Freitag, 17. Juni 2022

Ein erschütterndes Dokument des völligen Verfalles des katholischen Glaubens in Deutschland- Die deutschen Franziskaner auf Irrwegen

Ein erschütterndes Dokument des völligen Verfalles des katholischen Glaubens in Deutschland – Die deutschen Franziskaner auf Irrwegen


Die Provinzsynode der Deutschen Franziskaner hat in diesem Jahre ein Grundsatzprogramm für eine neue „katholische Kirche“ verabschiedet: „Kirche sein in der Freiheit der Kinder Gottes“. Damit der geneigte Leser sich selbst ein Urteil über dies Dokument des Niederganges machen kann, wird es am Ende vollständig wiedergegeben.


Die neue Kirche soll eine „jesuanische Kirche“ sein. Jesus habe aus der Verbundenheit mit Gott gelebt und so solle auch die Kirche leben. Daß diese Aussage, Jesus lebte aus der Verbundenheit mit Gott Jesus Christus als wahrer Gott und wahrer Mensch nicht gerecht wird, ist offenkundig, beachtenswert auch, daß hier Jesus der Christustitel vorenthalten wird. Es ist wohl nicht ganz abwegig, in der Betonung des Jesuanischen eine Distanzierung von dem kirchlich gelehrten Jesus Christus mitzuhören, wie man auch gern den historischen Jesus als den vermeintlich „echten“ von dem von der Kirche verkündigten und verfälschten gern unterscheidet. Der Gott Jesu sei uns wie eine Mutter und ein Vater. Bedauerlicherweise lehrte Jesus Christus uns aber das „Vater unser“ und nicht das „Mutter-Vater-unser“, aber vielleicht gilt das nicht für den jesuanischen Jesus. Diese Kirche solle gemäß dem Evangelium handeln, das „und“ lese ich als ein explikatives, sodaß dies Handeln meint: die Freude, die Hoffnung, die Trauer und die Angst mit den Menschen zu teilen. Soll die Kirche also anteilnehmen an allen Freuden der Welt, auch denen der Freudenhäuser mit ihren Freudenmädchens? Wenn die Kirche ohne zu differenzieren alle weltlichen Freuden und Hoffnungen der Welt bejaht, dann hört sie auf, die Kirche Jesu Christi zu sein, isb wenn sie statt der Hoffnung auf das Reich Gottes und das ewige Leben die Hoffnungen der Welt zu den ihrigen macht.


Die neue Kirche soll eine geschwisterliche sein. Hier rezipiert dies Dokument die Parole der Französischen Revolution, die der Brüderlichkeit, um sie feminismusgerecht in Geschwisterlichkeit umzuformulieren. Damit soll selbstredend die hierarische Struktur der Kirche aufgelöst werden, die Jesus Christus ja selbst seiner Kirche eingestiftet hat. Daß der Herr der Kirche dann nur Männer zu Aposteln und Priestern einsetzte und weihte, war dann wohl ein Fehler dieses „Jesus“, den es nun zu korrigieren gälte. Die Einführung des Frauenpriestertumes wird so gefordert.


Die neue Kirche müsse eine der Vielfalt sein. Statt der Katholizität als einer bestimmten Auffassung der christlichen Religion soll nun eine Pluralität der Beliebigkeiten treten. Das Herz schlägt hier natürlich für die Bejahung der Pluralität der sexuellen Orientierungen und der geschlechtlichen Identitäten. Wie viele Geschlechter mag es wohl in dieser neuen Kirche geben. Als Gott den Menschen als Mann und Frau erschuf, hat er eben leider die Vielfalt der Geschlechter ganz vergessen, die er doch zu erschaffen und zu bejahen habe. Dann wird fast nebenbei noch die Verramschung der katholischen Eucharistie gefordert, daß nämlich jeder Getaufte zu ihr zugelassen werden solle. Die Eucharistie soll ja auch nur noch eine Mahlgemeinschaft sein und warum sollte die Kirche vom gemeinsamen Essen wen ausschließen. Von den gravierenden Unterschieden zwischen der katholischen Lehre von der Eucharistie und den reformatorischen weiß dies Dokument eben nichts oder hält diese Differenzen eben für gleichgültig.


Die neue Kirche soll eine der „Ohn-Macht“ sein. Die theologische Begründung ist völlig absurd. Gott wurde nicht Mensch und hörte dann auf Gott zu sein, sodaß er ein Mensch ohne Macht wurde. Alle Evangelien bezeugen gerade die Vollmacht Jesu Christi. Aber mit diesem Jesus Christus haben diese Franziskaner wohl wenig im Sinne: Sie kennen nur einen ohnmächtigen Jesus. Weil Gott also ohnmächtig wurde, habe sich die Kirche vorrangig um die Armen der Welt zu kümmern. Wie könnte sie das aber, wenn sie selbst ohne Macht wäre? Ach ja, und dann muß da noch ein Fehler Jesu Christi korrigiert werden: Er vergaß doch tatsächlich, das Amt der Apostel und das dem Petrus verliehene Amt zeitlich zu befristen, daß die von dem Herrn der Kirche erwählten Diener sich eben regelmäßig Neuwahlen durch das Kirchenvolk zu stellen haben. Jesus Christus hätte also zu Petrus sagen müssen: „Weide meine Schafe x Jahre lang und dann stelle Dich zur Wiederwahl, ob das Volk weiterhin von Dir geweidet werden möchte.“


Die neue Kirche soll die des Dialoges sein. Bruder Franziskus wollte noch Mohamedaner zum christlichen Glauben bekehren, aber jetzt gilt: Wir führen den Dialog der Religionen, in dem jeder von dem Anderen was lernen kann. Ach was waren das noch für schreckliche Zeiten, als die Kirche noch gemäß dem Auftrage ihres Herrn alle Menschen zum wahren Glauben bekehren wollte, als noch das Wort Jesu Christi galt: Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet, wer nicht glaubt, wird verdammt“. (Mk 16,16) Das wird wohl eine unjesuanische Aussage Jesu Christi sein.


Die neue Kirche muß eine der Schöpfungsverantwortung sein. Hier stellt uns das Papier die Kernaufgabe der neuen Kirche vor Augen. Die Klimakrise verkündet diese neue Kirche.


Und die neue Kirche soll eine der Sendung sein. Die Mission soll der Dialog mit allen Menschen sein, in dem man voneinander lernt. Ja, sogar der Begriff des Evangeliumes taucht hier auf, aber der Gehalt scheint sich auf die Aufforderung, mit allen geschwisterlich zu dialogisieren zu beschränken.


Auch eine noch so aufmerksame Lektüre kann in diesem Dokument zur Neugestaltung der Kirche nichts Katholisches mehr finden. Auch spezifisch Christliches findet sich kaum, denn das Gottvertrauen, aus dem Jesus lebte, könnte auch rein monotheistisch gedeutet werden, daß es nur darum ginge, dem Gott zu vertrauen, den alle Religionen verkünden und an den sie alle glauben. Das Wichtigste: Alle Bestimmtheiten sollen in einem großen Pluralismus aufgelöst werden, einzig verbindlich soll dann nur das Engagement für den Umweltschutz und das Eintreten für die Armen sein. Ach ja, alles müsse demokratisch zugehen, das ist wohl das Allerwichtigste. Aber das Bedeutsamste ist, daß nirgends diese neu zu errichtende Kirche als Katholisch bezeichnet wird- sie soll wohl nicht mehr katholisch sein, sondern eher nur noch gottgläubig demokratisch-pluralistisch-geschwisterlich,mit allen über alles redend.


Bruder Markus Fuhrmann wurde dann zum Leiter der deutschen Franziskaner gewählt, nachdem er sich zum Katholischen Glauben bekannte – nein, nachdem er sich zu seiner Homosexualität bekannte. Das paßt zu diesem Dokument franziskanischen Niederganges.


Hier das Dokument:

KIRCHE SEIN IN DER FREIHEIT DER KINDER GOTTES Positionspapier des Provinzkapitels 2022 der Deutschen Franziskanerprovinz Wir, die zum Provinzkapitel der Deutschen Franziskanerprovinz versammelten Brüder, machen uns stark für eine Kirche, in der Menschen „in der Freiheit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21) leben können. Im Bewusstsein, dass wir Teil der Kirche sind und sie mitgestalten, aber auch im Wissen um unsere eigenen Grenzen und Schwächen, setzen wir uns ein für ... ... EINE JESUANISCHE KIRCHE Franziskus von Assisi (1181-1226) ließ durch sein Leben die Gestalt Jesu aufleuchten. Als Franziskaner werden wir daran gemessen, wie sehr in unserem liturgischen Feiern, in unserem Reden und Handeln die Gestalt Jesu sichtbar und erfahrbar wird. Wir machen uns stark für • eine Kirche, die wie Jesus aus der Verbundenheit mit Gott lebt, der für uns wie Mutter und Vater ist und uns nach seinem Bild geschaffen hat. • eine Kirche, die gemäß dem Evangelium handelt und wie Jesus Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen teilt. ... EINE GESCHWISTERLICHE KIRCHE In der Bewegung um Franziskus und Klara von Assisi begegnen sich von Anfang an Frauen und Männer, Nichtgeweihte und Geweihte als Schwestern und Brüder auf Augenhöhe. Wir machen uns stark für • eine Kirche des geschwisterlichen Miteinanders von Frauen und Männern, einschließlich der gleichberechtigten Zugangsmöglichkeit zu den Weiheämtern. • eine Kirche, deren Gläubige gemeinsam um Haltungen, Positionen und Strukturen einer einladenen Kirche ringen.



EINE KIRCHE DER VIELFALT Bereits zu Lebzeiten von Franziskus ließen sich Menschen aus den verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen von seiner Art, das Evangelium zu leben, begeistern. Wir machen uns stark für • eine Kirche, die die Vielfalt der Generationen, Begabungen und Biografien ebenso wertschätzt wie die Verschiedenheit der ethnischen, sozialen und kulturellen Herkunft sowie der geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung. • eine Kirche, in der unterschiedliche theologische Auffassungen sowie verschiedene spirituelle und liturgische Formen ihren Platz haben und in der alle Getauften zur Mahlgemeinschaft eingeladen sind. ... EINE KIRCHE DER OHN-MACHT Gott ging in seiner Menschwerdung den Weg des Abstiegs: vom Himmel zur Erde, von der Macht zur Ohn-Macht. In der Nachfolge Jesu sind es für Franziskus die Armen, auf deren Seite Gott vorrangig steht. In den franziskanischen Gemeinschaften wird die Ausübung von Macht begrenzt durch die Wahl von Leitungsverantwortlichen auf Zeit. Wir machen uns stark für • eine Kirche, die sich für die Benachteiligten, Ausgegrenzten und Entrechteten einsetzt. • eine Kirche, in der Leitungsdienste auf Zeit übertragen werden und nicht notwendigerweise an die sakramentale Weihe gebunden sind. ... EINE KIRCHE DES DIALOGS In der respektvollen Begegnung mit dem Sultan hat Franziskus Grenzen überwunden. Er hat von den Muslimen gelernt und sich für seine eigene religiöse Praxis von Elementen aus dem Islam inspirieren lassen. Wir machen uns stark für • eine Kirche, die den Dialog sucht und Menschen anderer Religionen und Lebenseinstellungen vorurteilsfrei und respektvoll begegnet. • eine Kirche, die Gastfreundschaft pflegt und sich auf gemeinsame Lernprozesse einlässt.


... EINE KIRCHE DER SCHÖPFUNGSVERANTWORTUNG In seinem Sonnengesang bezeichnet Franziskus alles Geschaffene als „Schwester“ und „Bruder“. Die geschwisterliche Haltung ermöglicht ihm, achtsam mit allen Geschöpfen umzugehen. Wir machen uns stark für • eine Kirche, in der diese Schöpfungsverantwortung einen zentralen Platz einnimmt. • eine Kirche, die in der Klimakrise konsequente Schritte zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen geht und mit Menschen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen Modelle eines guten Lebens für alle entwickelt. … EINE KIRCHE DER SENDUNG Franziskus sandte in seiner Zeit Brüder bis an die Grenzen der damals bekannten Welt, um allen Menschen die frohmachende und befreiende Botschaft Jesu vorzuleben und zu verkünden. Franziskus und die Brüder ließen sich dabei inspirieren von den Erfahrungen anderer Menschen. Wir machen uns stark für • eine Kirche, die ihren missionarischen Auftrag als weltweiten Dialog im gegenseitigen Geben und Nehmen verwirklicht. • eine Kirche, die sich als weltweite solidarische Gemeinschaft von Glaubenden versteht und sich prophetisch engagiert für Gerechtigkeit und Frieden. Das Provinzkapitel der Deutschen Franziskanerprovinz vom 6. bis 10. Juni 2022 V.i.S.d.P.:

V.i.S.d.P.: Provinzialminister Markus Fuhrmann OFM, St. Anna-Str. 19, 80538 Münche





 

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