflicht zum Tragen von den Schutzmasken abgelehnt wird, denn warum sollte ich meine Freiheit einschränken bloß um andere zu schützen.

Es wird kolportiert, daß im Homomilieu auch die Maxime gelte, daß jeder für seine eigene Sicherheit selbst allein verantwortlich sei, sodaß Aidsinfizierte nicht verpflichtet seien, das ihrem Sexpartner mitzuteilen, denn der sei ja allein für seine eigene Gesundheit zuständig, ob er „ungeschütztem Sex“ zustimme.

Jeder denke nur an sich, und wenn dann alles egoistisch lebten, ginge es allen gut, denn solch ein Egozentrismus zahle sich eben aus. In dem sehr lesenswerten Buch: „Sozialer Patriotismus“ von B. Kaiser findet sich eine fundierte Kritik „Rechter“, die zugleich „Marktwirtschaftsliberale“ sind, sodaß sie um der bürgerlichen Freiheiten willen alles Soziale letztendlich reprobieren, um die zügellose Freiheit des Einzelnen zu propagieren. Wahrhaftig: Am Liberalismus gehen die Völker zugrunde“. Moeller van den Bruck.

 

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